Abgeordnete werfen im Bundestag ihre Stimmkarte in der namentlichen Abstimmung in eine Wahlurne.
© picture alliance/dpa/Michael Kappeler
KategorieMandatsverlängerung

Beteiligung der Marine an EUNAVFOREuropean Union Naval Force ASPIDES im Roten Meer soll fortgeführt werden

Die Bundeswehr sichert durch ihre Beteiligung an der EUEuropäische Union-geführten Operation EUNAVFOREuropean Union Naval Force ASPIDES die Schifffahrt auf den wichtigen Handelsrouten im Roten Meer. Sie schützt sie gegen Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz. Das Bundeskabinett hat nun grünes Licht für die Verlängerung des Mandats gegeben. 

Vor dem Hintergrund der für den 23. Februar 2025 wahrscheinlichen Neuwahlen beabsichtigt die Bundesregierung, das zeitnah ablaufende Bundestagsmandat EUNAVFOREuropean Union Naval Force ASPIDES noch vor den Neuwahlen durch eine vorgezogene Mandatierung zu verlängern.

Daten und Fakten

Die Lage

Die Angriffe der jemenitischen Huthi-Milizen auf die internationale Schifffahrt seit November 2023 richten sich gegen die Sicherheit des Seeverkehrs, insbesondere im südlichen Roten Meer und in der Meerenge des Bab al-Mandab (Tor der Tränen). Diese Angriffe dauern unvermindert an. Deshalb meiden Reedereien zunehmend den Seeweg durchs Rote Meer und den Suezkanal – mit erheblichen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Umwege, beispielsweise um das Kap der Guten Hoffnung, die Südspitze des afrikanischen Kontinents, ziehen mehrwöchige Verzögerung nach sich. Zudem ist die Stabilität der Region bedroht. Die anhaltende Bedrohung der Schifffahrt erfordert daher weiterhin eine robuste militärische Operation. Diese ist mit exekutiven Befugnissen ausgestattet, was den Einsatz von Waffen einschließt. 

Einsatzgebiet

Das Einsatzgebiet von EUNAVFOREuropean Union Naval Force ASPIDES umfasst die Meerenge von Bab al-Mandab und die Straße von Hormus sowie die internationalen Gewässer im Roten Meer, im Golf von Aden, im Arabischen Meer, im Golf von Oman und im Persischen Golf.

Auftrag

Auftrag ist der Schutz der Freiheit der Schifffahrt und der Sicherheit des Seeverkehrs im Roten Meer. Die EUEuropäische Union-Operation EUNAVFOREuropean Union Naval Force ASPIDES soll helfen, Handelsschiffe im Roten Meer gegen Angriffe der Huthi-Milizen aus dem Jemen zu sichern. Dazu werden von den europäischen Partnern Kriegsschiffe und luftgestützte Frühwarnsysteme in die Region entsandt. In diesem Kontext werden von deutscher Seite regelmäßige Einsatzflüge eines deutschen Flugzeuges zur Bereitstellung luftgestützter Seeraumüberwachung durchgeführt. Es besteht weiter grundsätzlich die Möglichkeit der Beteiligung mit Schiffen. Mit der EUEuropäische Union-Operation EUNAVFOREuropean Union Naval Force ASPIDES werden Europa und Deutschland ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Seewege auf einer der wichtigsten internationalen Handelsrouten gerecht. Deutschlands Regierungshandeln folgt dabei der Nationalen Sicherheitsstrategie. 

Wie geht’s weiter?

Nach dem Kabinettsbeschluss wird der Deutsche Bundestag in erster Lesung über die Mandatsverlängerung beraten, sie dann in die Ausschussbefassung überweisen und dann in zweiter Lesung darüber abstimmen.

von Redaktion der Bundeswehr 

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