Boris Pistorius und sein indischer Amtskollege schreiten eine Ehrenformation der Bundeswehr ab.
© Christoph Kassette
KategorieBilaterale Beziehungen

Deutsch-indische Partnerschaft steht im Zeichen der Rüstungskooperation

Minister Pistorius hat am 22. April 2026 seinen indischen Amtskollegen Rajnath Singh zum Antrittsbesuch im Berliner Bendlerblock empfangen. Ziel war es, die deutsch-indischen Beziehungen zu einer tiefergehenden industriellen Zusammenarbeit auszubauen. Im Anschluss daran besuchten die Minister die Firma thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) in Kiel.

Boris Pistorius und Rajnath Singh besichtigten bei TKMS neben den Produktionshallen des Rüstungsunternehmens auch das deutsche U-Boot U34. Sie sprachen mit der Besatzung der deutschen Marine über deren Einsatzerfahrungen mit diesem Typ.

Pistorius betonte bei seinem Statement am Nachmittag in Kiel: „Das war eindrucksvollste U-Boot-Expertise. Was wir hier erleben, ist deutsche maritime Schlüsseltechnologie vom Feinsten.“ Dafür dankte der deutsche Verteidigungsminister ausdrücklich auch den Mitarbeitern von TKMS.

Deutsche U-Boote leisten wichtigen Beitrag zur Sicherheit

Auf die Expertise des Unternehmens sei auch die deutsche Marine angewiesen. Ihre U-Boote fahren aktuell in der Ostsee, der Nordsee und im Hohen Norden. Hier leisten sie täglich einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit und Abschreckung der Allianz, so auch im Rahmen von Arctic Sentry. Die Kompetenz Deutschlands im U-Boot-Bau sei weltweit gefragt, so Pistorius

Verteidigungsminister hält Statement vor U-Boot

Bei seinem Besuch bei thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) betonte Boris Pistorius die Bedeutung der deutschen U-Boote.

© Bundeswehr/Theska

Er machte deutlich, dies sei ein besonderer Tag, weil er mit seinem indischen Amtskollegen diesen Besuch machen könne. Das habe ihn aus vielen Gründen sehr gefreut. Deutschland und Indien feierten 2026 „75 Jahre Aufnahme diplomatischer Beziehungen“. Und schließlich folgte Pistorius‘ Amtskollege Singh mit diesem Deutschland-Besuch einer Einladung, die Pistorius beim ersten Zusammentreffen im Juni 2023 in New Delhi ausgesprochen hatte.

Gemeinsam für die regelbasierte Ordnung

Der Minister sagte, Indien sei einer der wichtigsten strategischen Partner im Indo-Pazifik. Beide Staaten sähen sich mit ähnlichen sicherheitspolitischen Fragen konfrontiert.

Boris Pistorius im Porträt
Wir schaffen maritime Sicherheit – und damit auch regionale Stabilität sowie Energiesicherheit.
Verteidigungsminister Boris Pistorius Bundeswehr/Norman Jankowski

Indien und Deutschland träten gemeinsam für die regelbasierte internationale Ordnung ein. Indien sei eine wichtige Station des deutschen Indo-Pacific-Deployments. Die Bundeswehr beteilige sich an von Indien ausgerichteten Übungen. So etwa bei „Tarang Shakti 2024“ mit deutschen Eurofightern und A400M. Im Februar 2026 fand die Marineübung „Milan“ statt, der erste Übungseinsatz des neuen Seefernaufklärers P-8A Poseidon der Deutschen Marine.

Pistorius hob zudem die deutsch-indische Rüstungskooperation beim U-Boot-Projekt P75 (I) hervor. Dieses „Leuchtturm-Projekt“ beinhalte die Beschaffung und Produktion von sechs U-Booten für Indiens Marine.

Zeichnungszeremonie im BMVg

Vor dem gemeinsamen Besuch bei dem Rüstungsunternehmen in Kiel waren Pistorius und Singh am Mittag zu einem bilateralen Gespräch im Verteidigungsministerium in Berlin zusammengekommen. Zur Vertiefung der deutsch-indischen Zusammenarbeit unterschrieben die beiden Minister zwei wichtige Dokumente für die weitere Kooperation beider Ressorts:

Gesamtstrategischer Ansatz

Auf dem Feld der Rüstungskooperation ist weltweit derzeit viel in Bewegung. „Es ist kein Geheimnis, dass wir gemeinsam mit Norwegen auch ein Angebot an Kanada zum Erwerb von baugleichen U-Booten abgegeben haben, aus dem Projekt U212 CD heraus“, sagte der deutsche Verteidigungsminister. Kanada sei eine Nation, die vom Pazifik, vom Atlantik und vom arktischen Ozean umgeben sei. Da biete sich eine U-Boot-Kooperation sehr gut an.

von Jörg Fleischer

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