Ein Stapel Zeitungen
© imago stock&people
KategoriePressemitteilung

Wiederaufnahme Absetzen humanitärer Güter aus der Luft für Gaza

Deutschland beteiligt sich mit der Bundeswehr erneut an der Unterstützung der Zivilbevölkerung in Gaza durch das Absetzen von humanitären Gütern aus der Luft. In den ersten beiden Flügen der Luftwaffe wurden heute 34 Paletten mit insgesamt knapp 14 Tonnen dringend benötigte Nahrungsmittel und medizinische Hilfsgüter abgeworfen, die von der Jordanian Hashemite Charity Organization (JHCO) bereitgestellt werden.

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat nach der Befassung des Sicherheitskabinetts am 28. Juli 2025 der Luftwaffe den Auftrag gegeben, schnellstmöglich die Hilfsflüge aufzunehmen. Zuvor wurden bereits seit Freitag in der Luftwaffe und im Heer umfassende Vorbereitungen angestoßen, um nach der Entscheidung einen schnellstmöglichen Einsatz im Rahmen der multinationalen Luftbrückenoperation sicherzustellen. Der König von Jordanien, Abdullah II., hatte die internationale Gemeinschaft um erneute Unterstützung für eine durch Jordanien koordinierte Luftbrückenoperation gebeten, um die humanitäre Situation der Zivilbevölkerung in Gaza zu verbessern.

Die Zivilbevölkerung benötigt dringend große Mengen an Nahrung, Medikamenten und weitere Hilfsgüter. Zusammen mit den Vereinten Nationen und internationalen Hilfsorganisationen müssen alle verfügbaren Wege und Mittel genutzt und ausgebaut werden, dies betrifft vor allem die Versorgung über den Landweg. 

Dazu Verteidigungsminister Pistorius: 
„In Gaza fehlt es in diesen Tagen vor allem an Nahrung und Medikamenten. Für viele Menschen – auch für viele Kinder - geht es ums nackte Überleben. Deswegen habe ich gemeinsam mit Bundeskanzler Merz und Außenminister Wadephul entschieden, dass wir – wie schon 2024 - dringend benötigte Hilfsgüter über Gaza abwerfen. Die so genannten „Air Drops„ sind anspruchsvoll und erfordern viel Expertise und Erfahrung. Mein Dank geht an unsere Spezialisten von Luftwaffe und Heer, die wieder einmal sofort zur Stelle sind. Klar ist auch: Die Flüge können nur einen sehr kleinen Teil dazu beitragen, um den Betroffenen vor Ort das Allernötigste zur Verfügung zu stellen. Meine Erwartungshaltung ist: Israel muss die umfassende humanitäre Versorgung der seit Monaten in Gaza akut leidenden Menschen sicherstellen. Wir müssen zusammen mit unseren Partnern erreichen, dass umgehend wieder große Mengen an Hilfsgütern und Nahrung die notleidenden Menschen erreichen.“

Außenminister Wadephul unterstreicht: 
„Wir lassen nichts unversucht, um den Menschen in Gaza zu helfen. Angesichts der absolut dramatischen Lage ist das Absetzen von Hilfsgütern über die Luft ein zusätzlicher Weg, dringend benötigte Hilfsgüter schnell zu den Notleidenden zu bekommen. Gleichzeitig arbeiten wir weiter unter Hochdruck daran, den etablierten humanitären Landweg mit den erfahrenen UNUnited Nations-Organisationen wieder aufzubauen, den die Luftabwürfe nicht ersetzen können. Klar bleibt: Nur über den Landweg können Hilfsgüter die Menschen in ausreichender Menge erreichen. Deswegen fordern wir in unseren Gesprächen die israelische Regierung dringend auf, den UNUnited Nations und den internationalen Hilfsorganisationen sicheren Zugang und vor allem auch sichere Verteilung zu ermöglichen.„

Der deutsche Beitrag wird durch zwei A400M Luftfahrzeuge der Luftwaffe und durch Soldaten des Heeres zum Betrieb einer Packstraße für die Abwurflasten gestellt. Der Beitrag stützt sich auf das deutsche Einsatzkontingent Counter Daesh/Capacity Building Iraq in Jordanien ab. Die beiden Luftfahrzeuge, die bereits am Mittwoch aus Wunstorf über Memmingen nach Jordanien verlegt hatten, sind auf der Muwaffaq Salti Air Base in Al Azraq, Jordanien, stationiert.

Bereits vom 13. März bis zum 31. März 2024 hatte sich die Luftwaffe im Rahmen der jordanischen Initiative Solidarity Path Operation zusammen mit weiteren internationalen Partnern an der humanitären Hilfeleistung für Gaza über das Absetzten von Hilfsgütern aus der Luft beteiligt. Insgesamt wurde so in 39 Flügen 316 Tonnen Hilfsgüter abgesetzt. Die Flüge wurden Ende März 2024 aufgrund der Verfügbarkeit leistungsfähigerer Transportwege beendet. Zu weiteren Informationen über eine Abwurf-Operation und die eingesetzten Luftfahrzeuge, verweisen wir unsere auf bundeswehr.de bereitgestellten Informationen.
 

Zurück zur Übersicht

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung