Leihweise Abgabe von Fahrzeugdurchleuchtungsanlagen an Israel
Deutschland übergibt leihweise zwei Fahrzeugdurchleuchtungsanlagen an Israel
- Veröffentlichungsdatum
Um die Einfuhrkapazitäten von Hilfsgütern in den Gazastreifen zu erhöhen, verleiht das Verteidigungsministerium zwei Fahrzeugdurchleuchtungsanlagen an Israel. Auf Grundlage eines Memorandum of Understanding zwischen Israel, den USA und Deutschland wurden die Cargo-Scanner am 21. August 2026 durch Staatssekretär Nils Hilmer übergeben.
Die heutige Übergabe der LKW-Scanner ist ein konkreter Beitrag Deutschlands für das International Gaza Support Center. Diese Anlage soll einen spürbaren und nachhaltigen Beitrag dazu leisten, die lebenswichtige humanitäre Hilfe für Gaza auszubauen und zugleich die Sicherheitsinteressen Israels zu wahren.
Eine der beiden Fahrzeugdurchleuchtungsanlagen soll voraussichtlich ab September 2026 am Grenzübergang im israelischen Erez eingesetzt werden und so die Wiederöffnung eines direkten Zugangs zum Norden des Gazastreifens realisieren. „Ich freue mich, dass der Staat Israel das Angebot der Bundeswehr angenommen hat und wir heute gemeinsam vor Ort die Anlage in Betrieb nehmen können“, so Staatssekretär Hilmer bei der Übergabe in Erez. Besonderen Dank richtete er an seinen israelischen Kollegen Amir Baram, der sich persönlich um das Projekt gekümmert hatte. Die Bedarfe in Nord-Gaza sind weiterhin besonders hoch. Deutschland möchte mit der Leihgabe einen sichtbaren Beitrag zur Verbesserung der humanitären Situation vor Ort leisten. Die zweite Anlage soll zum Ende des Jahres ihre Arbeit im Hafen der israelischen Stadt Aschdod aufnehmen.
Um die technische Betreuung der Anlage in Erez bis zur Übernahme durch die israelische Industrie zu gewährleisten, werden neben einem privaten Unternehmen auch zwei Bundeswehrangehörige die Systemadministration bis Ende 2026 vor Ort unterstützen. Sie werden dafür zum International Gaza Support Center in Israel (IGSC, früher CMCC) entsandt. Zu den Aufträgen des IGSC zählen unter anderem die Überwachung von Waffenstillständen, die Beseitigung von Kriegslasten und die Koordinierung von humanitären Hilfeleistungen.
von Redaktion der Bundeswehr