Soldaten sitzen im Bundestag
© dpa/Hannibal

Die Bundeswehr: Ein Teil der Gesellschaft

Die Bundeswehr ist fester Teil der deutschen Gesellschaft. Als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Uniform sind Soldatinnen und Soldaten den Werten und Normen des Grundgesetzes besonders verpflichtet.

Leitbild Innere Führung

Wolf Graf von Baudissin sitzt an einem Schreibtisch

Wolf Graf von Baudissin war insbesondere an der Entwicklung der Inneren Führung beteiligt.

© Bundeswehr/Munker

Die Bundeswehr folgt dem Leitbild der Inneren Führung. Sie bildet die Wertegrundlage für verantwortliches Handeln in der Bundeswehr. So verstehen sich die Soldatinnen und Soldaten sowohl als Angehörige der Streitkräfte als auch als Teil der Gesellschaft.

Das Menschenbild des Grundgesetzes wird damit auch für die Bundeswehr zur verbindlichen Vorgabe.

Parlamentsarmee

Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr schwören oder geloben, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. In diesen Worten steckt eine Philosophie, die die Väter und Mütter des Grundgesetzes nach den Erfahrungen in der Weimarer Republik, der Naziherrschaft und des Zweiten Weltkriegs entwickelten. Denn anders als in der verheerenden deutschen Geschichte zweier Weltkriege, ist die Bundeswehr heute eine Parlamentsarmee. Sie hat den Auftrag, unsere Werte zu verteidigen. Sie untersteht ausschließlich der Einsatzbefugnis des Deutschen Bundestages und damit dem Volk.

Helmut Schmidt mit Zigarette
Dieser Staat wird Euch nicht missbrauchen.
Helmut Schmidt Bundeswehr/Elbern

Altkanzler Helmut Schmidt hat diesen Gedanken am 20. Juli 2008 in einer viel beachteten Rede bei einem Öffentlichen Gelöbnis aufgegriffen. Erstmals wurden an diesem Tag Soldatinnen und Soldaten anlässlich des Jahrestages des gescheiterten Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 vor dem Reichstagsgebäude feierlich vereidigt.

Helmut Schmidt sitzt und spricht in ein Mikrofon, im Hintergrund sitzen viele Personen

Altkanzler Helmut Schmidt leitete seine Rede mit ganz persönlichen Worten ein - er berichtete von seiner Zeit bei der Wehrmacht.

© Bundeswehr/Rütters

Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg stellte er klar: „Jeder Soldat und jeder Rekrut darf sich darauf verlassen: Auch künftig werden Bundestag und Bundesregierung unsere Streitkräfte nur im Gehorsam gegen das Grundgesetz und nur im Gehorsam gegen das Völkerrecht einsetzen. Ihr müsst wissen: Euer Dienst kann auch Risiken und Gefahren umfassen. Aber Ihr könnt Euch darauf verlassen: Dieser Staat wird Euch nicht missbrauchen. Denn die Würde und das Recht des einzelnen Menschen sind das oberste Gebot – nicht nur für die Regierenden, sondern für uns alle.“

Armee in der Demokratie

Mehrere Soldaten beim feierlichen Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude

Das Feierliche Gelöbnis vor dem Reichstag ist immer ein besonderer Moment.

© Bundeswehr/Andrea Bienert

Die Bundeswehr hat sich als Armee in der Demokratie und für die Demokratie bewährt. Sie ist die erste deutsche Armee, in der Freiheit und Menschenwürde, Recht und Demokratie mit dem militärischen Auftrag in Einklang stehen. Befehl und Gehorsam sind keine schematischen Verhaltensgesetze. Befehl und Gehorsam sind an Gesetz und Gewissen gebunden. In den deutschen Streitkräften wird nach den Werten des Grundgesetzes geführt und ausgebildet. Freier Mensch, vollwertiger Staatsbürger und gute Soldatin oder guter Soldat sein, das sind Recht und Pflicht zugleich.

von Anne Bressem

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