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imago stock&peopleVenezuela: Deutschland steht bereit, um schnell zu helfen
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Die beiden stärksten Beben des Jahres haben Venezuela erschüttert. Das massive Ausmaß der Zerstörung wird stündlich klarer. Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Venezolanerinnen und Venezolanern, sie brauchen nun internationale Unterstützung.
Für Deutschland steht fest: Wir wollen zügig und gezielt Hilfe leisten.
Vor diesem Hintergrund fand heute eine koordinierende Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung im Auswärtigen Amt statt. Die einzelnen Ressorts sind zudem auch in Abstimmungsgesprächen mit den zivilen Hilfs- und Katastrophenschutzorganisationen.
Venezuela hat am heutigen Nachmittag ein internationales Hilfeersuchen nach dem EU-Katastrophenschutzmechanismus gestellt. Auf der Basis der dort eingemeldeten, konkreten Bedarfe werden wir nun – europäisch abgestimmt – unsere Unterstützungsmöglichkeiten prüfen. Dafür stehen Hilfsgüter, wie etwa Wasserfilter, Feldbetten, Zelte oder Generatoren bereit.
Das Auswärtige Amt ist bereits seit der Nacht mit den deutschen Einsatzteams in der Katastrophenhilfe und mit unseren internationalen Partnern in Kontakt. Noch heute brechen Vorab-Teams des THW und der Hilfsorganisationen @fire und I.S.A.R Germany gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Schweiz zur genaueren Lageabklärung in die Region auf. Bereits jetzt sind außerdem viele Rettungsteams aus der Region unterwegs nach Venezuela, mit denen wir uns vor Ort koordinieren.
Sechs Maschinen der Luftwaffe stehen für die Unterstützung bereit
Von diesen sechs taktischen Luftfahrzeugen kann eine Maschine auch in der sogenannten MedEvac-Rolle genutzt werden, um den medizinischen Krankentransport sicherzustellen. Die weiteren fünf Maschinen werden in der Standardkonfiguration für den Transport von Personal und Material bereitgehalten.
Beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Luftfahrzeuge sind einsatzbereit und werden aktuell vorgehalten. Der Verband bereitet sich auch darauf vor, als Logistikhub für zivile Hilfs- und Katastrophenschutzorganisationen, wie DRK und THW zu fungieren und angelieferte Hilfsgüter für den Weitertransport aufzunehmen und anschließend zu verladen.
Zum Beginn eines möglichen Hilfseinsatzes würde das Kontingent des Lufttransportgeschwaders den Kontingentführer, die fliegende Besatzung, und ein kleines Technikteam umfassen. Der A400M kann bis zu 16 Tonnen Material und Personal transportieren. Nach aktuellen Planungen werden die Flüge in die 8200 km entfernte Krisenregion rund 13 Stunden an reiner Flugzeit benötigen. Durch Tankstopps, einem Besatzungstausch und verstärkten Crews kann die Krisenregion ohne Zeitverzug für die schnellstmögliche Lieferung der dringend benötigten Hilfe erreicht werden.