Transatlantische Sicherheit stärken: Pistorius in den USA
Vom 15. bis 18. September 2026 reist der Minister in die Vereinigten Staaten. Er trifft seinen US-Amtskollegen und den UN-Generalsekretär.
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Der erste F-35A-Kampfjet ist offiziell der Bundeswehr übergeben. Verteidigungsminister Pistorius sprach vom Beginn einer „neuen Ära“ für die Luftwaffe. Er nahm die F-35A beim Flugzeugbauer Lockheed Martin in Texas in Empfang. Insgesamt soll die Bundeswehr 35 der Kampfjets bis 2029 erhalten.
Der erste F-35A-Kampfjet des US-Flugzeugbauers Lockheed Martin ist am Freitag offiziell der Bundeswehr übergeben worden. „Dieser Moment ist mehr als die Übergabe eines innovativen Flugzeugs“, sagte Verteidigungsminister Pistorius bei der Übergabezeremonie in Fort Worth. „Es ist der lebende Beweis für die Kraft transatlantischer Partnerschaft und erfolgreicher Kooperation zwischen Deutschland und den USA“. Mit der F-35A als „modernstem Kampfflugzeug der Welt“ beginne für die Luftwaffe „eine neue Ära“, so der Verteidigungsminister.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine habe die transatlantische Sicherheit radikal verändert. Das Schicksal der Ukraine sei fundamental für die europäische Sicherheit und die weltweite politische Stabilität. Russland besitze das weltweit größte Arsenal an Atomwaffen und dehne seinen weltweiten Einfluss aus, sagte Pistorius.
„Deutschland hat den Weckruf gehört“, so der Minister. Die Bundesrepublik habe daher unter anderem die Ausgaben für Verteidigung erhöht, den neuen Wehrdienst eingeführt und die Bundeswehr unter anderem durch neue Beschaffungen insgesamt modernisiert. Mit der Panzerbrigade 45 in Litauen schütze Deutschland die NATO-Ostflanke. Gleichzeitig sei Deutschland der größte Unterstützer der Ukraine. So gebe die Bundesrepublik das Tempo in Europa vor – in enger Abstimmung mit europäischen und US-amerikanischen Verbündeten.
Der US-Konzern Lockheed Martin baut die F-35A. Rheinmetall fertig die Rumpfmittelteile. „Damit holen wir Know-How und industrielle Wertschöpfung nach Deutschland“, betonte Pistorius. „Zugleich sind wir auch Teil der globalen Lieferkette“.
Wegen ihrer besonderen Fähigkeiten sei die F-35A „Sensor und Schaltzentrale im Luftkrieg von morgen“, erklärte Pistorius in Fort Worth. Dazu gehöre das Erfassen großer Datenmengen in Echtzeit, um ein Lagebild für so genannte Multi-Domain-Operations (MDO) über mehrere militärische Dimensionen hinweg zu erhalten.
Die Vielfalt der Fähigkeiten der Kampfjets betonte auch der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Holger Neumann, bei der Übergabe in Texas: „Die erste F-35A wird unsere Art zu trainieren, zu handeln und zu kämpfen entscheidend verändern“.
Die F35-A kann zudem mit unbenannten Luftfahrzeugen zusammenwirken (Manned-Unmanned-Teaming). „All diese Fähigkeiten zusammen machen die F-35A für mich zu einem äußerst überzeugenden Gesamtpaket“, so Verteidigungsminister Pistorius. „Das ist innovative und hochmoderne Beschaffung in kürzester Zeit“.
Die F-35A-Flotte soll auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel stationiert werden. Dafür muss die Infrastruktur des NATO-Flugplatzes angepasst werden – unter anderem für die Wartung und Instandsetzung der modernen Jets. Hohe Sicherheitsauflagen müssen erfüllt und Abläufe digitalisiert werden.
Ein Prozess, der üblicherweise mehrere Jahre dauert. „Diese Zeit haben wir nicht“, so Pistorius. Das sei von Beginn an klar gewesen. Ein neues Verfahren mit paralleler Planung und Umsetzung habe die planmäßige Fertigstellung ermöglicht: 2027 werde die Infrastruktur für den Flugbetrieb stehen. Dafür seien rund zwei Milliarden Euro investiert worden. „Angesichts der Bedrohungslage ist dies notwendig“, betonte Pistorius bei der Übergabe des F-35A in Fort Worth.
Insgesamt erhält die Luftwaffe 35 F-35A, das wurde 2022 entschieden. Die ersten Kampfjets werden in diesem Jahr ausgeliefert. Zwischen Auftrag und Übernahme der ersten F-35A lagen somit lediglich vier Jahre. Sie bleiben zunächst in den USA, für die Ausbildung deutscher Pilotinnen und Piloten. Die volle Einsatzbereitschaft soll die Bundeswehr 2029 erreichen. Damit biete die F-35A eine entscheidende Schlüsselfähigkeit für die Luftwaffe und das ganze NATO-Bündnis, betonte Pistorius.
„Mit 19 anderen Nationen leben wir transatlantische Zusammenarbeit und setzen auf gemeinsame Standards, Technik und Verfahren.“ Diese Interoperabilität, also die Möglichkeit des Zusammenwirkens, eröffne viele Möglichkeiten bei Ausbildung, Übung und Einsatz, so der Minister. Das „macht uns zusammen stärker.“
| Die F35-A ist der modernste Kampfjet der Welt. Das Modell verfügt über hochentwickelte Fähigkeiten zur elektronischen Kampfführung. Gegnerische Sensoren können die F35-A schwer orten. Wegen ihrer Tarneigenschaften (Stealth) können Gegner sie höchstens auf kurze Entfernung entdecken. Dafür sorgen die Form, innenliegende Waffenschächte und eine spezielle Oberfläche des Flugzeugs. Es bietet zudem Deep-Precision-Strike-Fähigkeiten, um mehrere hundert Kilometer entfernte gegnerische Ziele zu erreichen. |
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von Redaktion der Bundeswehr