Von der Leyen spricht vor Soldaten
© Bundeswehr/Sebastian Wilke
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Ministerin empfängt militärischen Führungsnachwuchs in Berlin

Von der Leyen spricht vor Soldaten

Ursula von der Leyen empfängt den Lehrgang für den Generalstabsdienst/Admiralstabsdienst der Führungsakademie der Bundeswehr zum Gespräch.

© Bundeswehr/Sebastian Wilke

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am Dienstagmittag rund 100 Offiziere getroffen, die derzeit den Lehrgang für den Generalstabsdienst/Admiralsstabsdienst (LGAN) an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg (FüAkFührungsakademie der Bundeswehr) absolvieren. Die Ministerin empfing die Soldaten im Stauffenbergsaal des Verteidigungsministeriums in Berlin. Sie nahm sich rund eine Stunde Zeit, um mit den Offizieren über ihre künftige Rolle bei der Modernisierung der Bundeswehr zu sprechen.

Reformen sind notwendig 

Von der Leyen spannte den Bogen über die in den letzten Jahren angestoßenen Trendwenden in den Bereichen Personal, Material und Finanzen bis hin zur Digitalisierung, dem „Megathema der kommenden Dekade.“ Um den internationalen Verpflichtungen entsprechen zu können, müsse man die Reformen in allen Bereichen vorantreiben. „Wir brauchen neues Material, qualifiziertes Personal, beste Führung und Ausbildung mit einem Ziel: Erfolg im Einsatz zu haben“, sagte die Ministerin.

Herausforderungen

Auch die vor wenigen Wochen vereinbarte ständige strukturierte Zusammenarbeit der EUEuropäische Union-Staaten in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik, kurz PESCOPermanent Structured Cooperation, sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Verantwortung. „Wenn wir uns nicht um die Probleme vor unserer Haustür kümmern, tut das keiner“, sagte von der Leyen mit Blick auf die Konflikte in Syrien und der Ukraine. Die EUEuropäische Union müsse in die Lage versetzt werden, innerhalb weniger Wochen auf Krisensituationen reagieren zu können.

Mehr Verantwortung

Dem militärischen Führungsnachwuchs komme dabei eine entscheidende Rolle zu, so die Ministerin: „Die ganze Welt wird Sie herausfordern.“ Die Lehrgangsteilnehmer müssten den Unterschied machen, sie würden dringend gebraucht. Sie habe daher große Erwartungen, führte von der Leyen aus: Die Soldaten müssten ihr Fachwissen „selbstbewusst, aber mit dem nötigen Quentchen Demut“ einsetzen, sollten „mit Weitblick und Offenheit“ führen und stets einen guten Draht zur Gesellschaft haben. Darüber hinaus müssten die Offiziere „Haltung zeigen und standfest sein“, ohne es an Selbstkritik mangeln zu lassen. „Sie haben das Potenzial, die Besten zu sein“, so die Ministerin. Dies sei Geschenk und Verpflichtung zugleich.

Oberste militärische Führungsebenen

Gruppenbild

Die Ministerin empfing rund 100 Offiziere im Verteidigungsministerium in Berlin.

© Bundeswehr/Sebastian Wilke

Der LGAN dauert zwei Jahre und bereitet Offiziere aller Teilstreitkräfte auf Tätigkeiten in den obersten militärischen Führungsebenen vor. Auch Führungskräfte befreundeter Streitkräfte sind zugelassen. Die Reise nach Berlin ist fester Bestandteil des Lehrplans. Die Offiziere sollen einen Einblick in das politische Leben der Hauptstadt bekommen. Neben der Visite bei ihrer Dienstherrin stehen auch Besuche des Bundespräsidialamtes, des Kanzleramtes und bei weiteren Bundesministerien  auf dem Programm.

von Timo Kather

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