Ein deutscher Einsatzsoldat sichert die Umgebung, im Hintergrund ein Dingo
© Bundeswehr/Jana Neumann
KategorieFriedenssicherung

Bundestag verlängert Auslandseinsätze

Die Mehrheit des Deutschen Bundestags hat heute insgesamt vier Auslandseinsätze der Bundeswehr verlängert. Es handelt sich dabei um die Missionen Resolute Support, UNAMIDNations-African Union Hybrid Mission in Darfur, UNMISSUnited Nations Mission in South Sudan und Sea Guardian. Die Mandate, die am 31. März ausgelaufen wären, sind nun jeweils um ein weiteres Jahr verlängert worden.

Verlässlichkeit und Verantwortung


Mit der Verlängerung der Einsätze durch das Parlament leistet die Bundeswehr einen Beitrag zur internationalen Verlässlichkeit Deutschlands. Sie kommt damit auch ihrer Verantwortung für die eigenen Soldatinnen und Soldaten im Hinblick auf die Planungssicherheit bei Einsätzen nach.

Die Mandate im Einzelnen

Resolute Support

Deutschland ist in Afghanistan beim NATONorth Atlantic Treaty Organization-geführten Einsatz Resolute Support der zweitgrößte Truppensteller. Dort geht es um Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte.

Mandatsobergrenze

Die personelle Mandatsobergrenze des Einsatzes war im vergangenen Jahr von 980 auf aktuell 1.300 Soldatinnen und Soldaten erhöht worden. Grund dafür war die Anpassung des NATONorth Atlantic Treaty Organization-Schutzkonzepts für Afghanistan. Diese Obergrenze wird beibehalten.

Um den Raum Kundus erweitert

Weiter war das Einsatzgebiet um den Raum Kundus erweitert worden. Der Grund: Der Auftrag des deutschen Einsatzkontingents, die Beratung des 206. ANAAfghanische Armee Korps, machte mehr und mehr die Präsenz an Ort und Stelle erforderlich. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und soll fortgeführt werden. Das Mandat ist nun bis zum 31. März 2020 verlängert worden.

Zwei Soldaten mit Fernglas bei der Seeraumüberwachung

Mit der Verlängerung des NATONorth Atlantic Treaty Organization-Einsatzes Sea Guardian beteiligt sich die Bundeswehr auch weiterhin an der Überwachung des Mittelmeerraums.

© Bundeswehr/Tom Twardy

UNAMIDNations-African Union Hybrid Mission in Darfur

Bei der gemeinsamen Mission der UNOUnited Nations Organization und der Afrikanischen Union im Sudan lautet der Auftrag: Unterstützung des Darfur-Friedensabkommens. Dabei geht es um die Überwachung des Waffenstillstands zwischen Regierung und Rebellen im Sudan. Die deutsche militärische Beteiligung ist mit einer unveränderten Mandatsobergrenze von bis zu 50 deutschen Soldatinnen und Soldaten bis zum 31.03.2020 verlängert worden.


UNMISSUnited Nations Mission in South Sudan

Die UNUnited Nations-geführte Mission UNMISSUnited Nations Mission in South Sudan dient zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Sicherung von Hilfslieferungen im Südsudan. Weiter gehört es zum Auftrag der Mission, die Menschenrechtssituation im Land zu beobachten. Darüber hinaus unterstützt UNMISSUnited Nations Mission in South Sudan die Umsetzung eines ausgehandelten Waffenstillstandsabkommens. Die Mandatsobergrenze liegt weiterhin bei bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Der Einsatz ist bis zum 31. März 2020 verlängert worden.


Sea Guardian

Die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mission Sea Guardian dient zur Überwachung des Mittelmeerraums mit Schiffen und Flugzeugen. Sea Guardian wurde auf den Weg gebracht, um im Mittelmeerraum Krisenentwicklungen im maritimen Umfeld und maritimen Terrorismus frühzeitig zu erkennen und entgegenwirken zu können.

Umfassendes Lagebild


Die beteiligten Schiffe und Flugzeuge erstellen ein umfassendes Lagebild, um verdächtige Schiffe kontrollieren und durchsuchen zu können. Im vergangenen Jahr haben deutsche Marineschiffe mehr als 230 Tage diese maritime Operation der NATONorth Atlantic Treaty Organization unterstützt. Die personelle Obergrenze liegt weiterhin bei bis zu 650 deutschen Soldatinnen und Soldaten. Der Einsatz ist bis zum 31. März 2020 verlängert worden.

von Jörg Fleischer

Meldungen zur Friedenssicherung

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung