Vor einer Waldkulisse steht das Startgerät vom Waffensystem IRIS-T SLM.
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KategorieAktuelles

Gemeinsam für die Zukunft der ukrainischen Luftverteidigung

Wie kann die künftige Luftverteidigung der Ukraine aussehen? Und wie kann sie kompatibel mit der der NATONorth Atlantic Treaty Organization gemacht werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz in Berlin. Dabei ging es den Teilnehmenden nicht nur um das „Heute“ – sondern auch um die langfristige Perspektive über das Jahr 2030 hinaus. 

Beim letzten Treffen der Ukraine Defence Contact Group, auch bekannt als Ramstein-Format, hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius verkündet, Deutschland und Frankreich würden gemeinsam die Führung einer Koalition zur Stärkung der bodengebundenen ukrainischen Luftverteidigung übernehmen. Am 12. und 13. Dezember 2023 fand nun das erste Treffen dieser Capability Coalition Integrated Air and Missile Defence (CC IAMDCapability Coalition Integrated Air and Missile Defence) statt.

Zielsetzung und Arbeitsstruktur

Die Koalition soll die Bemühungen einzelner Staaten zum Aufbau einer Luftverteidigung für die Ukraine koordinieren – und das nach NATONorth Atlantic Treaty Organization-Standards.

Geleitet wurde die Auftaktkonferenz in der Berliner Julius-Leber-Kaserne von Generalleutnant Lutz Kohlhaus, dem stellvertretenden Inspekteur der deutschen Luftwaffe. Neben Frankreich und Deutschland nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus 20 weiteren Nationen, darunter auch die Ukraine, sowie von NATONorth Atlantic Treaty Organization und EUEuropäische Union teil.

Deutschland und Frankreich bilden als Führungsnationen der Koalition die Schnittstelle zu anderen Capability Coalitions und steuern die Arbeit der einzelnen Arbeitsgruppen. Regelmäßig stattfindende Besprechungen stellen sicher, dass alle beteiligten Nationen über aktuelle Bedarfe informiert sind, Fortschritte erzielt und neue Impulse gesetzt werden.

Erstes Treffen – erste Erfolge

Bei der Auftaktveranstaltung in Berlin wurden bereits erste Maßnahmen angestoßen. Zunächst erfassten die 70 Teilnehmenden die aktuelle Lage in der Ukraine sowie den Status quo der ukrainischen Luftverteidigungskräfte. Sie ermittelten Bedarfe und künftige Anforderungen in den Themenblöcken „Training“, „Systeme“ und „Kommandostruktur“, legten Verantwortlichkeiten fest und koordinierten die Arbeit in den Arbeitsgruppen. 

Dabei hat Deutschland die Führung der Gruppe „Training“, Frankreich die der Gruppe „Kommandostruktur“ und die USA die der Gruppe „Systeme“ übernommen. Innerhalb der Arbeitsgruppen wurden gemeinsam erste Schritte entworfen. Abschließend wurde ein Zielbild der künftigen ukrainischen Luftverteidigung entwickelt und eine Roadmap mit wesentlichen Meilensteinen erstellt.

von Lara Finke

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