Ischinger mit Munich Security Report 2019
© Bundeswehr / Jonas Weber
KategorieMSC

Munich Security Report 2019: „The Great Puzzle“

Werden wir Zeuge einer großen Neuordnung der Puzzle-Teile der internationalen Ordnung? Unter der Überschrift „The Great Puzzle: Who Will Pick Up the Pieces?“ gibt der Munich Security Report 2019 einen Überblick über wichtige sicherheitspolitische Themen.

Inmitten eines globalen Puzzles

Der Bericht beleuchtet mit Hilfe von Daten, Analysen, Karten und Infografiken die wichtigsten Entwicklungen und Herausforderungen für die internationale Sicherheit. Für die 55. Münchner Sicherheitskonferenz, die am Wochenende stattfindet, dient der englischsprachige Munich Security Report als Begleiter und Impulsgeber – für die Konferenzteilnehmer als auch für die interessierte Öffentlichkeit. Auf Twitter kann er unter dem Hashtag #MSCreport diskutiert werden.

Europäische Anpassungsfähigkeit gefordert

Der diesjährige Bericht bewertet regionale Entwicklungen in den westlichen Balkanländern, in Osteuropa, in der Sahelzone und im Nahen Osten. Er untersucht die globale Herausforderung der Rüstungskontrolle vor dem Hintergrund des kürzlich suspendierten INFIntermediate Range Nuclear Forces-Vertrags und aufkommender Technologien wie Hyperschallwaffen. Weitere globale Themen sind die sicherheitspolitischen Auswirkungen in den Bereichen internationaler Handel, transnationales organisiertes Verbrechen und künstliche Intelligenz.

Titelblatt MSC
© MSCMunich Security Conference

Munich Security Report 2019

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Neben den Großmächten USA, China und Russland beleuchtet der Report auch Akteure der „Zweiten Reihe“: Kanada, Deutschland, Frankreich, Japan und das Vereinigte Königreich. Sie seien die liberal-demokratischen „mittleren Mächte“, die sich an die veränderte Weltordnung anpassen müssten. „Wenn es so sein sollte, dass die Großmächte ihre eigenen Interessen relativ brutal durchzusetzen versuchen, dann muss Europa versuchen mit einer Stimme zu sprechen, dann müssen die 500 Millionen sich zusammenraufen“, appelliert Wolfgang Ischinger bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der Sicherheitskonferenz.

Exklusives Material

Natürlich werden auch aktuelle Konflikte diskutiert. Die International Crisis Group veröffentlicht jedes Jahr eine Liste von zehn Konflikten, die es intensiv zu beobachten gilt. Für 2019 stehen auf der Liste Yemen, Afghanistan und die US-chinesischen Spannungen ganz oben. Ein Highlight des Berichts ist eine bisher unveröffentlichte Meinungsumfrage des Pew Research Center, die zeigt, dass traditionelle Verbündete der Vereinigten Staaten die Macht und den Einfluss der USA als große Bedrohung für ihr Land wahrnehmen, sogar im Vergleich zu China und Russland. Zudem veranschaulicht eine Karte des Jacques Delors Institute Berlin die unterschiedlichen Formate europäischer Verteidigungszusammenarbeit und kontrastiert deutsch-französische Ansätze in diesem Zusammenhang. Im Bericht findet sich auch eine bisher unveröffentlichte Meinungsumfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung, die neue Perspektiven zum Ukrainekonflikt und weiteren Themen der europäischen Sicherheit bietet.

Fachpublikationen zur Sicherheitspolitik

Der Report zur Münchener Sicherheitskonferenz zählt zu den wichtigsten Fachpublikationen zum Thema Sicherheitspolitik. Im Gegensatz zu vielen anderen Konferenzbänden sind im MSCMunich Security Conference-Report stets zahlreiche neu erschienene Berichte und Studien zur Sicherheitspolitik zu finden. Zur Vorbereitung des Berichts hat die Münchner Stiftung Sicherheitskonferenz dazu mit renommierten Partnerinstitutionen zusammengearbeitet.

von Sofie Flurschütz

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