Ministerin Lambrecht und zwei weitere Teilnehmer einer Diskussionsrunde beantworten Fragen auf einer Bühne.
© MSCMunich Security Conference/ Michael Kuhlmann
KategorieZeitenwende

Zeitenwende: Verteidigungsministerin Lambrecht im Gespräch mit jungen Menschen

Die Themen der Zeitenwende beschäftigen auch junge Menschen. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Zeitenwende on Tour“ der Münchner Sicherheitskonferenz (MSCMunich Security Conference) sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht: „Wir müssen heute so investieren, dass künftige Generationen – also Sie alle – dieselbe Chance auf Freiheit haben, die für meine Generation und mich selbstverständlich war.“

„Lassen Sie uns über Sicherheitspolitik sprechen“, forderte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in Bonn ein junges Publikum auf. In ihrer Begrüßungsansprache im Haus der Geschichte blickte sie dabei auf ihre eigene Lebenserfahrung zurück: „Als im Jahre 1965 Geborene durfte ich in Frieden und in Freiheit aufwachsen. Das habe ich genossen!“

Begrüßungsansprache von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht beim Auftakt der Veranstaltungsreihe „Zeitenwende on Tour“ der Münchner Sicherheitskonferenz am 23. September 2022 im Haus der Geschichte in Bonn.

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Studierende und junge Erwachsene waren aus Bonn und Umgebung angereist, um Lambrecht die Fragen zu stellen, die ihnen auf den Nägeln brennen. Die Ministerin gewährte ihnen mit ihren klaren Antworten einen Einblick in die Sicherheitspolitik, in ihr Denken und die Sichtweisen ihrer Kabinettskolleginnen und -kollegen.

Lambrechts Blick ging dabei weit über Deutschland hinaus, als sie den rund 200 Anwesenden die internationalen Zusammenhänge näherbrachte. Sie erläuterte, warum das Sondervermögen – der vielleicht sichtbarste Teil der Zeitenwende – für die Ausstattung einer voll einsatzbereiten Bundeswehr notwendig und richtig sei.

Neben der notwendigen finanziellen Ausstattung müssten auch Veränderungen in den Köpfen stattfinden, um die Sicherheit für Deutschland und Europa zu gestalten. Dies sei ein weiterer Aspekt der mit der Zeitenwende verbundenen Veränderungen.

„Zeitenwende ist auch das, was wir daraus machen“

Ganz besonders lag Lambrecht am Herzen, den Menschen im Saal zu erklären, was unter der Zeitenwende zu verstehen sei. „Was bedeutet das denn für uns alle, für Deutschland?“ Mit dieser Frage hatte schließlich die Münchner Sicherheitskonferenz (MSCMunich Security Conference) das Format gestartet, um den wichtigen Austausch rund um die Zeitenwende aus den Kreisen der Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger hinaus in die Breite der Gesellschaft zu tragen.

Denn, so sagten Lambrecht und Botschafter Christoph Heusgen, der Vorsitzende der MSCMunich Security Conference, Russland habe mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine die Weltordnung nachhaltig gestört. Dies habe auch Bundeskanzler Olaf Scholz nur drei Tage nach Kriegsbeginn im Februar festgestellt.

„Die damit verbundenen Herausforderungen meistern wir als Gesellschaft nur gemeinsam und im Schulterschluss mit unseren Verbündeten“, machte Lambrecht deutlich und zog ihre Zuhörenden erkennbar in ihren Bann: „Zeitenwende ist auch das, was wir daraus machen.“

Die Veranstaltungsreihe „Zeitenwende on Tour“

Mit der „Zeitenwende on Tour“ will die MSCMunich Security Conference mit Menschen ins Gespräch kommen, die in den deutschen Großstädten, aber auch in Kleinstädten und im ländlichen Raum von der Zeitenwende betroffen sind. In allen 16 Bundesländern sollen im Laufe der kommenden zwölf Monate Veranstaltungen mit in der jeweiligen Region verankerten Partnerinnen und Partnern stattfinden.

Ein Themenschwerpunkt ist, dass viele der Grundannahmen der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik seit dem Ende des Kalten Krieges mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu überdenken sind. Einen besseren Ort als das Haus der Geschichte in Bonn hätten sie für den Auftakt der MSCMunich Security Conference-Tour kaum wählen können.

von Ralf Wilke

Mehr zum Thema

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung