Das Gewehr G95 freigestellt in Seitenansicht
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Kategorie25-Millionen-Euro-Vorlagen

Parlament genehmigt weitere Sturmgewehre G95, Sprechsätze und Geländefahrzeuge

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat den Kauf weiterer Sturmgewehre G95 sowie zugehöriger Laserlichtmodule gebilligt. Alle Soldatinnen und Soldaten werden künftig mit der neuen Waffe ausgestattet. Zudem können weitere Sprechsätze mit integriertem Gehörschutz sowie Geländefahrzeuge und Sattelauflieger beschafft werden.

Das G95 wird das neue Standardgewehr der Bundeswehr. Nach umfangreichen Erprobungen steht fest, dass das Modell HK416A8 von Heckler & Koch als G95 in die Truppe eingeführt wird und das G36 als Sturmgewehr ersetzen wird. Als „System Sturmgewehr“ gehören zur Ausrüstung des G95 auch ein Hauptkampfvisier mit Reflexvisier und ein Laserlichtmodul.

Der Haushaltsausschuss hatte Ende 2022 die Beschaffung von knapp 120.000 Sturmgewehren G95 genehmigt. Der neue Beschluss ermöglicht nun den Kauf weiterer Exemplare, um die gesamte Truppe schnellstmöglich mit dem neuen Sturmgewehr auszurüsten. In seiner Sitzung genehmigte der Haushaltsausschuss auch die Beschaffung der zugehörigen Laserlichtmodule. In Verbindung mit Nachtsichtbrillen ist somit die Verwendung des G95 bei Dunkelheit möglich. Ohne Nachtsichtbrillen eingesetzt, bietet das Laserlichtmodul des G95 auch bei eingeschränkter Sicht zahlreiche Vorteile.

Mehr Schutz: Beschaffung zusätzlicher Sprechsätze

Außerdem hat der Ausschuss dem Kauf von weiteren Sprechsätzen mit integriertem Gehörschutz zugestimmt. Aus einem bestehenden Rahmenvertrag können nun weitere Systeme bestellt werden, die ab dem nächsten Jahr geliefert werden. Die Sprechsätze sind kompatibel mit anderen Ausrüstungsbestandteilen wie zum Beispiel dem Gefechtshelm und minimieren die Gefahr einer dauerhaften Gehörschädigung. Gleichzeitig ermöglichen sie die Kommunikation unter Gefechtsbedingungen und lassen die Wahrnehmung von Umweltgeräuschen zu. Insofern sind die Sprechsätze vor allem für infanteristische Einsatzszenarien geeignet.

Wolf-Beschaffung: Weitere Geländefahrzeuge

Mit Beschluss des Haushaltsausschusses können aus einem bestehenden Vertrag weitere Fahrzeuge des Typs LkwLastkraftwagen mil gl le in den Varianten „Führungsfahrzeug“ und „Feldjägerfahrzeug“ beschafft werden. Sie sollen zwischen 2026 und 2027 geliefert werden. Sie dienen dem Transport von Personal sowie Material und besitzen hervorragende Fahreigenschaften in schwierigem Gelände. Die Fahrzeuge sind vorbereitet für die Aufnahme von Gerätesätzen des Systems Digitalisierung Landbasierte Operationen.

Auflieger für Schwerlasttransporte

Mit der Änderung einer Rahmenvereinbarung für militärische Sattelanhänger 70t kann die Bundeswehr nun weitere Sattelanhänger bestellen. Der Ausschuss hat der Vertragsanpassung zugestimmt und gleichzeitig die Bestellung der ersten Sattelanhänger gebilligt. Die Auflieger ermöglichen mit den entsprechenden Sattelzugmaschinen den militärischen Schwerlasttransport von Großgerät wie zum Beispiel Kampfpanzern Leopard 2 und anderen Rad- und Kettenfahrzeugen oder Containern. Die Sattelanhänger können auch unter ungünstigen Umweltbedingungen, bei mangelhafter Verkehrsinfrastruktur und im leichten Gelände eingesetzt werden. Sie sind hinsichtlich Funktionalität, Bedienbarkeit und Schnittstellen auf die bereits eingeführten Sattelzugmaschinen Mammut abgestimmt und sollen ab 2026 geliefert werden.

von Florian Manthey 

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