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imago stock&peopleMeilenstein für den Aufwuchs – Neue Unterbringungsplätze in Rekordzeit
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Heute wurden die Rahmenverträge für das sog. „Projekt German Armed Forces – Contractor Augmentation Program (G-CAP) Inland – Stufe 1“ unterzeichnet. Damit lösen wir uns von den herkömmlichen Bau- und Planungsverfahren und setzen für den infrastrukturellen Aufwuchs auf zeitsparende modulare/serielle Bauweise mit standardisierten Gebäudetypen. Wo immer möglich erfolgen dabei Planung, Bau und Wartung aus einer Hand. Ab dem kommenden Jahr wollen wir so rund 63.000 neue Unterkunftsplätze errichten.
Der personelle Aufwuchs der Bundeswehr gelingt nur, wenn auch die Strukturen und die Infrastruktur mitwachsen. Um insbesondere unseren Rekrutinnen und Rekruten des Neuen Wehrdienstes angemessen unterzubringen, muss vor allem die Anzahl der Unterkünfte schnell erhöht werden. Dazu kündigte der Bundesminister der Verteidigung im Oktober 2025 an, dass bereits im Ausland für Feldlager genutzte „G-CAP“-Modell ins Inland zu übertragen.
Die nun geschlossenen Rahmenverträge umfassen rund 300 Gebäude – von standardisierten Kompaniegebäuden mit vorgeplanten Unterkunft- und Funktionsbereichen, über Lehrsäle bis hin zu Waffenkammern – in rund 130 Liegenschaften. Damit wird es in kurzer Zeit möglich sein, neben den ebenfalls dringend benötigten Funktionsgebäuden, insgesamt rund 63.000 Unterkunftsplätze zu schaffen. Diese teilen sich auf in 54.000 Betten für Wehrdienstleistende und 9.000 Betten für Ausbilderinnen und Ausbilder.
Neben den für den Bau zuständigen Bauverwaltungen des Bundes und der Länder ist die Bundeswehr selbst berechtigt, aus den Rahmenverträgen abzurufen.
Durch diese Abkehr von langwierigen Bau- und Planungsverfahren werden wir deutlich schneller: Die ersten Abrufe sollen bereits Anfang September dieses Jahres erfolgen. Geplant ist, dass bereits zum Ende des ersten Halbjahres 2027 insgesamt 14 Gebäude fertiggestellt sein werden.
Das Projekt G-CAP Inland Stufe 1 schafft die wichtigen infrastrukturellen Voraussetzungen für den schnellen Aufwuchs der Streitkräfte. Gleichwohl ist es nur der Auftakt für eine deutlich beschleunigte Infrastrukturbereitstellung. Im Rahmen eines noch umfangreicheren Projekts – das sog. G-CAP Inland - Stufe 2 – sollen zukünftig ganze Liegenschaften in modularer/serieller Bauweise entstehen und die Errichtung schnell, bürokratie- und planungsarm durch Rahmenverträge möglich sein („Kasernenbau am Fließband“). In dieser zweiten Stufe sollen dann zum Beispiel auch Verpflegungseinrichtungen, Sportanlagen, Sanitätseinrichtungen sowie technische Bereiche und Betreuungseinrichtungen abrufbar sein. Durch diese breite Palette können in kürzester Zeit vollausgestattete neue Liegenschaften entstehen oder vorhandene Liegenschaften bedarfsbezogen durch Einzelbausteine ergänzt werden.
Bereits jetzt gehen wir neue Wege. Bis die feste Infrastruktur über G-CAP Inland Stufe 1 zur Verfügung steht, nutzen wir das sog. „Sonderprogramm Infrastrukturbedarf Personalgewinnungsorganisation“ (SIPGO). Dieses ermöglicht es uns, bis Ende September 2026 insgesamt rund 8.600 zusätzliche Unterkunftsplätze in containerbasierten Gebäuden der Truppe zur Verfügung zu stellen. Dafür werden aktuell insgesamt ca. 4.800 Unterkunftscontainer in 32 Liegenschaften bundesweit bereitgestellt. Mit Vertretern des Bundesministeriums der Verteidigung, des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, des Bundesamts für das Personalmanagement der Bundeswehr sowie regionalen und kommunalen Vertreterinnen und Vertretern wurde gestern am Standort Gerolstein dieser Erfolg im Rahmen einer großen Baufeier gewürdigt.