Von der Leyen am Rednerpult
© Bundeswehr/Photothek/Xander Heinl
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Bundeswehr braucht starke Reserve

Von der Leyen am Rednerpult

Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen, spricht beim Parlamentarischen Abend des Reservistenverbandes in Berlin.

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will den gesellschaftlichen Stellenwert der Reserve weiter erhöhen. Einsatzbereite Streitkräfte bräuchten eine starke Reserve. Ihr Einsatz fürs Land und für die Bundeswehr müsse noch sichtbarer gemacht werden. Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr und die Reservistinnen und Reservisten seien dafür „unser bestes Bindeglied und unsere besten Mittler.“

Das sagte die Ministerin beim Parlamentarischen Abend des Verbands der Reservisten der deutschen Bundeswehr am Dienstag in Berlin.

Ministerin würdigt Verdienste

Noch mit frischen Eindrücken von der Bundeswehrtagung 2018 gehe es jetzt mit Schwung in die Legislaturperiode, so von der Leyen. Sie würdigte die Verdienste der Reserve und des Verbandes. „Ich danke dem Reservistenverband für das große Engagement.“ Die Reserve gewinne weiter stark an Bedeutung. Ohne die Reservistinnen und Reservisten gehe es nicht.

Willkommen Heimat – Reserve vor Ort

Das Motto des Parlamentarischen Abends lautete: „Willkommen Heimat – Reserve vor Ort.“

Verbandspräsident Oswin Veith sagte an die Adresse der rund 600 Gäste in der baden-württembergischen Landesvertretung: „Die Herzen schlagen für die Reserve.“ Er stelle immer wieder fest, dass viele Menschen, die bisher mit der Bundeswehr nichts zu tun gehabt hätten, dem Land dienen wollten.

Ausbildung Ungedienter

Mit dem Pilotprojekt „Ausbildung Ungedienter“ wolle der Reservistenverband genau diesen Bürgerinnen und Bürgern einen Weg in die Reserve ermöglichen, so Veith. Ziel sei es, Menschen zu finden, die sich heimatnah in regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien engagierten. Diese seien eine wichtige Stütze der Territorialen Reserve – also im Heimatschutz. Das entlaste die Bundeswehr flächendeckend. Veith erklärte: „Wir wissen, es gibt noch viel zu tun, aber wir gehen mit voran.“

Pilotprojekt Landesregimenter

Veith am Rednerpult

Oberst der Reserve Oswin Veith, spricht beim Parlamentarischen Abend des Reservistenverbandes in Berlin.

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Weiter stellte Veith mit der Aufstellung von Landesregimentern ein weiteres Pilotprojekt in Aussicht. Darin sollen Angehörige der Allgemeinen Reserve über ihre emotionale Bindung an ihre Heimatregionen zum Engagement in der Reserve vor Ort bewegt werden. Die Ministerin sagte dazu, das Pilotprojekt der Landesregimenter sei eine Möglichkeit, die Territoriale Reserve und den Heimatschutz weiter zu stärken.      

Unverzichtbar fürs Land

An die Adresse der Reservistinnen und Reservisten erklärte Ursula von der Leyen: Die Bundeswehr brauche sie. Als Reserve für den Ernstfall und als verlässliche Unterstützung der Truppe im Einsatz wie in der Heimat.

Schneller und stärker aufwachsen

Die Bundeswehr müsse durch die gewachsene Bedeutung der Landes- und Bündnisverteidigung wieder schneller und stärker aufwachsen können. Darüber hinaus, so die Ministerin, müssten die Anforderungen für den Heimatschutz neu betrachtet werden.

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Interview mit Oberst der Reserve Veith

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Drehscheibe in der Mitte

Das gelte auch im Hinblick auf Deutschlands Rolle in Europa und in der NATONorth Atlantic Treaty Organization. Als Drehscheibe müsse die Bundeswehr für ihre Verbündeten Transporte organisieren, Läger für die Sicherung des Nachschubs bereitstellen. Weiter verlangten neue Herausforderungen auf den Feldern Cyber, Weltraum und Robotik vielfältige Fachexpertisen, die aus der Reserve kommen könnten.

Neue konzeptionelle Grundlagen

Die Ministerin stellte eine neue Strategie der Reserve in Aussicht. So würden im Rahmen der Trendwende Personal die Stellen für Reservistinnen und Reservisten weiter erhöht. Bereits im laufenden Jahr 2018 wurden mit rund 4000 Stellen für Reservedienstleistende deutlich mehr Posten zur Verfügung gestellt als in den Vorjahren.

Noch attraktiver und flexibler

Der Reservedienst müsse noch attraktiver und flexibler werden, so die Ministerin. Insgesamt solle es darum gehen, „spürbare Verbesserungen“ für Reservistinnen und Reservisten zur schaffen. Es gelte, die Bedingungen der Ausbildung der Reserve noch stärker an die Lebenswirklichkeit der Menschen anzupassen. Und zwar durch verbesserte Teilzeitregelungen, längere Reservistenzeiten von bis zu zehn Monaten pro Jahr sowie verbesserte Absicherungen für die Rente.

Reserve am Tag der Bundeswehr

Die Reserve habe größere gesellschaftliche Aufmerksamkeit verdient, so von der Leyen. Das geschieht am Tag der Bundeswehr am 9. Juni. „Weil die Reserve immer wichtiger wird, haben wir den Tag der Bundeswehr der Reserve gewidmet“, sagte die Ministerin. Weiter ist die Deutsche Reservistenmeisterschaft prominent in den Tag der Bundeswehr eingebunden. 

Gruppenfoto

Preistraeger Goldener Igel 2018, beim Parlamentarischen Abend des Reservistenverbandes in Berlin.

© Bundeswehr/Photothek/Xander Heinl

Ehrung für Lebensretter

Verbandspräsident Oswin Veith ehrte mit Stabsunteroffizier d.R. Detlev Krüger und Stabsfeldwebel d.R. Thomas Weiffen zwei Lebensretter. Sie hatten während des „Möhneseemarsches“ zwei im nahen Wasser mit ihrem Kanu gekenterten Anglern das Leben gerettet.

Auszeichnung Goldener Igel

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr hat in diesem Jahr wieder den Medienpreis „Goldener Igel“ verliehen. In der Kategorie Print ging der Preis an das Vice Magazin, für „Die Bruderschaft der Vergessenen“, von Lorenz Hartwig.

In der Kategorie Hörfunk ging der Preis an die ARD/Radio Bremen für „Pulverfass Baltikum – ein Feature über deutsche Soldaten an der Grenze zu Russland“, von Justus Wilhelm.

In der Kategorie Fernsehen ging der Preis an den NDR, für „Die Unbesiegbaren – Sport als Therapie gegen den Krieg im Kopf“, von Juliane Möcklinghoff.

Weiter wurden Sonderpreise in der Kategorie Nachwuchs an die Jeversche Zeitung verliehen, für „Pia marschiert“, von Pia Miranda. Sowie in der Kategorie Recherche an die taz, für „Die Akte Heimatschutz“, von Christina Schmidt, Martin Kaul und Daniel Schulz.


von Jörg Fleischer

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