Ein Soldat betankt eine Panzerhaubitze 2000 mit Kraftstoff
© Bundeswehr/Torsten Kraatz
KategorieAktuelles

Fahrzeuge des Bundes und Energiewende: Der Mix macht‘s

Gemeinsam haben Verteidigungsministerium und Innenministerium ein Positionspapier zur Nutzung von synthetischen Kraftstoffen vorgelegt. Ambitioniertes Ziel beider Ministerien ist es, die Entwicklung von synthetischen Kraftstoffen zu fördern und so bald wie möglich in der Lage zu sein, sie für die eigenen Fuhrparks zu nutzen.

Im Straßenverkehr sind strombetriebene Fahrzeuge mittlerweile alltäglich. Und so hält Elektromobilität auch immer mehr Einzug in die Fahrzeugflotten vieler Bundesministerien. Nach wie vor müssen aber Einsatz- oder Gefechtsfahrzeuge jederzeit auch in besonderen Lagen für die innere und äußere Sicherheit ausfall- und leistungssicher sowie zuverlässig betrieben werden können.

Batterieelektrische oder Brennstoffzellen-Fahrzeuge werden wegen ihrer zu geringen Leistungsdichte auch in absehbarer Zukunft das geforderte besondere Anforderungsprofil an die Sonderfahrzeugflotten nicht erreichen können.

Verbrennungsmotoren bieten jedoch diese Möglichkeit bei hoher Zuverlässigkeit. Um aber einen angemessenen Beitrag zur Steigerung der Nachhaltigkeit zu leisten, soll künftig für die Fahrzeuge der Bundeswehr, der Bundespolizei oder des Technischen Hilfswerks auf Kraftstoffresilienz durch technische Flexibilität gesetzt werden. So können Effizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit vereint werden.

Männliche Hände tippen auf einer Tastatur

© picture alliance/Westend61

Positionspapier: Notwendigkeit der Nutzung synthetischer Kraftstoffe

Positionspapier zur Notwendigkeit der Nutzung von synthetischen Kraftstoffen als Download.

PDF Herunterladen PDF, nicht barrierefrei, (4,8 MB)

Ein Mix aus fossilen und synthetischen Kraftstoffen soll Panzer, Schiffe und schweres Gerät künftig antreiben. Die synthetischen Kraftstoffe sollen dabei mittels erneuerbarer Energien erzeugt werden. Nach und nach soll der Anteil der künstlich erzeugten Kraftstoffe wachsen und jener der fossilen Brennstoffe abnehmen.

So können Bundeswehr und Bundespolizei ihren Beitrag zur Verlangsamung des Klimawandels leisten, ohne auf die Leistung und die bewährte Technik des Verbrennungsmotors zu verzichten. Hinzu kommt, dass die Fahrzeuge nicht ausgetauscht oder aufwendig umgerüstet werden müssen.

Mit der zukünftigen Nutzung von synthetischen Kraftstoffen werden die Bundeswehr, die Bundespolizei und das Technische Hilfswerk auch weiterhin befähigt sein, ihre hoheitlichen Aufgaben kontinuierlich, ausfallsicher und zuverlässig zu erfüllen. Gleichzeitig wird den gesetzlichen Forderungen der Klimaneutralität, Defossilierung und Nachhaltigkeit entsprochen.
BMVgBundesministerium der Verteidigung zum „Positionspapier synthetische Kraftstoffe“

Bislang werden nachhaltig erzeugte synthetische Kraftstoffe noch nicht industriell hergestellt. Ziel beider Ministerien ist, deren Entwicklung zu fördern und die synthetischen Kraftstoffe schnellstmöglich für die eigenen Fuhrparks nutzbar zu machen.

Denn die Zeit drängt: Schätzungen zufolge werden die globalen Erdölvorräte schon 2065 zur Neige gehen. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen muss daher zwingend reduziert werden.

Das Klimaschutzgesetz schreibt zudem vor, dass die Emissionen von Treibhausgasen bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zum Niveau von 1990 sinken müssen. Bis 2050 will Deutschland sogar komplett klimaneutral sein. Dann sollen Autos, Heizungen und Fabriken ausschließlich mit erneuerbarer, emissionsneutraler Energie betrieben werden.

von Redaktion der Bundeswehr

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