So hilft Deutschland der Ukraine im Abwehrkampf
Waffen, Gerät, Munition und Ringtausche: ein Überblick über die deutsche Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen Russland.
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NSATU steht für NATO Security Assistance and Training for Ukraine. In dem neuen in Wiesbaden angesiedelten Stab sollen die Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine koordiniert werden. Deutschland beteiligt sich in großem Umfang mit Personal. Am 14. Oktober 2024 verschaffte sich der deutsche Verteidigungsminister einen Überblick vor Ort.
Mit diesem Stab für Sicherheitsunterstützung und Ausbildung für die Ukraine wird die NATO künftig eine stärkere koordinierende Rolle bei der Ukraine-Unterstützung einnehmen. Vom US-Stützpunkt in Wiesbaden aus werden ab Ende 2024 Waffenlieferungen und Ausbildungsaktivitäten für die ukrainischen Streitkräfte koordiniert.
Bei seinem Besuch im Hauptquartier in der Lucius D. Clay Kaserne in Wiesbaden sammelte Verteidigungsminister Boris Pistorius persönliche Eindrücke über den aktuellen Stand des Projekts. Bei der Gelegenheit tauschte er sich unter anderem mit dem Kommandeur der Security Assistance Group Ukraine (SAG-U), dem US-Amerikaner Lieutenant General Curtis A. Buzzard, sowie NATO-Generalsekretär Mark Rutte aus. Der Niederländer hatte am 1. Oktober das Amt von Jens Stoltenberg übernommen. Im Fokus der Gespräche stand die Personallage bei NSATU.
Mit 47 Dienstposten stellt Deutschland den Großteil des Personals für den Stab und unterstreicht damit, welche Bedeutung es der erfolgreichen Aufstellung von NSATU beimisst. Deutschland und Großbritannien stellen abwechselnd den stellvertretenden Kommandeur. Den Anfang macht der deutsche Generalmajor Hartmut Renk.
Neben Deutschland und Großbritannien beteiligen sich auch die USA und Kanada in großem Umfang. Weiteres Personal stellen unter anderem Rumänien, Polen, die Türkei, Schweden und Frankreich sowie die zwei Nicht-NATO-Mitgliedstaaten Australien und Neuseeland. Pistorius appellierte in Wiesbaden an die anderen Alliierten und rief zu einer größeren personellen Beteiligung auf.
von Lara Finke