Deutsche und norwegische Soldaten transportieren Tragen vor Sanitätsfahrzeugen
© Bundeswehr/Patrick Grüterich
KategorieVerteidigung

Europas Sanitätsdienste rücken zusammen

Die Pesco-Staaten haben bei einem ersten Koordinierungstreffen einen Konzeptentwurf für den Aufbau eines gemeinsamen European Medical Command (EMCEuropean Medical Command) entwickelt. An der Veranstaltung des Multinational Medical Coordination Centre (MMCCMultinational Medical Coordination Centre) in Koblenz nahmen Repräsentanten aus acht Ländern und Vertreter des EUEuropäische Union-Militärstabs (EUMS) und der Europäischen Verteidigungsagentur (EDAEuropäische Verteidigungsagentur) teil.

Deutschland koordiniert das Projekt

Deutschland und 24 andere EUEuropäische Union-Staaten hatten sich im Dezember 2017 auf eine ständige strukturierte Zusammenarbeit – kurz Pesco – im Sicherheits- und Verteidigungsbereich geeinigt. Um gemeinsame Verteidigungsfähigkeiten zu entwickeln, waren insgesamt 17 Projekte vorgeschlagen worden – eines davon ist der Aufbau des EMCEuropean Medical Command. Der Vorschlag dazu war aus Deutschland gekommen, Deutschland übernahm auch die Koordination des Projekts. 

Ein Soldat spricht vor einer Beamer-Projektion

Oberstleutnant Alexander Jäckel stellt die internationalen militärischen Verknüpfungen Europas dar.

© Timo Schultz

Unter der Leitung des MMCCMultinational Medical Coordination Centre-Direktors Generalarzt Bruno Most ging es bei dem Treffen um die Frage, wie die künftige Zusammenarbeit zu organisieren sei. Mit dem EMCEuropean Medical Command sollen unter anderem Sanitätsstandards harmonisiert, medizinische Fähigkeiten koordiniert und die Rettungskette verbessert werden. Daneben wurden auf dem Treffen erste Aufgaben festgelegt – so soll ein gemeinsames sanitätsdienstliches Lagebild erstellt werden. Die Teilnehmer sicherten sich zudem ihre Unterstützung bei der sanitätsdienstlichen Vorbereitung von EUEuropäische Union-Missionen zu.

Zwei Initiativen – ein Zentrum

Die Beteiligten waren sich einig, dass das MMCCMultinational Medical Coordination Centre künftig die sanitätsdienstliche Unterstützung sowohl für die Nato als auch für Europa koordinieren soll. EUEuropäische Union und Nato hatten schon im Sommer 2016 erklärt, die strategische Partnerschaft durch intensivere Zusammenarbeit stärken zu wollen; das MMCCMultinational Medical Coordination Centre war aus dem Nato Framework Nations Concept (FNCFramework Nations Concept) entwickelt worden und befindet sich derzeit in der Aufbauphase. Das MMCCMultinational Medical Coordination Centre-Konzept soll nun angepasst werden, um beiden Sicherheitsbündnissen gerecht zu werden.

von Redaktion der Bundeswehr 

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