©
imago stock&peopleErgebnisse der Task Force Personal und Entwicklungen im Bereich Personal
- Veröffentlichungsdatum
Die zunehmend herausfordernde Lage am Arbeitsmarkt, der demographische Wandel und der damit einhergehende Fachkräftemangel treffen alle Arbeitgebenden, so auch die Bundeswehr.
Minister Pistorius hat neben der Beschaffung den Bereich Personal in den Fokus genommen und Staatssekretär Hilmer um einen Vorschlag gebeten. Dazu hat Staatssekretär Hilmer am 15. August 2023 die Task Force Personal eingerichtet. Sie hat bewusst von Pilotversuchen abgesehen, um möglichst schnell in die Umsetzung von erfolgversprechenden Maßnahmen zu kommen. Der Bericht der Task Force wurde heute präsentiert.
Dazu Minister Pistorius:
„Ich danke allen Mitarbeitenden der Task Force Personal für ihr Engagement und die pragmatischen Ansätze. Das Ungewöhnliche: Wir haben sie beauftragt, erfolgversprechende Vorschläge, die kurzfristig wirken, sofort in die Umsetzung zu geben. Das hat sie getan und das hat sich bewährt. Eine Vielzahl der mehr als 60 Maßnahmen ist bereits angelaufen. Die Task Force hat darüber hinaus auch Ideen entwickelt, deren Wirkung sich langfristig entfalten wird. Diese werden wir nun sorgfältig prüfen.“
Hier ein Überblick zu ausgewählten Vorhaben, deren Umsetzung auf Initiative der Task Force bereits begonnen hat:
- Mehr Investitionen in Fachkräfteausbildung: Wir wollen mehr Menschen in der Bundeswehr aus- und fortbilden. Bei uns ist alles möglich: Vom Hauptschulabschluss bis zur Habilitation, von der Berufsausbildung bis zum Universitätsstudium.
- Selbstbestimmt starten: Wir holen die Bewerbenden dort ab, wo sie stehen. Erstmals ist ein monatlicher Dienstantritt in allen Bereichen möglich. Wir zeigen uns dadurch flexibel und bieten individuelle Startmöglichkeiten für jede Einzelne und jeden Einzelnen.
- Passgenaue Beratung & schnelle Information: Wir bündeln unsere Beratungs- und Assessmentverfahren und werden dadurch schneller. Der Bewerbungsprozess wird beschleunigt. Zudem weiten wir das digitale Beratungsangebot weiter aus.
- Regional werben & binden: Interessierte können sich künftig direkt an den Bundeswehrstandorten bewerben, wo sie leben. Gleichzeitig stärken wir damit die Führungsverantwortung vor Ort. Führungskräfte in der Truppe haben im Einstellungsprozess und beispielsweise beim Laufbahnwechsel dann mehr Einfluss. Entsprechend soll auch die Personalwerbung vor Ort auf die regionalen Besonderheiten eingehen.
Für das Kalenderjahr 2023 lässt sich zudem folgender Überblick geben:
Image/ Nachwuchswerbung:
- Anzahl Serien & Kampagnen der Arbeitgebermarke und Reichweite: Vier nationale Kampagnen und eine Webserie auf YouTube Bw Exclusive:
o allein bis Ende November 25 Mio. Aufrufe.
o 2,5 – 3 Mrd. Werbekontakte pro Jahr durch Kampagnen und Webserien.
o ca. 1,2 Mio. Follower auf Karrierekanäle der Bw in den Sozialen Medien.
Personalgewinnung/ Recruiting:
- Erstberatungsgespräche: rund 82.000 und damit 500 Erstberatungen mehr als im Vorjahr (Stand 11.12.2023).
- Vier Pop-Up Lounges zur Personalgewinnung an besonderen Orten, darunter eine Beach Lounge in Eckernförde mit rund 10.000 BesucherInnen und ca. 3.000 Beratungsgesprächen.
- Personaldeckung:
o mehr militärische Einstellungen bereits zu Mitte Dezember 2023 als im Kalenderjahr 2022.
o Interne Personalbindung funktioniert: Menschen, die bereits bei uns im System sind, können gebunden werden, u.a. durch Laufbahnwechsel.
Bundeswehr & Gesellschaft - Bürgernähe
- Als sicherheitspolitisches Informationsangebot: 85 Jugendoffiziere auf ca. 6.000 Veranstaltungen; rund 150.000 Kontakte an Bildungseinrichtungen.
- Veranstaltungshöhepunkt 2023: Der Tag der Bundeswehr mit mehr als 200.000 Besucherinnen und Besuchern.
- Messen: Präsenz auf allen zielgruppenrelevanten überregionalen Messen
(Beispiel: FIBO, Gamescom, Boot).