Von der Leyen am Rednerpult
© Bundeswehr/Christian Vierfuss
KategoriePersonal

Amtswechsel des Universitätspräsidenten in Hamburg

Ein neuer Präsident für die Helmut-Schmidt Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw HH): Professor Dr. Wilfried Seidel, der das Amt des Präsidenten seit dem 1. Oktober 2010 bekleidet hat, wird mit Wirkung zum 1. April 2018 in den Ruhestand verabschiedet. Bei einem Festakt auf dem Roten Platz, dem zentralen Veranstaltungsort der Universität, übergab Ursula von der Leyen das Amt zum gleichen Termin an Professor Dr. Klaus Beckmann.

Akademische Ausbildung als Grundstein

„Adäquate Bildung für fähige und aufgeschlossene Menschen ist unsere Aufgabe“, sagte Seidel über den Auftrag der Hochschule in seiner Begrüßung. Mit diesem Ziel seien die Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München einst gegründet worden. „Die jungen Menschen erfahren an den Universitäten eine Ausbildung, die weit über das militärische Handwerkszeug hinaus geht“, würdigte Verteidigungsministerin von der Leyen die akademische Ausbildung. Gleichzeitig werde mit dem Studium ein bedeutender Grundstein für ihre weitere Karriere gelegt.

Gruppenbild

Amtierender und zukünftiger Präsident der Helmut-Schmidt Universität: Wilfried Seidel und Klaus Beckmann. V.l.n.r. Maria und Wilfried Seidel, Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen, Klaus und Nicole Beckmann.

© Bundeswehr/Christian Vierfuss

Zunehmende Komplexität und Dynamik

„Ein Offizier der Bundeswehr ist auch immer eine Staatsbürgerin, ein Staatsbürger in Uniform, der mit dem akademischen Sachverstand auf Augenhöhe mit der Zivilgesellschaft argumentieren können muss und sollte“, sagte von der Leyen. Die Anforderungen an unsere militärischen Führungskräfte würden sich durch zunehmende Komplexität und Dynamik sowie Krisen und Konflikte verändern. „Sie, Herr Seidel, haben eine Hochschule geschaffen, orientiert an den Bedürfnissen und der Einsatzrealität der Truppe“, lobte Verteidigungsministerin von der Leyen die Arbeit des amtierenden Präsidenten. Zum Beispiel habe technische Forschung dazu beigetragen, Vorteile für die Soldaten in der Erfüllung ihres Auftrages zu erreichen. 

Lebenslanges Lernen als Markenzeichen

An allen Universitäten stehen die Studierenden im Mittelpunkt, bei den Universitäten der Bundeswehr sind dies überwiegend Offizieranwärter und Offiziere. „Diese kenne ich als aktiv, extrovertiert, aufgeschlossen für das Zeitgeschehen und sehr engagiert“, sagte Seidel. „Aus meiner Sicht kann die Bundeswehr sehr, sehr zufrieden mit ihren jungen Offizieren sein“, führte Seidel weiter aus: „Wir haben gute Leute gut ausgebildet, das sieht man an den Biografien unserer Absolventen“, sagte Seidel. Gleichzeitig ist dies ein maßgebliches Kriterium für die Attraktivität der Bundeswehr und die Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt.

Die Hochschule in eine gute Zukunft geführt

„Alle zusammen haben wir hier sehr viel erreicht. Wir haben gemeinsam die Qualität der Uni verbessert, neue Felder erschlossen und die Universität vergrößert“, dankte der scheidende Präsident allen, die dazu beigetragen haben. Er freute sich über die zahlreichen Gäste, Wegbegleiter und engen Gefährten, die ihm am heutigen Tage die Ehre erwiesen. Seidel hat als Präsident nicht nur an der Hochschule einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Gümbel am Mikrofon

„Es war eine erfolgreiche und angenehme Zusammenarbeit mit Ihnen Herr Seidel“, sagte Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung.

© Bundeswehr/Vierfuss

„Herr Beckmann übernimmt eine hervorragend aufgestellte Universität“, lobte Staatsrätin Gümbel Seidels Arbeit. Dass die Hochschule bei Beckmann weiterhin in guten Händen ist erklärte auch Seidel in seiner Rede: „Herrn Kollegen Beckmann betrachte ich nicht nur als Nachfolger, sondern auch als langjährigen Weggefährten“. So lasse er das Präsidentenamt zwar mit einem lachenden und einem weinenden Auge, vor allem aber beruhigt hinter sich. Bundesministerin von der Leyen begrüßte Beckmann als Nachfolger im Präsidentenamt „Ich wünsche Ihnen vor allem Freude, Neugier, ein verlässliches Team und eine gehörige Portion Fortune“, so von der Leyen.

