Ausbildungshilfe: Sanitätsdienst der Bundeswehr unterstützt Namibia

In der seit 1990 von Südafrika unabhängigen demokratischen Republik Namibia ist in Windhuk ein militärisches Beraterteam von Bundeswehrsoldaten stationiert. Das siebenköpfige deutsche Expertenteam berät die namibischen Streitkräfte in Aufbau und Ausbildung. Mit dabei sind auch drei Berater des Zentralen Sanitätsdienstes. „Im Rahmen Militärischer Ausbildungshilfe fanden seit 1997 insgesamt 23 erfolgreiche Maßnahmen des ZSanDstBwZentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr für den Sanitätsdienst der namibischen Streitkräfte statt“, erklärt Fregattenkapitän Lothar Selent vom Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz.

Sprachausbildung vor Fachausbildung

Gruppenbild afrikanischer Soldaten

Sprache ist der Schlüssel zur Welt: Die namibischen Sanitätssoldaten lernen Deutsch.

© Bundeswehr/Dirk Bannert

In den Standorten Koblenz, Berlin und Quakenbrück werden derzeit drei namibische Sanitätssoldaten fachlich ausgebildet. Der Ausbildung zum Krankenpfleger, Zahnarzthelfer und Medizingerätetechniker geht eine intensive Deutsch-Sprachenausbildung durch das Bundessprachenamt voraus. Dies ist notwendig, da die namibischen „Praktikanten“ mit Ausbildern und Patienten kommunizieren müssen.

Ausbildung auf der Arbeitsebene

Namibische Soldaten im Labor

Wichtige Grundlagen: Die Arbeit im Labor.

© Bundeswehr

„Die Militärische Ausbildungshilfe wird überwiegend auf der Arbeitsebene mit Unteroffizieren und Mannschaftsdienstgraden der namibischen Sanitätskräfte umgesetzt“, sagt Fregattenkapitän Selent. Namibische Ärzte sind in dieses Programm bisher noch nicht integriert. Problematisch sei, dass die wenigen verfügbaren Ärzte Namibias kaum länger entbehrt werden können, ergänzt Selent. Das namibische Sanitätspersonal wird mit tatkräftiger Unterstützung der Beraterteams auch im eigenen Land ausgebildet.

Peacekeeping-Fähigkeiten

Soldaten begrüßen sich vor einem Gebäude

Der mit deutscher Unterstützung gebaute Sanitätsbereich der namibischen Armeeschule wird übergeben.

© Bundeswehr/Jan Siebert

Ein von Deutschland übergebenes mobiles Feldlazarett bietet die materiellen Voraussetzungen, um eine erste notfallchirurgische Versorgung durchzuführen. Es wird derzeit nördlich Windhuk durch namibische Sanitätskräfte erfolgreich betrieben, wo bei Übungen die Realversorgung ziviler Patienten erfolgt. Das mobile Feldhospital der namibischen Streitkräfte soll nach Erreichen vorgegebener Standards in Zukunft im Rahmen von Missionen der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union eingesetzt werden können. Im Rahmen des bilateralen Jahresprogramms der beiden Streitkräfte leiten Angehörige des ZSanDstBwZentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr vor Ort ihre namibischen Kameraden beim Betrieb des MFHMobile Field Hospital an.

„Der neue Kommandeur des Feldlazaretts ist in Deutschland ausgebildet worden, weitere Programme folgen“, freut sich Hauptmann Jan Siebert vom deutschen Beraterteam in Namibia über Fortschritte in der Zusammenarbeit mit dem namibischen Sanitätsdienst.

Ein Bauvorhaben wurde mit deutscher finanzieller Unterstützung realisiert. So wurde die namibische Armeeschule mit einem Sanitätsbereich nach deutschen Standards ausgestattet. Neben den Projekten auf der Arbeitsebene findet auch ein gezielter Austausch zu Fragen der Inneren Führung statt: Für ein einsatzorientiertes „Team Building“ wird auch die namibische Führung beim Zusammenspiel eigener Kräfte sensibilisiert.

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