Verteidigungsministerin Lambrecht und Staatssekretär Zimmer stehen nebeneinander.
© Bundeswehr/Torsten Kraatz
KategorieEurodrohne

Eurodrohne: Projekt geht in die nächste Phase

Die Entwicklung der Eurodrohne schreitet weiter voran: Staatssekretär Benedikt Zimmer hat das zweite Durchführungsabkommen für das Projekt gezeichnet.

Am 3. Februar 2022 zeichnete der für Rüstung zuständige Staatssekretär Benedikt Zimmer das zweite Durchführungsabkommen (Implementing Arrangement 2, IA2) zur Eurodrohne. Diese Vereinbarung beinhaltet die Regelungen zur Entwicklungs- und Fertigungsphase einschließlich des Anfangsflugbetriebes. Damit wurde ein großer Schritt nach vorne gemacht.

Verteidigungsministerin Lambrecht steht an einem Tisch und blickt in die Kamera.

Das Projekt Eurodrohne kann Vorbild und Grundstein für weitere prominente Rüstungskooperationen sein

© Bundeswehr/Torsten Kraatz

Seit der Haushaltsausschuss des Bundestages die 25-Millionen-Euro-Vorlage für das Projekt im April 2021 billigend zur Kenntnis genommen hat, mussten noch viele Steine aus dem Weg geräumt werden. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht stand besonders intensiv mit der spanischen Seite im engen Dialog, um beim Thema der spanischen Finanzierungszusage unterstützend tätig zu werden.

„Wir freuen uns als Lead Nation des Programms sehr über diesen Meilenstein“, äußerte sich die Verteidigungsministerin zufrieden. „Das gemeinsame Projekt mit Frankreich, Italien und Spanien ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir in Rüstungsfragen auch immer einen Blick auf europäische Lösungen haben.“ 

Durch die Zeichnung des IA2 durch alle vier Nationen kann nun die Programmentscheidung zwischen den beteiligten Nationen und der Gemeinsamen Organisation für Rüstungskooperation (Organisation Conjointe de Coopération en Matière d’Armement, OCCAROrganisation Conjointe de Coopération en Matière d’Armement) geschlossen werden. Dies geschieht in den kommenden Tagen. Damit ist die OCCAROrganisation Conjointe de Coopération en Matière d’Armement autorisiert, im Namen der Regierungen Verträge zu schließen. Dies wird schon bald erwartet, denn zeitnah soll der Vertrag mit dem Hauptauftragnehmer, der Firma Airbus Defence und Space, gezeichnet werden.

Europäischer Know-how-Aufbau

Das Projekt Eurodrohne, dass Deutschland gemeinsam mit den Nationen Italien, Spanien und Frankreich auf den Weg gebracht hat, ist ein Leuchtturmprojekt für die Anwendung des neuen Europäischen Verteidigungsfonds. Darüber hinaus sichert die Rüstungskooperation das Know-how in der europäischen Spitzentechnologie und stärkt zugleich den europäischen Pfeiler der NATONorth Atlantic Treaty Organization.

Die Eurodrohne soll die Anforderungen der luftgestützten, abbildenden (elektro-optisch/Infrarot/Radar) und signalerfassenden Aufklärung und Überwachung erfüllen. Zudem wird erwartet, dass sie reaktionsschnell und hochpräzise zur Luftnahunterstützung von Bodentruppen zum Einsatz kommen kann.

Ab 2029 sollen die ersten Eurodrohnen ausgeliefert werden. Für die luftgestützte und abbildende Aufklärung und Überwachung wird derzeit das israelische System Heron 1 durch die Luftwaffe genutzt.

von Redaktion der Bundeswehr

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