Tolle Zeit

Fast acht Jahre war Mathematiker Seidel im Amt. Schon lange vor seiner Zeit als Präsident arbeite er zeitweise an der HSU/UniBw HH: 1983 begann der gebürtige Münchner als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der damaligen Hochschule der Bundeswehr Hamburg, wo er sich 1992 habilitierte. Nach ein paar Jahren in Professurvertretungen an verschiedenen Hochschulen kehrte er 1998 als Professor für Mathematische Methoden der Wirtschaftswissenschaften an die HSU/UniBw HH zurück. „Meine Zeit an der Uni war toll und interessant“, sagte Seidel zurückblickend. „Besonders die vielen Menschen, die ich kennengelernt habe, werde ich vermissen.“ Er habe einen besonderen Zusammenhalt inner- und außerhalb der Fakultäten beobachten können, den er von anderen Hochschulen bislang nicht kannte. „Es gibt einen speziellen Spirit an der HSU - man steht zusammen, wenn’s sein muss.“

Präsident und Wegbereiter

Seidel am Rednerpult

„Ich habe meine Zeit hier an der Uni sehr genossen“, sagte Wilfried Seidel über seine Aufgaben an der Universität der Bundeswehr Hamburg.

© Bundeswehr/Christian Vierfuss

Zu Seidels Errungenschaften gehört unter anderem die zunehmende Öffnung der Universität der Bundeswehr Hamburg für zivile Studierende. „Die Bundeswehr bildet die dringend benötigten Bauingenieure für den Öffentlichen Dienst aus“, lobte von der Leyen. Dieses Projekt könne man als Blaupause betrachten.

Neben der nationalen Öffnung hat Seidel in seiner Amtszeit auch „den Weg in Richtung Europa beschritten. Als Gastgeber für Lehrende und Studierende anderer Nationen“, sagte von der Leyen. Hinzu komme, dass er maßgeblich dazu beigetragen habe, dass immer mehr für die Bundeswehr an der Universität geforscht werde, wie auch die Bundesministerin der Verteidigung in ihrer Rede würdigte. „Mit unserem Cluster Sicherheitsforschung und Logistik leisten wir sehr gerne einen Beitrag zur Modernisierung der Bundeswehr und zur Einbindung in die europäischen Strukturen“, sagte Seidel.

Ruhestand was nun? „Eine gute Frage“, antwortet der 68-Jährige und fügt hinzu: „Das wird sich mit der Zeit einspielen.“ Seine Frau und er planen viel zu reisen und auch eine Isar-Wanderung stehe auf ihrer beider Liste.

Vom Mathematiker zum Volkswirt

Von der Leyen und Beckmann

Bundesministerin Ursula von der Leyen übergibt Professor Dr. Klaus Beckmann das Präsidentenamt der HSU/UniBw HH.

© Bundeswehr/Christian Vierfuss

Der Ökonom Beckmann ist kein unbekanntes Gesicht für die Helmut-Schmidt Universität. 2006 übernahm er die Professur für Finanzwissenschaft an der Fakultät für Wissenschafts- und Sozialwissenschaften. Später wurde er Vizepräsident für Angelegenheiten der Lehre und ab 2013 Vorstand des Zentrums für Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität. 

„Ich fühle mich im Augenblick noch unverändert“, so Beckmann zur Übernahme des Präsidentenamtes am 1. April 2018. „Die Übergangszeit war lang, und ich hatte ausreichend Zeit mich vorzubereiten“, so der gebürtige Solinger. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und hoffe, dass ich die großen Fußstapfen von Herrn Seidel ausfüllen kann“, sagte der 53-Jährige. Seidel habe viele Dinge wie die Internationalisierung der Hochschule oder den Aufbau des Studienangebotes angestoßen, an die er selbst anknüpfen und so die Universität weiter in eine gute Zukunft führen wolle.

von Jennifer Fiebig-Schulze

Meldungen zum Thema Personal

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung