Minister Pistorius sitzt mit mehreren Personen an einem u-förmigen Konferenztisch.
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Future Combat Air System: Kampfjet-Entwicklung schreitet voran

Verteidigungsminister Boris Pistorius ist nach Madrid gereist, um mit seiner spanischen Amtskollegin Margarita Robles und dem französischen Verteidigungsminister Sébastien Lecornu die bisherigen Fortschritte und das weitere Vorgehen beim gemeinsamen FCASFuture Combat Air System-Projekt zu beraten. Die trinationale Entwicklung soll den Eurofighter als Kampfjet ersetzen.

Die spanische Regierung hat Verteidigungsminister Pistorius und seinen französischen Amtskollegen Lecornu sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Unternehmen zu einer Zeremonie und Informationsveranstaltung über das FCASFuture Combat Air System-Projekt eingeladen. Kürzlich ist die Kampfjet-Entwicklung in eine neue Projektphase übergegangen: In den nächsten Jahren stehen Forschung und Technologieentwicklung an, bevor es an die Demonstrator-Entwicklung geht.

Bundesminister der Verteidigung Boris Pistorius schaut lächelnd für eine Portraitaufnahme in die Kamera.
Wir zeigen, dass wir als Europäer handlungsfähiger und souveräner werden wollen und dafür eine starke europäische Rüstungsindustrie brauchen, allerdings auch den Willen zu kooperieren über die Nationen hinweg.
Verteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski

Voraussetzung für diesen Schritt in die nächste Programmphase waren intensive Verhandlungen, die Ende 2022 zur industriellen Einigung führten. Neben den Industrieverhandlungen wurde auch auf höchster Regierungsebene die französische Gesamtverantwortung bei einem kooperativen Ansatz auf Augenhöhe bekräftigt.

FCASFuture Combat Air System und NGWSNext Generation Weapon System: Mehr als nur ein Kampfjet

FCASFuture Combat Air System ist mehr als ein Kampfflugzeug, das Besondere des Programms ist die Vernetzung“, erklärte Verteidigungsminister Pistorius in Madrid. Mit FCASFuture Combat Air System – und dem NGWSNext Generation Weapon System als Teil davon – wird ein Luftkampfsystem der neuesten Generation entwickelt, das ab 2040 den Eurofighter und die Rafale ablösen soll. Das Waffensystem besteht nicht nur aus einem Kampfjet, sondern es wird ein Systemverbund entwickelt: Es soll sich aus einem bemannten New Generation Fighter (NGFNext Generation Fighter), einem Schwarm unbemannter Fähigkeitsträger (Remote Carrier) sowie einem Informations- und Missionsmanagement System (Air Combat Cloud) zusammensetzen.

Das FCASFuture Combat Air System-Projekt stärkt Europas militärische Fähigkeiten und sichert wichtiges Know-how. Minister Pistorius unterstrich in Madrid die Bedeutung des Vorhabens für die verteidigungspolitische Handlungsfähigkeit und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas. Darüber hinaus werde die gemeinsame Entwicklung die beteiligten Volkswirtschaften, Industrien und die Streitkräfte noch enger verbinden. Die Maxime seien nun „mehr gemeinsame Projekte, mehr gemeinsame Verantwortung, weniger Egoismen und eine starke politische Führung, die den Willen zum Ausdruck bringt, wo wir hinwollen“, so Pistorius. Er kündigte deshalb weitere Treffen in diesem Format an. „Dieses Programm ist ein Gradmesser für unserer europäische Handlungsfähigkeit“, betonte der Minister.

Das geplante neue Waffensystem ist ein Beispiel dafür, dass es neben der Priorität für marktverfügbare Lösungen bei Beschaffungen weiterhin auch Entwicklungslösungen geben muss. Bereits bei der Entwicklung des Transportflugzeugs A400M waren Deutschland, Frankreich und Spanien neben weiteren Nationen erfolgreiche Projektpartner. Der Militärtransporter hat sich gerade erst bei der Evakuierungsoperation im Krisenstaat Sudan bewährt.

von Florian Manthey

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