Ungefähr 30 Bundeswehrfahrzeuge stehen in der malischen Wüste.
© Bundeswehr/ Heissbach
KategorieFriedenssicherung

„Teckel 5“ – eine Aufklärungsoperation in Mali

Selten zuvor sind deutsche Soldaten soweit in den Süden Malis vorgedrungen. Im Rahmen der Operation „Teckel 5“ sollen die Aufklärungskräfte von MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali neue Informationen gewinnen. Knapp 200 Kilometer von Gao entfernt ist dies ein gefährlicher Auftrag. Eine Begegnung mit terroristischen Kräften kann nicht ausgeschlossen werden.

Aufklärung voraus

Ein Radpanzer Fennek fährt in Mali durch die Wüste.

Das Standard-Fahrzeug der Aufklärer: Der Fennek.

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Am frühen Morgen machen sich deutsche Spähtrupps mit ihren Fenneks auf den Weg in den Süden. Es geht in Richtung Ansongo. Dabei achten sie auf mögliche Sprengfallen, Hindernisse und „nicht-freundlich“ gesinnte Kräfte. Südlich von Ansongo soll die Aufklärungskompanie Informationen durch Beobachtungen und Gespräche mit Einheimischen gewinnen. Durch ihre Präsenz soll zusätzlich das Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung gesteigert und das Vertrauen in die internationalen MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali-Truppen erhöht werden.

Marsch mit über 30 Fahrzeugen

Mit einer großen Kolonne verlegen die Hauptkräfte zwei Stunden nach dem Spähtrupp in Richtung Süden. Ihr Ziel ist ein UNUnited Nations-Camp nördlich von Ansongo, etwa 100 Kilometer vom Camp Castor in Gao entfernt. Dort können die deutschen Kräfte übernachten und sich auf die Folgeoperationen vorbereiten. Im Camp angekommen, errichten die Infanteriekräfte eine erste Basis. Während der gesamten Mission werden sie durch Sanitäts- und Kampfmittelbeseitigungskräfte unterstützt. Sie sollen die Aufklärer in den folgenden Tagen vor unliebsamen Überraschungen bewahren und im Notfall helfen.

Mehrere deutsche Einsatzfahrzeuge fahren durch die Wüste.

Eine Patrouille auf dem Marsch.

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Operation im Rückzugsgebiet der Aufständischen

„Wir wissen, dass der südliche Raum Malis in der Vergangenheit als Rückzugsgebiet für Aufständische und Kriminelle gedient hat“, erklärt Hauptmann Jan-Christoph S., Kompaniechef der Aufklärungskompanie. Er fügt hinzu: „Wir wollen den Aufständischen deutlich machen, dass sie jederzeit mit uns, egal in welchem Raum, rechnen müssen. Ferner wollen wir aus erster Hand erfahren, wie die Bevölkerung hier im Süden zu uns und der MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali stehen. Nur so kann sie zu uns internationalen Kräften Vertrauen schöpfen.“

Gespräche schaffen Vertrauen

Eine deutsche Soldatin spricht mit malischen Kindern.

Das Eis ist gebrochen...

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In den Folgetagen erkundet die Aufklärungskompanie weitere Regionen im Süden. Immer wieder werden festgelegte Positionen bezogen, beobachtet oder mit der Bevölkerung vor Ort gesprochen. Gleichzeitig zieht hoch am Himmel eine Aufklärungsdrohne ihre Kreise. Ihre Kameras erfassen jede Fahrzeugbewegung und geben den Soldaten am Boden ein verlässliches Lagebild. „Allein unsere Anwesenheit hier im Süden schreckt Aufständische und Kriminelle ab“, macht Hauptmann S. deutlich.

Versorgung per Hubschrauber

Die extremen Temperaturen, das scharfkantige Gestein und der tiefe Sand sind eine dauerhafte Herausforderung für Mensch und Gerät während der Operation. Reifenpannen sind keine Seltenheit. UNUnited Nations-Hubschrauber der kanadischen Streitkräfte bringen Ersatzteile und Wasser zu den Soldaten. Im Rahmen von „Teckel 5“ läuft die internationale Zusammenarbeit gut.

Ein deutscher Soldat steht vor einem kanadischen Hubschrauber im Hintergrund.

Kanadische Hubschrauber liefern Nachschub.

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Erfolgreich durch Teamgeist

In der Wüste geht die Sonne hinter Einsatzfahrzeugen auf.

Sonnenaufgang...

© Bundeswehr/ Heissbach

Nach mehreren Tagen wird die Operation ohne Zwischenfälle beendet. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können spätere Missionen geplant werden. „Die gesamte Operation hat hervorragend funktioniert und macht die gute multinationale Zusammenarbeit hier in Mali deutlich. Von der wochenlangen Operationsplanung über die Gesprächsführung bis hin zum Rückmarsch ins Camp Castor nach vier Tagen in der Wüste Malis hat alles gut geklappt. Dafür danke ich meinen Soldaten und alle können stolz auf diese Teamleistung sein“, so das Fazit des Kompaniechefs.

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