Verteidigungsminister Pistorius steht vor einem Mikrofon, hinter ihm ein getarnter Panzer und ein Soldat.
© Bundeswehr/Tom Twardy
KategorieBundeswehr

Neuer Verteidigungsminister Pistorius besucht erstmals die Truppe

Sein Antrittsbesuch bei der Truppe führte den neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius auf den Truppenübungsplatz Altengrabow. Das Logistikbataillon 171 aus Burg übte dort mit seinen Handwaffen. Auch das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach schoss scharf – und zwar mit dem Schützenpanzer Puma. 

Zum einen wollte Pistorius einen Einblick in die Schieß- und Gefechtsausbildung bei der Bundeswehr gewinnen, zum anderen ging es für den Minister auch darum, den Soldatinnen und Soldaten im persönlichen Gespräch näherzukommen. „Ich will die Truppe treffen und wissen, wie es den Soldatinnen und Soldaten geht“, sagte der Verteidigungsminister am Donnerstagmorgen, nachdem er kurz nach acht Uhr vom Kommandanten des Übungsplatzes begrüßt worden war.

Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius schaut lächelnd für eine Portraitaufnahme in die Kamera.
Ich bin froh, bei der Truppe zu sein. Es ist ein gutes Gefühl, mit den Soldatinnen und Soldaten sprechen zu können. Das ist auch der Grund für diesen ersten Truppenbesuch – und ich kann sagen, es wird mit Sicherheit nicht der letzte sein.
Verteidigungsminister Boris Pistorius am 26. Januar auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow Bundeswehr/Norman Jankowski

Auch Logistiker können schießen

Anschließend ging es mit den sehr zahlreich angereisten Pressevertretern bei Temperaturen um den Gefrierpunkt direkt hinaus auf die Schießbahn 18 des Truppenübungsplatzes. Dort übte ein Zug der 2. Kompanie des Logistikbataillons 171 aus Burg mit seinen Handwaffen – der Pistole P8 und dem Sturmgewehr G36. Das Bataillon ist Teil der schnellen Eingreiftruppe Very High Readiness Joint Task Force (Land) (VJTFVery High Readiness Joint Task Force ) und für die Versorgung zuständig.

Sein erster Besuch bei der Truppe führte den Verteidigungsminister auf den Truppenübungsplatz Altengrabow. Pistorius überzeugte sich von der Treffsicherheit der Soldatinnen und Soldaten und trat hinterher vor die Kameras.

Panzergrenadiere lassen es krachen

Anschließend ging es weiter auf die Schießbahn 1, wo ein Zug des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach den scharfen Schuss mit seinen Gefechtsfahrzeugen trainierte. In voller Fahrt donnerten vier Schützenpanzer Puma über die Schießbahn und setzten ihre Geschosse ins Ziel. Im Schutz einer Nebelwand verließen die Grenadiere ihre  Fahrzeuge und gingen zum abgesessenen Angriff über.    

Verteidigungsminister Pistorius schaute sich das Ganze aufmerksam an – schließlich musste der Puma zuletzt aus dem VJTFVery High Readiness Joint Task Force -Einsatz genommen werden, nachdem bei einer anderen Übung eine Reihe der Schützenpanzer mit technischen Problemen ausgefallen war. Das Panzergrenadierbataillon 122 ist noch mit einer älteren Variante des Pumas ausgestattet – und traf auf dem Truppenübungsplatz konsequent ins Schwarze.  

Das Fazit des Verteidigungsministers fiel entsprechend positiv aus. „Ich nehme an, Sie sind genauso angetan wie ich von dem, was wir hier gesehen haben“, sagte Pistorius vor den Journalistinnen und Journalisten. „Ich sehe hoch motivierte, hoch engagierte Soldatinnen und Soldaten, die für das stehen, wofür auch die Bundeswehr insgesamt steht: nämlich hohe Einsatzbereitschaft und hohe Einsatzfreude.“ Es sei die Aufgabe der Politik und seine Aufgabe als Verteidigungsminister, dafür zu sorgen, dass die Soldatinnen und Soldaten ihren Job unter bestmöglichen Bedingungen erledigen könnten. „Wir sind mitten angekommen in der Zeitenwende und jetzt geht es darum, die eben auch in der Truppe ankommen zu lassen.“

Truppenübungsplatz soll modernisiert werden

Pistorius verschaffte sich bei seinem Besuch in Altengrabow auch einen Eindruck vom Zustand der Liegenschaft und ihrer Gebäude. Wegen seiner zentralen Lage mitten in Deutschland soll der Truppenübungsplatz künftig für die Unterbringung und Versorgung befreundeter Truppen im Rahmen des Host Nation Support der NATONorth Atlantic Treaty Organization genutzt werden.

Für diese Vorhaben will das Verteidigungsministerium viel Geld in die Hand nehmen. Rund 180 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren für den Bau von neuen Unterkunfts- und Funktionsgebäuden sowie für die Modernisierung der Schießbahnen und Übungsanlagen auf dem Gelände aufgewandt werden.
 

 Der Truppenübungsplatz Altengrabow

Den rund 90 Quadratkilometer großen Truppenübungsplatz Altengrabow im Jerichower Land gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts. Im Ersten Weltkrieg wurden hier Truppen für den Fronteinsatz vorbereitet. Im Zweiten Weltkrieg entstand auf dem Gelände ein Lager für 55.000 Kriegsgefangene, die Zwangsarbeit leisten mussten. Nach 1945 wurden Verbände der Roten Armee in Altengrabow stationiert. Im Besitz der Bundeswehr befindet sich der Truppenübungsplatz seit 1994. Er wird für die Schieß- und Gefechtsausbildung bei Tag und bei Nacht genutzt. Wie die Truppenübungsplätze Klietz, Jägerbrück, Lehnin und Oberlausitz wird Altengrabow von der Truppenübungsplatzkommandantur Ost verwaltet.

von Timo Kather

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