Von der Leyen sitzt auf der Tribüne zwischen einem Sportler und einer Frau
© Bundeswehr/Sebastian Wilke
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Ministerin will Invictus Games nach Deutschland holen

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Sportlerinnen und Sportler der Bundeswehr bei den Invictus Games 2018 in Sydney besucht. Die internationalen Sportwettkämpfe von Soldatinnen und Soldaten, die einen Unfall hatten oder im Einsatz geschädigt wurden, finden aktuell in der australischen Metropole statt.

Ein „phantastisches Sonnensignal“

Bei ihrem Besuch am Donnerstag sagte die Ministerin, sie wolle sich dafür engagieren, dass auch Deutschland eines Tages Austragungsort der Invictus Games werde. Das wäre, wie Ursula von der Leyen sagte, „ein phantastisches Sonnensignal für unsere Truppe“. Sie habe mit dem Vorsitzenden des Organisationskomitees der diesjährigen Invictus Games gesprochen. Sie sei mit ihrem Vorschlag auf offene Ohren gestoßen. Die Ministerin betonte die Strahlkraft, die die Invictus Games auf die Gesellschaften der teilnehmenden Staaten hätten.

Von der Leyen beobachtet klatschend ein Rollstuhlrennen

Die Ministerin besucht die Wettkämpfe.

© Bundeswehr/Sebastian Wilke

20 Sportlerinnen und Sportler der Bundeswehr

20 Sportlerinnen und Sportler der Bundeswehr nehmen derzeit an den Invictus Games in Sydney teil. Darunter 45 Freunde, Partner oder Angehörige, die „Friends and Families“, begleiten sie. Dazu 13 ausgebildete Betreuer. Die deutschen Soldatinnen und Soldaten starten in sieben Disziplinen: Bogenschießen, Leichtathletik, Radfahren, Sitzvolleyball, Schwimmen, Rudern und in der Jaguar Kand Land Rover Driving Challenge. Mehr als 500 Teilnehmer aus 18 Nationen messen sich in 11 Sportarten.

Das Ziel lautet: persönliche Bestleistung erreichen

In Sydney geht es für die deutschen Akteure nicht vorrangig um Medaillen. Der Sport ist ihnen vielmehr zur Motivation geworden, nach einem Schicksalsschlag wieder ins Leben zurück zu finden. Sport als ein Weg, nach einem Unfall oder einer Verwundung im Einsatz wieder aktiv zu werden, wieder zu neuem Selbstvertrauen zu gelangen. Alle deutschen Wettkampfteilnehmer üben ihren Dienst wieder aus. Ihr Ziel ist es, bei den Invictus Games ihre persönliche Bestleistung zu erbringen.

„Das ist eine Belohnung für mich“

So etwa Oberstabsfeldwebel Meik Briest (53). Er wurde 1999 im Kosovo bei der Explosion eines Sprengsatzes schwer verletzt. Sein Gesicht, in dem noch immer Spuren seiner Verletzung zu sehen sind, ist fröhlich und zuversichtlich. Das Flair der Invictus Games gibt ihm Stärke und Selbstbewusstsein. Er sagt zur Redaktion der Bundeswehr: „Das ist eine Belohnung für mich.“

Er habe Zeit gebraucht, sich durchzuringen. Zeit, um wieder auf den „richtigen Weg zu kommen“, wie er sagt. Nun nimmt er an den Disziplinen Rudern, Schwimmen, Diskus und Kugelstoßen teil. „Ich habe Spaß dabei“, sagt Briest. Er ist stolz.

Eine große Erleichterung für die Ehefrau

Seine Ehefrau, Gabriele Briest, die ihn bei den Invictus Games in Sydney begleitet, ist erleichtert. Er sei, so sagt sie, „endlich aus seiner Ecke raus“. Er nehme wieder aktiv am Leben teil. „Das ist ganz wichtig, eine große Erleichterung“, sagt Gabriele Briest.

Ministerin im Kreise ihrer Soldatinnen und Soldaten

Die Freude in den Gesichtern der Athleten zu sehen, das ist die Freude ihrer Angehörigen, Betreuer und Zuschauer. Ausgelassen und fröhlich ist die Stimmung in den gut besuchten Wettkampfarenen in Sydney. Ursula von der Leyen ist mitten drin im Kreise ihrer Soldatinnen und Soldaten. „Es ist so eine Freude, heute bei Ihnen zu sein. Es ist ein großes Geschenk für mich.“ Immer wieder applaudiert die Ministerin den Sportlern und ruft begeistert: „Hey, great!“ Etwa, als es die deutsche Invictus-Teilnehmerin Steffi Matz ins Kugelstoß-Finale geschafft hat. Sie fand nach einer PTBS-Erkrankung durch den Sport wieder zu neuer Kraft. Oder als der Bundeswehr-Sportler Manfred Faget im Finale der Diskuswerfer steht. Nach dem Wurf läuft Faget aus dem „Wurfkäfig“ zu Ursula von der Leyen auf der Tribüne. Er bedankt sich bei ihr, dass sie gekommen ist.

Von der Leyen im Gespräch mit zwei Sportlern auf der Tribüne

Im Gespräch mit den Sportlern.

© Bundeswehr/Sebastian Wilke

Eine Herzensangelegenheit

„Der Delegation bedeutet es sehr viel, dass die Ministerin ihr Wort gehalten hat, und zu den Invictus Games gekommen ist“, sagt Teammanager Oberstleutnant Carsten Gideon. Den Sportlern, ihren Begleitungen, den „Friends and Families“, und den Betreuern sei ihr Besuch eine Herzensangelegenheit.

Botschafter unseres Landes

Ursula von der Leyen nennt die Leistungen der Sportlerinnen und Sportler der Bundeswehr in Sydney beeindruckend. Mindestens genauso beeindruckt ist sie jedoch von den Leistungen der „Friends and Families“ und der „helfenden Hände“ bei der Unterstützung der Sportler. „Herzlichen Dank!“, sagt sie der deutschen Delegation für das, was sie auf die Beine gestellt hat. „Sie sind Botschafter unseres Landes.“

Mit offenen Armen empfangen

Der Leiter der deutschen Delegation, Oberst Michael Maul, hebt die Gastfreundschaft der Australier hervor. Er sagt, seine Delegation sei mit offenen Armen im Land empfangen worden.

Unbesiegt – Die Kraft der Invictus Games

Die neue zehnteilige Kurzserie von Bundeswehr Exclusive begleitet fünf Kameraden bei den Invictus Games 2018 in Sydney. Hier geht es zu den Videos

Infokasten: Invictus Games

Die Invictus Games gehen auf die Initiative von Prinz Harry von Wales zurück und fanden erstmals im September 2014 in London statt. Deutschland hat von Beginn an Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bundeswehr zu diesen sportlichen Wettkämpfen entsandt. Die Invictus Games wurden ins Leben gerufen, um die Lebenssituation verunfallter oder einsatzgeschädigter Soldatinnen und Soldaten in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.


von Jörg Fleischer

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