Ein Kampfpanzer Leopard 2A6 fährt im Gelände und wirbelt dabei Staub auf.
© Bundeswehr/Marco Dorow
KategorieNATO-Ostflanke

Kampftruppenbataillone für Brigade Litauen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern

Nach der Ankündigung der dauerhaften Entsendung einer Brigade nach Litauen sind nun erste Entscheidungen über die Zusammensetzung des Verbandes gefallen: Auf Vorschlag des Generalinspekteurs der Bundeswehr entschied der Verteidigungsminister die Verlegung je eines Kampftruppenbataillons aus Augustdorf und Oberviechtach. Standortschließungen gebe es nicht.

Das Panzerbataillon 203 aus Augustdorf in Nordrhein-Westfalen und das Panzergrenadierbataillon122 aus Oberviechtach in Bayern werden nach Litauen verlegt. Gemeinsam mit der enhanced Forward Presence Battlegroup werden diese drei Kampfverbände den Kern der neuen Panzerbrigade 42 in Litauen bilden. Erstmals in der Geschichte der Bundeswehr wird ein Großverband des Heeres dauerhaft im Ausland stationiert.  

Bewährte Kampfverbände für die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke

Mit der Entscheidung für das Augustdorfer Panzerbataillon und das Panzergrenadierbataillon aus Bayern ist die Auswahl auf zwei bewährte Kampfverbände gefallen, die mit dem Schützenpanzer Puma und dem Kampfpanzer Leopard 2 eine kampfkräftige Verstärkung für die Ostflanke der NATONorth Atlantic Treaty Organization bilden werden.

Die bereits seit mehr als sechs Jahren vor Ort befindliche enhanced Forward Presence Battlegroup wird das dritte Bataillon stellen. Die deutsch geführte Battlegroup soll auch weiterhin multinational verstärkt sein, insbesondere durch die Streitkräfte der Partnernationen Niederlande und Norwegen. Das Rotationsprinzip der vergangenen Jahre soll für die Battlegroup beibehalten werden. Verlegt werden sollen die Bataillone nach dem Aufbau der infrastrukturellen und logistischen Voraussetzungen in den kommenden Jahren.

„Werden Standorte in Deutschland erhalten“ 

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren verschiedene Aspekte wie die derzeitige Kampfkraft und Zusammensetzung der bestehenden Brigaden in Deutschland, Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten sowie die regional unterschiedlichen Voraussetzungen der Personalgewinnung. Vor allem aber gelingt es, mit Kompensationsmaßnahmen im Zuge der Entscheidung Standorte zu erhalten. Dafür werden Truppenteile neu aufgestellt oder den Standort wechseln.

Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius schaut lächelnd für eine Portraitaufnahme in die Kamera.
Wir werden trotz Aufstellung der Brigade in Litauen nicht nur die Standorte in Deutschland erhalten, sondern die Stationierung an den Standorten mittelfristig auf einem vergleichbaren Niveau halten.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski

Während die Neuaufstellung des Panzerartilleriebataillons 215 die Verlegung am Standort Augustdorf kompensieren wird, wird das Artilleriebataillon 131 aus Weiden in der Oberpfalz den Standort Oberviechtach stärken. Außerdem wird die Neuaufstellung einer leichten Versorgungskompanie für Oberviechtach geprüft. In Weiden wird unterdessen der Aufwuchs des gerade neu aufgestellten Panzerartilleriebataillons 375 fortgesetzt.

Frühestmöglich Klarheit schaffen 

Unter Hochdruck arbeitet eine deutsch-litauische Arbeitsgruppe seit Monaten an attraktiven Bedingungen für den Dienst in Litauen. Mit der Bekanntgabe der Entscheidung erhalten die Soldatinnen und Soldaten des Heeres bereits jetzt Klarheit und Zeit, sich auf die Veränderungen einzustellen, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius betont. Damit wird auch dem Anspruch Rechnung getragen, der Truppe genügend Zeit zu geben, um sich auf die bevorzugte freiwillige Stationierung in Litauen einzustellen. Ende des Jahres wird das Verteidigungsministerium die Entscheidung mit einer Stationierungsweisung dokumentieren und weitere Details zum Aufbau der Brigade bekanntgeben. 

von David Zeidler

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