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Bundeswehr/Thomas ErkenGeneral Wieker besucht das Deutsche Einsatzkontingent in Koulikoro
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Oberstleutnant Michael Schalin begrüßt als Kontingentführer EUTM Mali den Generalinspekteur General Volker Wieker in Koulikoro.
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Bundeswehr/Thomas ErkenDer Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, besucht die Soldaten des Deutschen Einsatzkontingents EUTM Mali. Vor Ort überzeugt er sich von den Fortschritten in der Ausbildung der malischen Sicherheitskräfte und sucht das direkte Gespräch mit den Kameraden.
Laut knatternd kündigt sich ein Hubschrauber im Koulikoro Training Center, kurz KTC an. Dicht über den Baumwipfeln kommt die Maschine angeflogen und setzt zur Landung auf dem Exerzierplatz an. An Bord befindet sich General Volker Wieker, der bereits vom Kontingentführer der EUTM Mali, Oberstleutnant Michael Schalin, erwartet wird.
Dienstaufsicht unter Kinderaugen
Wieker möchte sich einen persönlichen Eindruck über die Entwicklungen im Lager verschaffen, das Jahr für Jahr sein Aussehen verändert. Das KTC beherbergt rund 570 Soldaten aus 26 Nationen, darunter 140 Deutsche. Gemeinsam bilden sie malische Soldaten in den unterschiedlichsten Bereichen des militärischen Handwerks aus.
So beginnt der Besuch bei einem Training malischer Gendarmerie Einheiten. Hauptmann Tobias S. erklärt dem Generalinspekteur, dass diese Kfz-Kontrollen nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen seien. Vielmehr müssen die malischen Sicherheitskräfte stets damit rechnen, dass sie bei solchen Kontrollen beschossen werden. „Daher legen wir in der Ausbildung sehr großen Wert auf die Eigensicherung“, berichtet Tobias.
Parallel wird die Trainingsgruppe und ihre deutschen Besucher von zahlreichen „Gästen“ beobachtet. „Viele malische Soldaten leben mit ihrer Familie auf dem Gelände“, erklärt Schalin die zahlreichen neugierigen Kinderaugen bei der Ausbildung.
Mit dem Generalinspekteur im Gespräch
Wieker nimmt die Punkte der Soldaten ernst und lässt sie prüfen.
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Bundeswehr/Thomas ErkenIm Mittelpunkt des Besuchs steht jedoch die persönliche Aussprache mit den Angehörigen des 13. Deutschen Einsatzkontingents EUTM Mali. Wieker bietet damit jedem Soldaten die Möglichkeit, ihm direkt das ein oder andere „Herzensanliegen“ und Erfahrungen aus dem Einsatz zu schildern. Hauptfeldwebel Eric S. ist Versorgungsfeldwebel im Kontingent und bricht das Eis. Er berichtet beispielsweise von einem Mangel der T-Shirts: „Wir tauschen wöchentlich zahlreiche Unterhemden, da sie in den Achseln bereits nach kurzer Zeit zu reißen beginnen“, und ergänzt: „Es handelt sich scheinbar um ein Qualitätsproblem eines bestimmten Herstellers.“
Wieker notiert sich diesen und zahlreiche andere Punkte und verspricht, der Sache auf den Grund zu gehen. Doch auch Zufriedenheit ist ein wichtiger Eindruck für den Generalinspekteur.
Hervorragendes Miteinander der Nationen
„Wir stehen vor zahlreichen alltäglichen Herausforderungen in unserem Einsatz“, setzt Oberfeldwebel Justyna P. an. „Und doch möchte ich keinen Tag hier missen. Denn das Miteinander zwischen den Kameraden und den Angehörigen der 26 anderen Nationen ist hervorragend und entschädigt für so manche Entbehrung.“ Justyna ist Angehörige der Sanitätseinsatzkompanie im KTC und steht tagtäglich im Kontakt mit nationalen und internationalen Patienten.
Auch General Wieker zieht zum Ende seines Besuches ein positives Fazit: „Sie haben hier trotz der klimatisch sehr fordernden Bedingungen durch ihren persönlichen Einsatz hervorragende Ergebnisse erzielt. Ich wünsche Ihnen auch weiterhin viel Geschick und Fortune für Ihren Einsatz.“