Zorn und weitere Soldaten sehen bei Sportausbildung zu
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Generalinspekteur: Militärische Fitness für einsatzbereite Streitkräfte

Bei einem Truppenbesuch an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf ließ sich Generalinspekteur Eberhard Zorn zeigen, wie Soldatinnen und Soldaten auf körperliche Belastung bestmöglich vorbereitet werden. General Zorn wollte wissen, wie das Programm „Militärische Fitness“ in Folge der von ihm in 2018 herausgegebenen Agenda Ausbildung umgesetzt wird. Zudem erhielt er Einblick in das Training für Ausbilder.

„Wir müssen in der Truppe den Blick dafür schärfen, dass für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte neben der allgemeinen Sportausbildung vor allem bedarfsorientiertes Training der ‚Militärischen Fitness‘ unabdingbar ist“, betonte der Generalinspekteur.

Zur allgemeinen Fitness gehört beispielsweise der klassische Muskelaufbau oder Ausdauertraining. Bei der „Militärischen Fitness“ müssen die Soldaten zusätzlich beispielsweise Höhenhindernisse überwinden oder bestimmte Muskelpartien im Bereich Rücken und Bauch stärken.

Professionalisierung der Sportausbildung

Soldaten beim Schießen

Schießen und körperliche Belastung trainieren, um im Kampf bestehen zu können. Auch für deutsche Soldaten in Auslandseinsätzen keine theoretische Größe mehr.

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Jährlich 150 Sport-, Fitness- und Rehabilitationslehrgänge mit circa 3.500 Lehrgangsteilnehmern unterstreichen, dass die Sportschule der Bundeswehr die zentrale Ausbildungsstätte für Soldaten zu Übungs- und Fachsportleitern ist. Hier werden die haupt- und nebenamtlichen Trainer ausgebildet, die für den Erhalt, die Steigerung und die Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit aller Soldaten zuständig sind. „Die allgemeine Sportausbildung und die funktionsbezogene ‚Militärische Fitness‘ sind die tragenden Säulen der körperlichen Leistungsfähigkeit unserer Soldaten,“ sagt General Zorn. „Sie wirken unmittelbar auf die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.“ Daher begrüße er es ausdrücklich, dass den Sportlehrern künftig ehemalige Spitzensportsoldaten zur Seite stehen.

Für die ehemaligen Sportprofis sind in den kommenden Jahren bis zu 360 Dienstposten vorgesehen. Sie sorgen an den Standorten für ein kontinuierliches Sporttraining. Diese Entwicklung stütze sich auf ein Arbeitsergebnis der Sportschule der Bundeswehr. Denn hier werde in den einsatzrelevanten Bereichen Sport und körperliche Leistungsfähigkeit wissenschaftlich und interdisziplinär geforscht sowie weiterentwickelt, erklärte Oberst Michael Maul, der Kommandeur der Sportschule, dem Generalinspekteur.

„Militärische Fitness“ verbindet Sport mit Gefechtsdienst

Zorn im Gespräch

Oliver Rohdens, Dipl.-Sportwissenschaftler und Truppenfachlehrer an der Sportschule der Bundeswehr, stellt dem Generalinspekteur den Ablauf der Parcours Militärische Fitness vor.

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Ist der Einsatz das Maß der Dinge, dann leistet ein professionalisiertes Training für die physische Befähigung von Soldaten einen wichtigen Beitrag, um den militärischen Auftrag erfüllen zu können. Um die Soldaten auf ihre Tätigkeit und die damit verbundene körperliche Belastung bestmöglich vorzubereiten, müssen Quantität und Qualität der Sportausbildung gesteigert werden. Gerade das Ausbildungsteilgebiet „Militärische Fitness“ hat als Bindeglied zwischen Sport und Gefechtsdienst eine besondere Bedeutung. Bei diesem 14-tägigen Lehrgang an der Sportschule in Warendorf werden die Teilnehmer mit umfangreichen Kompetenzen ausgestattet. Diese helfen ihnen auch, den einzelnen Soldaten im Blick zu haben. Die künftigen Trainer sollen frühzeitig physische oder psychische Überlastungsanzeichen erkennen können, um eine Überforderung der Soldaten zu vermeiden. Neben diesen präventiven Maßnahmen konzentriert man sich in Warendorf auch auf regenerative und rehabilitative Maßnahme, unter enger Einbindung des Zentrums für Sportmedizin der Bundeswehr.

von Oliver Arning

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