Mehrere Schützenpanzer Mader stehen auf Eisenbahnwaggons und sind mit Ketten verzurrt.
© Bundeswehr/Carl Schulze
KategorieAktuelles

So funktioniert der geplante Ringtausch zur Unterstützung der Ukraine

NATONorth Atlantic Treaty Organization-Länder wie etwa Slowenien haben noch Waffen und Gerät des ehemaligen Warschauer Paktes. Dieses liefern sie an die Ukraine und erhalten dafür von Deutschland Waffensysteme der Bundeswehr als Ersatz. So soll gewährleistet werden, dass die Ukraine dringend benötigte Waffen bald erhält und schnell einsetzen kann.

„Die Ukraine braucht Waffen und Gerät, das ohne weitere zeitraubende Ausbildung und mit minimalen Friktionen in das logistische System aufgenommen werden kann“, erklärt Generalleutnant Kai Rohrschneider, Abteilungsleiter Führung Streitkräfte im Verteidigungsministerium. „Wir sollten durch unsere Lieferungen die logistischen Probleme der Ukraine nicht vergrößern.“

Ertüchtigung von NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partnern

Die Bundeswehr verfüge aktuell über kein Gerät, das diese Anforderungen erfülle. Das gebe es aber bei NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partnern: Viele ost- und südosteuropäische NATONorth Atlantic Treaty Organization-Länder besitzen noch Waffen und Gerät sowjetischer Bauart aus der Zeit des Warschauer Paktes, wie etwa Kampfpanzer vom Typ T-72 oder Schützenpanzer BMP (russ: Bojewaja Maschina Pechoty für Gepanzertes Infanteriefahrzeug). Diese können von ukrainischen Soldatinnen und Soldaten direkt eingesetzt und auch logistisch versorgt werden, da die ukrainische Armee gleiche oder ähnliche Modelle nutzt.

Als Ersatz für die gelieferten Waffensysteme sollen die Partnerländer dann Waffensysteme erhalten, die von der Bundeswehr eingesetzt werden. Zusätzlich sollen ihre Soldaten durch die Bundeswehr in der Bedienung und Wartung dieser Waffen geschult werden. 

Zeitfaktor ist entscheidend

„Wenn wir Gerät ersetzen, das NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner abgeben, geht das nicht sofort“, so Rohrschneider. Bis etwa ein Bataillon Panzergrenadiere mit Schützenpanzer Marder ertüchtigt sei, also ausgebildet, ausgerüstet und mit der nötigen Logistik versehen, müsse man von rund neun Monaten ausgehen. „Wir werden nur abgeben, was der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr nicht schadet“, bekräftigt der General. Das seien etwa Fahrzeuge, die zur Umrüstung oder Wartung in der Industrie seien.

von Björn Lenz

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