Ein Soldat am Funkgerät im arktischen Gelände
© Bundeswehr/Jana Neumann
Kategorie25-Millionen-Euro-Vorlagen

Bundeswehr stärkt Interoperabilität mit NATONorth Atlantic Treaty Organization-Verbündeten

Insgesamt 913 weitere Funkgeräte des Typs Army/Navy Portable Radio Communications, Typ 117, Version G (AN/PRC Army/Navy Portable Radio Communications-117G) will die Bundeswehr beschaffen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages gab dafür am 28. Oktober 2020 grünes Licht. Für die Systeme wird ein Regierungsvertrag mit den USA geschlossen.

Die Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten steht an oberster Stelle – auch im Bereich der Satellitenkommunikation: Die Bundeswehr beabsichtigt, zunächst 370 Funkgeräte zu kaufen. In den Jahren 2021 bis 2024 sollen dann weitere 543 Systeme folgen. Daneben sollen auch weitere Verträge über notwendiges Zubehör für die Geräte in diesem Jahr und in den Jahren 2021 bis 2024 geschlossen werden.

Multinational vernetzt

Das Funkgerät AN/PRC Army/Navy Portable Radio Communications-117G und entsprechende Vorgängerversionen nutzt die Bundeswehr bereits seit zehn Jahren. Mit den taktischen Satellitenkommunikationsverbindungen und terrestrischen Funkverbindungen können die Soldatinnen und Soldaten verschlüsselt mit den Verbündeten in der NATONorth Atlantic Treaty Organization kommunizieren. Derzeit werden 540 Geräte eingesetzt. Die Systeme werden auch für die VJTFVery High Readiness Joint Task Force 2023, den schnell verlegbaren, auch als NATONorth Atlantic Treaty Organization-Speerspitze bezeichneten Eingreifverband, genutzt. Bei der Führung hochmobiler Kräfte und Einrichtungen der Bundeswehr ist die weltweite, verschlüsselte Kommunikation mit Verbündeten eine wichtige Fähigkeit. Das System ist innerhalb der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mitgliedstaaten weit verbreitet und trägt so zur Interoperabilität und weitreichenden mobilen Kommunikation zwischen den Nationen bei.

Bewährtes System

Überall, wo Einheiten im Einsatz multinational zusammenarbeiten, werden die Systeme eingesetzt. Hauptsächlich nutzen Spezialkräfte, spezialisierte Kräfte, die abbildende Aufklärung in den Tiefen des Einsatzgebietes sowie die Joint Fire Support Teams für die gemeinsame Feuerunterstützung die Funkgeräte. Aber auch in Führungsfahrzeugen des Typs Schützenpanzer Puma, Fennek und Enok sowie den zu den Fregatten der Klasse 125 gehörenden Booten nutzen die Soldatinnen und Soldaten die Funkgeräte.

Technologie wird geschützt

Die AN/PRC Army/Navy Portable Radio Communications-117G können in verschiedenen Frequenzbändern im Line-of-sight-Betrieb, also der Funkübertragung mit direkter Sichtverbindung, und zur taktischen Satellitenkommunikation genutzt werden. Die in den Funkgeräten verbaute Kryptotechnologie aus den USA bedingt, dass Geräte mit dieser geschützten Technologie nur über Regierungsverträge gekauft werden. Zubehör und Teile zum Einbau in Fahrzeuge hingegen können auch bei ausgewählten inländischen Vertriebspartnern beschafft werden.

25-Millionen-Euro-Vorlagen

Das am 28. Oktober vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossene Vorhaben mit einem Volumen von insgesamt rund 91 Millionen Euro wurde als 25-Millionen-Euro-Vorlage vorgelegt. Unter diesen Begriff fallen alle Beschaffungs- und Entwicklungsprojekte der Bundeswehr ab einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro. Diese bedürfen vor Vertragsschluss der gesonderten Zustimmung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages.

von Alexander Schröder

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