Die Aufklärungsdrohne LUNA steht vor dem Betrachter auf der Abschussrampe.
© Bundeswehr/Ralph Zwilling
Kategorie25-Millionen-Euro-Vorlagen

Aufklärungsdrohne: Bundestag genehmigt 13 neue LUNALuftgestützte, Unbemannte Nahaufklärungsausstattung-Systeme

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 20. September den vierten Änderungsvertrag zur Beschaffung von zwölf Seriensystemen HUSARHocheffizientes, unbemanntes System zur abbildenden Aufklärung in mittlerer Reichweite (Hocheffizientes Unbemanntes System zur abbildenden Aufklärung mittlerer Reichweite) sowie einem Ausbildungssystem genehmigt. HUSARHocheffizientes, unbemanntes System zur abbildenden Aufklärung in mittlerer Reichweite wird industrieseitig auch als LUNALuftgestützte, Unbemannte Nahaufklärungsausstattung NG/B (Luftgestützte Unbemannte Nahaufklärungs-Ausstattung Next Generation/Bundeswehr) bezeichnet. Weiterhin stimmte der Haushaltsausschuss einem Änderungsvertrag zur zeitgerechten Entwicklung neuer Eurofighter-Radare zu.

Die Bundeswehr wird insgesamt 13 neue Systeme HUSARHocheffizientes, unbemanntes System zur abbildenden Aufklärung in mittlerer Reichweite bekommen. Sie werden die sogenannten Kleinfluggeräte Zielortung (KZOKleinfluggerät für Zielortung) ablösen. Beschafft werden zwölf Seriensysteme sowie ein Ausbildungssystem. Sie sollen ab 2025 an die Truppe ausgeliefert werden. Der vierte Änderungsvertrag konkretisiert die Maßnahmen, die sich aus der Übernahme des Beschaffungsvertrages durch die Firma RTP nach der Insolvenz des ursprünglichen Systemherstellers ergaben.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages musste dem Änderungsvertrag zustimmen, insbesondere, weil sich dadurch im Vergleich zu den Altverträgen Mehrkosten ergeben werden. Grundsätzlich müssen alle Beschaffungen über 25 Millionen Euro vom Haushaltsauschuss des Bundestages genehmigt werden. Der Gesamtauftragswert beträgt rund 290,9 Millionen Euro. Aufgrund der bereits geleisteten Zahlungen an den ursprünglichen Auftragnehmer müssen davon noch rund 238,6 Millionen Euro über den Verteidigungshaushalt finanziert werden.


Rechtzeitige Entwicklung neuer Eurofighter-Radare

Mit der Anpassung eines bereits 2020 geschlossenen Vertrages über die deutsch-spanische Entwicklung eines neuen Radars für den Eurofighter soll die planmäßige Ausrüstung der gesamten Flotte ab 2028 abgesichert werden. Alle Eurofighter der Luftwaffe werden mit einem modernen E-Scan-Radar ausgestattet. Die Pilotinnen und Piloten können so Luft-Luft- und Luft-Boden-Ziele besser entdecken und verfolgen. Dies soll auch für mehrere Ziele gleichzeitig und unabhängig voneinander möglich werden. Das neue Radar mit elektronischer Strahlschwenkung wird darüber hinaus schwerer zu stören sein.

Neu bestellte Kampfjets werden direkt mit dem E-Scan-Radar ausgeliefert, denn ab 2025 werden 38 Eurofighter in der Truppe ankommen. Sie ersetzen die zwischen 2003 und 2008 beschafften Jets, deren Überholung technisch nicht mehr gewährleistet werden kann. Bei den restlichen Maschinen werden die Radare dann in den Folgejahren nachgerüstet.

Die für die Vertragsänderung anfallenden 197,7 Millionen Euro werden aus dem regulären Verteidigungsetat finanziert.

von Florian Manthey

Die 25-Millionen-Euro-Vorlagen

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