Ināra Mūrniece, Boris Pistorius, Hanno Pevkur und Vertreter der DIEHL Defence stehen gemeinsam vor dem System IRIS-T SLM
© Bundeswehr/Norman Jankowski
KategorieRüstung

Verträge unterzeichnet: Deutschland, Estland und Lettland beschaffen IRIS-T SLM Infra Red Imaging System Tail Surface Launched Medium Range

Die Verteidigungsminister Deutschlands und Estlands, Boris Pistorius und Hanno Pevkur, sowie Ināra Mūrniece, die Verteidigungsministerin Lettlands, haben sich am 11. September in Röthenbach an der Pegnitz getroffen. Dort wurden die Beschaffungsverträge zum bodengebundenen Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM Infra Red Imaging System Tail Surface Launched Medium Range unterschrieben.

Das bodengebundene Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM Infra Red Imaging System Tail Surface Launched Medium Range (Infra Red Imaging System – Tail/Trust Vector Controlled, Surface Launched Medium Range) besteht aus den Komponenten Gefechtsstand, Radargerät und Startgeräten zum Verschießen von Lenkflugkörpern. Das System des sogenannten Nahbereichsschutzes ist auf die Abwehr von Bedrohungen durch gegnerische Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper oder Drohnen auf eine Distanz bis zu 40 Kilometern ausgelegt. 

Die hohe taktische Mobilität, die Dislozierbarkeit der Startgeräte, die Mehrfachzielbekämpfung sowie der geringe Personalaufwand sind weitere Merkmale des hochmodernen Waffensystems. Das Unternehmen Diehl Defence ist Generalunternehmer und Systemintegrator. Partner sind Hensoldt (Radar) und Airbus (Gefechtsstand-Software).

Interoperabilität gegeben

Er freue sich sehr über die Beschaffung von IRIS-T SLM Infra Red Imaging System Tail Surface Launched Medium Range durch die baltischen Länder Estland und Lettland, betonte Verteidigungsminister Boris Pistorius. Die europäische Luftverteidigung und damit insgesamt die Fähigkeiten in der Landes- und Bündnisverteidigung würden signifikant gestärkt. Die Beschaffung des Systems markiere den nächsten Schritt der European Sky Shield Initiative (ESSIEuropean Sky Shield Initiative), der sich weitere Nationen anschließen können, betonte der Minister. So entstehen wichtige Synergie- und Skaleneffekte. IRIS-T SLM Infra Red Imaging System Tail Surface Launched Medium Range gilt als voll kompatibel mit der integrierten Luftverteidigungsarchitektur der NATONorth Atlantic Treaty Organization.

Erfolgreicher Einsatz in der Ukraine

Im Juni hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages für die Beschaffung von sechs Feuereinheiten IRIS-T SLM Infra Red Imaging System Tail Surface Launched Medium Range für die Bundeswehr grünes Licht gegeben. Der Luftwaffe ist das System bereits durch das Training ukrainischer Soldaten bekannt. Deutschland hat bisher zwei Feuereinheiten an die Ukraine übergeben. Von dort wird dem System eine hervorragende Leistungsfähigkeit unter Gefechtsbedingungen bescheinigt, sprich, die Trefferquote soll beeindruckend hoch sein. Im trilateralen Gespräch am Rande der Zeichnungszeremonie vereinbarte der deutsche Verteidigungsminister mit seiner lettischen Amtskollegin und seinem estnischen Amtskollegen, in der Nutzung von IRIS-T SLM Infra Red Imaging System Tail Surface Launched Medium Range intensiv zu kooperieren.

European Sky Shield Initiative (ESSIEuropean Sky Shield Initiative)
Unter dem Dach der ESSIEuropean Sky Shield Initiative haben sich bisher 19 europäische Staaten zur Stärkung der gemeinsamen Luftverteidigung zusammengeschlossen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat gezeigt hat, wie wichtig eine leistungsfähige Luftverteidigung ist. Daher will sich die Gemeinschaft besser gegen Angriffe durch Geschosse, Flugkörper oder Luftfahrzeuge wappnen. Am 13. Oktober 2022 haben 15 Nationen im Brüsseler Hauptquartier der NATONorth Atlantic Treaty Organization das Abkommen zur ESSIEuropean Sky Shield Initiative unterzeichnet. Seitdem haben sich vier weitere Nationen angeschlossen. Die Initiative steht weiteren interessierten Staaten offen.

von Johannes Friedemann

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