Soldaten ziehen einen LKW mit einem Seil
© Bundeswehr/Stephan-Thomas Klose
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Gesucht und gefunden: Das fitteste Team der Bundeswehr

Teamführer Hauptfeldwebel Ricardo von Holten erhält um 11 Uhr das Startsignal für seine Gruppe. Es wird gleich erstmal richtig nass: Beim Hindernisschwimmen in der Schwimmhalle der Sportschule Warendorf müssen zwei 20-Liter-Kanister gemeinsam über eine Bahnlänge von 50 Metern geschleppt und auf den Dreimeterturm gezogen werden. Das Zeitlimit beträgt 20 Minuten – Holtens Gruppe bewältigt die Aufgabe in nur sieben Minuten und 45 Sekunden.

21 Stationen auf zehn Kilometern

Soldaten klettern auf einem Gerüst

Die CISM-Hindernisbahn: große Herausforderung beim MilFitCup 2019.

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Am zweiten Tag des Military Fitness Cup 2019 wird das fitteste Team der Bundeswehr ermittelt. 24 Mannschaften aus allen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen treten zu einem Parcours mit 21 Stationen an, 200 Bundeswehrangehörige machen mit. An Platz 13 startet das Team des ITInformationstechnik-Bataillons 381 aus Storkow-Mark in Brandenburg: Holtens Truppe. Mit einem Altersdurchschnitt von 36 Jahren gehört es zu den ältesten Teams im Wettkampf.

Der klatschnasse Feldanzug wird im Rucksack verstaut, im Laufschritt geht es weiter zu den nächsten Stationen. Unter anderem stehen Bogenschießen, Hangeln und Funken auf dem Programm. Die letzte Station vor dem Verlassen der Sportschule heißt „KFZKraftfahrzeug-Panne“: Gruppe 13 muss einen LKWLastkraftwagen über eine Distanz von 50 Metern ziehen – Beladen und Entladen inklusive. Krönender Abschluss der zehn Kilometer langen Strecke sind die 20 Hindernisse der „CISM-Hindernisbahn“.

Die Sieger kommen aus Bayern

Von der Leyen im Gespräch mit Soldaten

Verteidigungsministerin von der Leyen begrüßt die Gruppe 13.

© Bundeswehr/Stephan-Thomas Klose

Nach vier Stunden und 44 Minuten kommt Holtens Team ins Ziel: Eine absolute Spitzenzeit. Gruppe 13 ist platt, aber glücklich. „Sie sehen gut aus“, scherzt Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die nach Warendorf gekommen ist. „Sie hätten uns mal gestern sehen sollen“, kontert Hauptbootsmann Juliane Fehr, Holtens Kameradin.

Bei der Siegerehrung steht Gruppe 13 zwar nicht auf dem Treppchen, aber Teamführer Holten wird als fittester Soldat über 36 Jahren ausgezeichnet. Ganz oben auf dem Podium landet das Team des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach in Bayern, die Aufgebote der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck und des VNVereinte Nationen-Ausbildungszentrums in Hammelburg holen die Plätze Zwei und Drei. Die drei fittesten Teams der Bundeswehr kommen dieses Jahr also allesamt aus Bayern.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ist jedenfalls schwer beeindruckt. „Ihre körperliche und mentale Fitness kommt der gesamten Bundeswehr zugute“, sagt sie bei der Siegerehrung. Die Teilnehmer seien Vorbilder für ihre Kameraden, so die Ministerin. „Wer stark ist, kann auch andere stark machen.“ Schließlich sei militärische Fitness kein Selbstzweck – sondern die Grundlage einer einsatzbereiten Bundeswehr.

von Stephan-Thomas  Klose

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