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Bundeswehr/Björn LenzDie Bundeswehr im Einsatz für die UN
Seit 1991 sind Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Einsatz für die Vereinten Nationen
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Am 24. Oktober ist Tag der Vereinten Nationen. Auf der ganzen Welt erinnert er daran, dass die UN-Charta am 24. Oktober 1945 in Kraft getreten ist. Vier Monate vorher, am 26. Juni, hatten 50 Gründungsmitglieder der UN das Dokument auf der Konferenz in San Francisco unterzeichnet.
Die UN-Charta ist ein völkerrechtlicher Vertrag und bindet alle Mitglieder an die gemeinsamen Grundsätze und Ziele der Vereinten Nationen. Dazu gehören die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit, die Förderung der internationalen Zusammenarbeit und die Achtung der Menschenrechte.
Die Bundesrepublik Deutschland – ebenso wie die Deutsche Demokratische Republik – trat den Vereinten Nationen am 18. September 1973 als 133. Mitglied bei. Seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist das vereinte Deutschland in den UN vertreten. Deutschland engagiert sich in einer Vielzahl von UN-Gremien, Institutionen und Friedensmissionen – und war bisher sechsmal als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat vertreten, zuletzt 2019 bis 2020. Die Bundesrepublik Deutschland ist zudem viertgrößter Beitragszahler zum regulären UN-Budget.
Die Bundeswehr ist aktuell mit etwa 1.000 Soldatinnen und Soldaten an vier UN-Friedensmissionen beteiligt:
Die erste UN-Mission der Bundeswehr begann im Oktober 1991: Bei UNAMIC (United Nations Advance Mission in Cambodia) in Kambodscha übernahmen die bis zu 15 deutschen Sanitätssoldatinnen und -soldaten die medizinische Betreuung der Einsatzkräfte und bereiteten die sanitätsdienstliche Versorgung der größeren UN-Folgemission UNTAC (United Nations Transitional Authority in Cambodia) vor. Die Beteiligung an UNTAC endete im November 1993.
Darüber hinaus engagiert sich die Bundeswehr in der Verbesserung und Weiterentwicklung des UN-Peacekeeping. Das geschieht durch die Entsendung von Training Teams zur Unterstützung der einsatzvorbereitenden Ausbildung truppenstellender Nationen und der Einsatzstäbe sowie durch die gezielte Förderung von Frauen zum Einsatz als Militärbeobachterin oder Stabsoffizierin in UN-Missionshauptquartieren.
von Sylvia Börner und Jörg Fleischer
Seit 1991 sind Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Einsatz für die Vereinten Nationen
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