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KategoriePressemitteilung

Erklärung BMVgBundesministerium der Verteidigung zu Pressemeldungen Schützenpanzer PUMA

In vereinzelten Medienberichten wird aktuell dargestellt, dass die am 14.12.2022 durch den Haushaltsausschuss bestätigte Nachrüstung des Schützenpanzers (SPz) PUMA trotz der Warnungen des Bundesrechnungshofes und entgegen eines besseren Kenntnisstandes durch das BMVgBundesministerium der Verteidigung empfohlen wurde.

Hierzu erklärt das Bundesministerium der Verteidigung:

• Wir haben die Bemerkungen des Bundesrechnungshofs 2022 zur Kenntnis genommen und nehmen jede Bemerkung sehr ernst. Derartige Bemerkungen fließen regelmäßig in die Entscheidungsprozesse im Bundesministerium der Verteidigung mit ein.

• Aufgrund der vielfältigen Einsatzprüfungen, Feldtests, Zertifizierungen und Übungen haben alle Beteiligten (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, Nutzer und Industrie) zusätzlich umfangreiche und wertvolle Erfahrungen aus der Praxis gewonnen, insbesondere unter realistischen und einsatznahen Bedingungen.

• Der Inspekteur des Heeres bestätigte die taktische Gefechtstauglichkeit des PUMA im Februar 2021. In der Erprobungsphase (März bis Juni 2022) gewann die Truppe weitere Erkenntnisse zu den bereits realisierten Fähigkeiten.

• Die Ergebnisse des Übungsdurchganges im September 2022 im Schießübungszentrum des Heeres verdeutlichten die hohe Verlässlichkeit sowohl aus Sicht des Nutzers als auch des militärischen Instandsetzungspersonals. Diese Ergebnisse sind nicht zuletzt deshalb besonders aussagekräftig, weil die Systeme vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage mit hoher Intensität betrieben werden.

• Die Ministerin hatte bis Jahresende eine Analyse beauftragt. Das konsolidierte Ergebnis bleibt abzuwarten.

• Die Entscheidung zur Aussetzung für die Nachrüstung des 1. Loses sowie eine mögliche Beschaffung eines 2. Loses hat bis auf Weiteres Bestand.

Es gilt als Maßstab:

Der PUMA muss sich auch jenseits der aktuellen Reparaturen als stabil erweisen.

Die Truppe muss sich darauf verlassen können, dass Waffensysteme auch im Gefecht
robust und verlässlich sind.

Nur unter diesen Voraussetzungen hat das System PUMA eine Zukunft in der
Bundeswehr.

Zitate Verteidigungsministerin und Fakten:

„Wenn ich weitere Pumas bestellen oder die vorhandenen modernisieren soll, muss gewährleistet sein, dass diese einsatzbereit sind und zuverlässig funktionieren. Neue Pumas werde ich erst dann bestellen, wenn diese Bedingungen erfüllt sind. Deswegen habe ich jetzt auch die Nachrüstung gestoppt.“

(Verteidigungsministerin WamS vom 25. Dezember 2022)


„Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder Schwierigkeiten mit dem Puma. Ich habe der Industrie klargemacht: Wenn die Bundeswehr weiter auf diesen Schützenpanzer setzen soll, dann müssen die technischen Probleme schleunigst beseitigt werden. Die Industrie will das in wenigen Wochen erledigen. Darüber hinaus – und das ist das viel wichtigere – brauche ich eine klare Perspektive, dass das System in Zukunft verlässlich für die Landes- und Bündnisverteidigung eingesetzt werden kann. Die Truppe benötigt robuste und standfeste Ausrüstung, die auch unter rauen Einsatzbedingungen zuverlässig funktioniert.“

(Verteidigungsministerin WamS vom 25. Dezember 2022)

Die Bundeswehr verfügt über einen Buchbestand von 350 Schützenpanzern PUMA, 42 davon in der Konfiguration VJTFVery High Readiness Joint Task Force .


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