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Bundeswehr / Andreas Schindler25 Jahre Bundesakademie für Sicherheitspolitik
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Die Bundesakademie bildet ausgewählte Führungskräfte zu sicherheitspolitischen Fragestellungen weiter - über die Grenzen von Ressorts hinweg. 2017 ist ein besonderes Jahr für die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS): Sie feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Am 19. Oktober 2017 beging die BAKS ihr Jubiläum mit dem Festakt „25 Jahre Bundesakademie für Sicherheitspolitik – ein Modell für die Zukunft“.
Auftrag der BAKS
Die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) ist die zentrale ressortübergreifende Weiterbildungsstätte der Bundesregierung im Bereich Sicherheitspolitik. Das Bundeskanzleramt und sieben Bundesministerien entsenden Referenten an die BAKS. Sie trägt dazu bei, ein umfassendes Verständnis für die langfristigen sicherheitspolitischen Ziele Deutschlands zu schaffen. Ganz im Sinn des vernetzten Ansatzes.
Das Akademiekonzept der BAKS beinhaltet zum einen den öffentlichen Diskurs bis in die breitere Öffentlichkeit hinein. Zudem ist die Lehre ein Schwerpunkt der BAKS. Beispielsweise bereitet das dreimonatige Kernseminar für Sicherheitspolitik Mitarbeiter aus den Bundesministerien darauf vor, sicherheitspolitische Schlüsselreferate zu übernehmen. Darüber hinaus führt die Bundesakademie Fachveranstaltungen und internationale Kooperationen durch. Mehr als 70 Veranstaltungen finden im Jahr an der BAKS statt.
Die BAKS wird 25
BAKS-Präsident Karl-Heinz Kamp bei seiner Rede.
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Bundeswehr / Andreas Schindler2017 wird bei der Bundesakademie für Sicherheitspolitik das 25. Jahr des Bestehens gefeiert. Die Kampagne „#BAKS25“ begleitet das Jubiläumsjahr. Unter dem Stichwort #BAKS25 berichten auf der BAKS-Facebookseite sowie auf der BAKS-Webseite regelmäßig Gäste, Begleiter und Angehörige der Bundesakademie. Hier kommen Stimmen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der BAKS zu Wort.
Am 19. Oktober 2017 feierte die BAKS ihr Jubiläum mit dem Festakt „25 Jahre Bundesakademie für Sicherheitspolitik – ein Modell für die Zukunft“. Die Abendveranstaltung fand auf Einladung der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen statt. Sie sei zudem „Hausherrin der BAKS, da das Gebäude zum Verteidigungsministerium gehört“, so BAKS-Präsident Karl-Heinz Kamp.
„Die BAKS ist vitaler, einflussreicher und wichtiger denn je“
Die BAKS habe sich „auf den Weg in die Zukunft“ gemacht, wie von der Leyen anmerkt. Die Bundesakademie sei darüber hinaus „vitaler, einflussreicher und wichtiger denn je“. Die Verteidigungsministerin weist in ihrer Rede auf die unterschiedlichen Tätigkeits- und Entwicklungsfelder der BAKS hin.
25 Jahre Bundesakademie für Sicherheitspolitik.
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Bundeswehr / Andreas SchindlerIn einer „multipolaren Sicherheitslage“ sei „vernetztes Handeln“ das Erfolgskonzept der Sicherheitspolitik. Dies bedeute das „nahtlose Ineinandergreifen der verschiedenen Bereiche“. Das „gemeinsame analysieren“, der „gemeinsame Beschluss“ für das Handeln und das „gemeinsame Handeln“ sollen aus einer Hand kommen. Die BAKS lehre dabei als Akademie, „was Vernetzung praktisch heißen kann“. Zudem sei die Expertise und Kompetenz der BAKS zum Thema „Krisenfrüherkennung“ gefragt.
„Globaler Blick und breite Expertise“
Der Horizont der deutschen Sicherheitspolitik sei „global“, so von der Leyen. Um diesen Anspruch erfüllen zu können brauche es „breiteste Expertise“ und die Entwicklung von Personal, das diesen Blick für „Fragen am anderen Ende der Welt“ auch hat und weltweit vernetzt an Lösungen für Probleme arbeitet. Die BAKS habe dies frühzeitig erkannt und schicke ihre Seminargruppen regelmäßig „nach China, nach Indien, in den Iran“, damit die Lehrgangsteilnehmer einen wichtigen Eindruck von den Staaten gewinnen können.
Die „systematische Einbindung der Gesellschaft in sicherheitspolitische Debatten ist eine der entscheidenden Aufgaben der kommenden Jahre“, so die Ministerin. „Sicherheitspolitik gehört mit all ihren Facetten mitten in unsere Gesellschaft“. Die Zusammenhänge in der Sicherheitspolitik müssen verständlich erklärt werden. Medientage, die Studierendenkonferenz, der Arbeitskreis „Junge Sicherheitspolitiker“ und der vielfältige Bürgerdialog seien dazu „handfeste Ideen“ der BAKS.
Das symbolische Pflanzen der BAKS-Linde durch die Verteidigungsministerin und den BAKS-Präsidenten Karl-Heinz Kamp vor dem Haus BERLIN der Bundesakademie rundeten den Festakt ab.
Nach dem symbolische Pflanzen der BAKS-Linde.
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Bundeswehr / Andreas SchindlerWeitere Zielgruppen im Fokus
Die Bundesakademie baut ihr Onlineangebot aus und nutzt verstärkt digitale Medien. Bereits heute erreicht die BAKS durch Social-Media-Präsenz sowie neue Textformate und Videobeiträge weitere Zielgruppen und setzt in ihren Seminaren regelmäßig innovative Lehrformen um. Das in diesem Jahr angelaufene Projekt „Virtuelle BAKS“ entwickelt diese Fähigkeiten weiter.
Dies umfasst zunächst einen Ausbau der Onlinekommunikation zu aktuellen sicherheitspolitischen Fragestellungen insbesondere mittels Social Media, crossmediale Elemente und verstärkter Visualisierung. Hinzu kommen Live-Streaming- und Video-Conferencing-Formate sowie ergänzende E-Learning-Angebote. Sie sollen eine breitere Öffentlichkeit einbeziehen sowie neuen Formaten in der Weiterbildung dienen.
Geschichte
Die BAKS wurde 1992 durch den Bundessicherheitsrat gegründet. Ihren ersten Sitz hatte sie in der „Rosenburg“ in Bonn. 2004 zog sie in die Schlossanlage Schönhausen in den Berliner Bezirk Pankow um. Dort übernahm die BAKS das Kanzleigebäude des ehemaligen Präsidialamts der DDR. Dieses Gebäude spielte für die jüngere Entwicklung Deutschlands eine maßgebliche Rolle: Im großen Saal fanden im Juni 1990 zwei Runden der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen statt. Diese bereiteten den Weg für die Wiedervereinigung. Das Gesprächszentrum von damals wird heute „Historischer Saal“ genannt. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnete dort am 19. März 2004 die Bundesakademie für Sicherheitspolitik. |
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von Claudia Schenk