Suder mit Headset in einer Gesprächsrunde
© Bundeswehr/Sebastian Wilke
KategorieMeldung

Cyber-Abwehr: Bundeswehr ist Vorreiter in Europa

Staatssekretärin Katrin Suder hat beim 3. Medientag der Bundesakademie für Sicherheitspolitik die neuen Strukturen der Bundeswehr bei der Cyber-Abwehr erläutert. Seit der Vorstellung der „Strategischen Leitlinie Cyber-Verteidigung“ im April 2015 sei viel erreicht worden. Die Bundeswehr nehme eine Vorreiterrolle in Europa ein.

„Ich bin stolz darauf, was da in Summe passiert ist“, erklärte Suder bei der BAKSBundesakademie für Sicherheitspolitik-Konferenz „Deutschlands Cybersicherheit“. Sowohl die Aufstellung der ministeriellen Abteilung Cyber- und Informationstechnik in Berlin im Oktober 2016 als auch die bevorstehende Indienststellung des Kommandos CIRCyber- und Informationsraum in Bonn seien wichtige Schritte auf dem Weg zu einer „digitalen Großorganisation“ Bundeswehr.

ITInformationstechnik-Architektur aus einem Guss“

Die Streitkräfte und auch die zivilen Organisationsbereiche bräuchten eine „ITInformationstechnik-Architektur aus einem Guss“. Die Themen Digitalisierung und Cyber seien untrennbar miteinander verbunden. In Zeiten, in denen alles vernetzt sei, „müssen wir uns ganz neu mit dem digitalen Raum auseinandersetzen“. Die Bedrohung durch Cyberangriffe stelle eine eigene Dimension dar, sagte die Staatssekretärin. Sie seien billig und schwer auszumachen. „Es ist ernst“, so Suder. Die Streitkräfte gingen die Herausforderung sehr dynamisch an.

Ressortübergreifende Aufgabe

Darüber hinaus unterstrich Suder, dass die Cyber-Abwehr als Teil der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge eine ressortübergreifende Aufgabe sei. Mit einem Kulturwandel von „Need to know“ hin zum „Need to share“ werde das Ressortdenken vergangener Tage überwunden. In einem „Nationalen Cyber-Abwehrzentrum plus“ gelte es, die Lagebilder aus den verschiedenen Ressorts zusammenzufügen und gemeinsam zu handeln.

Teilnehmer im Tagungsraum

Zum dritten Mal veranstaltete die Bundesakademie für Sicherheitspolitik einen Medientag.

© Bundeswehr/Sebastian Wilke

„Wir müssen schnell sein“

Suder betrachtet die Cyber-Abwehr als „Mega-Innovationsthema“. In Zeiten rasanter, digitaler Zyklen komme es vor allem darauf an schnell zu sein. Um wissenschaftlich auf dem neuesten Stand zu sein, würden 13 neue Professuren an der Universität der Bundeswehr München geschaffen. Das Thema Cyber sei sehr eng verknüpft mit der Personalgewinnung der Bundeswehr. Im Dialog mit der Wissenschaft und Wirtschaft sei diese eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Wir müssen das Thema Personal als Gesellschaft lösen“, sagte die Staatssekretärin. ITInformationstechnik-Kräfte von außen zu gewinnen, sei ein „Schlüssel zum Erfolg“ – hierfür bräuchte es neue Wege.

„Cyber Innovation Hub“

Zum Beispiel mit der Innovationsplattform „Cyber Innovation Hub“. Damit sollen der regelmäßige Dialog mit Verantwortlichen aus den Bereichen Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie mit dem besonderen Fokus auf Startup-Unternehmen ausgebaut und neue Expertise rekrutiert werden. Bei der Personalgewinnung denke die Bundeswehr um. Diese stünde zukünftig auch „Nerds“ ohne Studienabschluss offen. Auch müssten ITInformationstechnik-Spezialisten, die am Computer Dienst täten, nicht die gesundheitlichen Anforderungen mitbringen, die Soldaten im Gelände bräuchten. Auch der Aufbau einer „Cyberreserve“ ist beschlossen.

Das Grundgesetz gilt auch im Cyberraum

Beim Aufgabenspektrum des neuen Bereichs, dem Schutz und Betrieb des ITInformationstechnik-Systems der Bundeswehr, der Aufklärung und Wirkung im Cyber- und Informationsraum sowie der Geoinformationsunterstützung, gelte für die Bundeswehr als oberster Grundsatz: Das Grundgesetz gilt auch im Cyberraum. „Wir sind eine Parlamentsarmee“, so Suder. Und als solche sei die Bundeswehr auch bei der Cyber-Abwehr „robust“ und „gut aufgestellt“.

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung