Von der Leyen im Gespräch mit zwei Soldaten
© Bundeswehr/Torsten Kraatz
KategoriePersonal

Innere Führung: Vom Wort zur Tat

Ursula von der Leyen hat die Fortsetzung des Programms „Innere Führung - heute“ sowie erste Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Vorgesetzte in der Bundeswehr angekündigt. Die Verteidigungsministerin teilte in einem Rundbrief an Kommandeure, Einheitsführer und Dienststellenleiter zudem mit, dass im Sommer über weitere Maßnahmen beratschlagt werden soll.

Fehlentwicklungen begegnen

Soldat steht mit einem Mikrofon in der Mitte der Teilnehmer

Teilnehmer verfolgen die Impulsvorträge und Podiumsdiskussionen der Inneren Führung.

© Bundeswehr/Sebastian Wilke

Die Ministerin hatte das Programm „Innere Führung - heute“ im August 2017 aufgesetzt. Zuvor waren Bundeswehrangehörige mit einer Reihe von Verfehlungen aufgefallen. Rund 800 militärische und zivile Mitarbeiter – vom Mannschafter bis zum Abteilungsleiter – hatten sich auf 41 Workshops mit den Fragen auseinandergesetzt, wie Vorgesetzte in ihrer Führungsaufgabe gestärkt werden können und welchen Fehlentwicklungen in der Bundeswehr zu begegnen ist.

Vorgesetzte wollen mehr Verantwortung

Die Workshopreihe wurde im Januar 2019 abgeschlossen. Daraus ergebe sich ein „umfassendes und ehrliches Lagebild“ der Führungskultur der Bundeswehr, lobte von der Leyen. Die Vorgesetzten hätten sich mehr Handlungsfreiheit und mehr Verantwortung für Ressourcen gewünscht, so die Ministerin. „Um Freiheiten im Sinne der Auftragstaktik zielgerichtet zu nutzen, brauchen sie eine angemessene personelle und materielle Ausstattung.“

Erste Massnahmen

Teilnehmer sitzen im Workshop

Teilnehmer verfolgen den Workshop „Vertrauen, Führung und Konsequenz“ im Rahmen des Programms „Innere Führung heute“.

© Bundeswehr/Torsten Kraatz

Erste Verbesserungsmaßnahmen sind schon eingeleitet worden. So wird das Meldewesen der Bundeswehr vereinfacht – die Meldeformate „Innere soziale Lage“ und „Besonderes Vorkommnis“ werden zusammengefasst. Geprüft wird, ob bei bestimmten Rahmenbedingungen Ausnahmen für dienstlich stark eingespannte Disziplinarvorgesetzte gemacht werden können. Auch der Umgang mit Beschwerden wird auf den Prüfstand gestellt: Einerseits soll die Rolle der Vorgesetzten bei dienstlichen Konflikten gestärkt werden; andererseits sollen sich die Bundeswehrangehörigen weiter direkt an die Leitung wenden können.

Ministerium sammelt weitere Verbesserungsvorschläge

Für die Umsetzung weiterer Maßnahmen wird nun eine Koordinierungsgruppe eingerichtet. Die Verantwortung gegenüber dem Generalinspekteur trägt Generalleutnant Markus Laubenthal, der Abteilungsleiter Führung Streitkräfte im BMVgBundesministerium der Verteidigung. Zudem wird ein Evaluierungsteam gebildet, um den Erfolg der Maßnahmen in der Truppe zu überprüfen. Von der Leyen kündigte außerdem für den 9. Juli ein Symposium am Zentrum für Innere Führung an. Rund 150 Angehörige der Bundeswehr sollen in Koblenz über die nächsten Schritte im Programm „Innere Führung - heute“ beraten –Verbesserungsvorschläge können weiterhin per Mail an bmvgaginnerefuehrungheute@bmvg.bund.de geschickt werden.

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