Männer an Computern
© Bundeswehr / Jonas Weber
KategorieVerteidigung

Mobile Kommunikation für Peacekeeping-Operationen

Mit modernen Führungsmitteln ausgestattete mobile Container erleichtern den schnellen Beginn von Peacekeeping-Operationen. Deutschland finanzierte das Projekt.

Kooperation mit THW

Container von Außen

Das THW präsentiert das Modular Command Centre (MCC) auf dem International Partnership for Technology in Peacekeeping Symposium.

© Bundeswehr / Jonas Weber

Das Verteidigungsministerium unterstützt die kontinuierliche Weiterentwicklung der UNUnited Nations-Friedenssicherung mit einer Reihe konkreter Beiträge und Angebote an die Vereinten Nationen. Eine dieser Innovationen ist das Modular Command Centre (MCC). Die Teilnehmer des „Partnership for Technology in Peacekeeping Symposium“ der Vereinten Nationen, das vom 14. bis 18. Mai 2018 in Berlin stattfand, konnten sich im BMVgBundesministerium der Verteidigung über dieses System informieren. In Kooperation mit dem THW wurden die Fähigkeiten des MCC im Rahmen einer dynamischen Vorführung präsentiert.

Container auf LKW

Vorführung im BMVgBundesministerium der Verteidigung in Zusammenarbeit mit dem THW.

© Bundeswehr/Torsten Kraatz

Die Container sind ausgestattet mit Satellitentelefon, Computer, weiteren Kommunikationsmitteln und Büromaterial. Das System verbessert die Führungs- und Funktionsfähigkeit in UNUnited Nations-Hauptquartieren vor allem in der kritischen Anfangsphase einer Mission, denn das MCC ermöglicht die Kommunikation zwischen verschiedenen militärischen, zivilen und UNUnited Nations-Akteuren, auch über große Entfernungen hinweg.

Verbindung unterschiedlicher Signale

Mann am Funkgerät

Rene Oehme vom THW erklärt die Ausstattung des MCC.

© Bundeswehr / Jonas Weber

„Jeder bringt seine eigene Technik mit in den Einsatz“, sagt Rene Oehme vom THW. „Die Schwierigkeit ist, das miteinander zu kombinieren.“ Der Informatiker erklärt, dass über eine Software, die auf einem Computer im Container installiert ist, die unterschiedlichen Signale umgeleitet würden. Das MCC stellt so die Interoperabilität zwischen diversen Kommunikationssystemen wie Funkgeräten, Smartphones und Computern her. Es entsteht ein vollständig integriertes Kommunikationsnetzwerk, das vom Bedienpersonal in dem klimatisierten Container gesteuert werden kann. Vor Ort ist es innerhalb von fünf Stunden aufgebaut und einsatzbereit.

Über eine MPPMittelfristige Personalplanung-Einheit (Mobile Power Pack), die ebenfalls mit einem Container verladefähig ist, kann eine autarke Stromversorgung über Solarpaneele erfolgen. Für den Notfall ist auch ein Stromaggregat dabei. Die MPPMittelfristige Personalplanung-Unit ist zwar noch in der Entwicklungsphase, aber der Prototyp kann den Kommunikations-Container schon mit ausreichend Strom versorgen. Die Details zur Einrichtung der MPPMittelfristige Personalplanung-Einheit werden derzeit abgestimmt.

Ertüchtigungsprojekt

Mann vor Computer

Im MCC wird ein integriertes Kommunikationsnetzwerk gesteuert.

© Bundeswehr / Jonas Weber

Deutschland hat zunächst fünf MCC finanziert im Rahmen der gemeinsamen Ertüchtigungsinitiative von Verteidigungsministerium und Auswärtigem Amt.  Deren Möglichkeiten zur Unterstützung reichen von Ausbildung und Ausstattung über Infrastrukturmaßnahmen bis hin zur Lieferung von militärischem Gerät – zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse der Partnerstaaten oder -organisationen. Entwickelt wurde das MCC beim United Nations Global Service Centre (UNGSC) in Brindisi. Dort werden die hochmodernen Systeme für den Transport in Einsatzländer zur Verfügung stehen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte im September vergangenen Jahres in Bonn die mobilen Führungsstände an den UNUnited Nations-Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, Jean-Pierre Lacroix, übergeben. Derzeit erstellt das THW ein Training-Curriculum sowie ein Handbuch zu den MCCs und macht Weiterentwicklungsvorschläge bezüglich Ausstattung und Transportfähigkeit.

von Florian Manthey

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