Bjørn Arild Gram, Boris Pistorius, Daniel Günther, Miguel López, und Oliver Burkhard stehen vor dem Vorderteil eines U-Boots
© picture alliance/dpa/Marcus Brandt
KategorieRüstung

Rüstungskooperation: Baubeginn hochmoderner U-Boote für Deutschland und Norwegen

Die Verteidigungsminister Deutschlands und Norwegens, Boris Pistorius und Bjørn Arild Gram, haben am 12. September in Kiel den Startschuss für den Bau eines U-Bootes der Klasse 212CD gegeben. Die maritime Rüstungskooperation steht im Zeichen der strategischen Partnerschaft beider Länder. Mit Baubeginn tritt das Projekt in die heiße Phase.

U-Boote stehen bei den Seestreitkräften für die Fähigkeit, gegnerische Über- und Unterwasserfahrzeuge wirksam zu bekämpfen. Aufklärung und die Unterstützung von Spezialkräften zählen zu den weiteren Aufgaben. Die neuen Boote der Klasse 212CD (Common Design, gemeinsamer Entwurf) basieren auf der bewährten Klasse 212A und kommen mit verbesserter Sensortechnik, gesteigerter Reichweite und verringerter Schallsignatur, sprich, mehr Schutz gegen Feindaufklärung. 

Novum wird das Führungsmittel- und Waffeneinsatzsystem, das eine große Menge Informationen verarbeiten kann und damit ganz neue Möglichkeiten der Lagebilderstellung und Vernetzbarkeit schafft. Insgesamt sollen sechs identische Boote vom Stapel laufen: zwei für Deutschland und vier für Norwegen.

Rüstungskooperation mit Strahlkraft

Die deutsch-norwegische Rüstungszusammenarbeit geht über die Beschaffung eines technisch verbesserten U-Bootes hinaus. So schließt die Kooperation neben der Entwicklung durch die beiden Partner gemeinsame Wartung, Instandsetzung, Ersatzteilversorgung und Ausbildung ein. Der Bau eines U-Bootes, das problemlos durch die Soldatinnen und Soldaten verschiedener Marinen genutzt werden kann, erzeuge wirtschaftliche und operationelle Vorteile. 

Insofern sei das Projekt ein Vorzeigebeispiel für den sogenannten Ansatz Interchangeability (Austauschbarkeit) mit Strahlkraft für künftige Rüstungskooperationen, so der deutsche Verteidigungsminister. Zusätzliche positive Effekte bestehen in den Impulsen für die nationale Verteidigungsindustrie, namentlich für den Erhalt von Schlüsseltechnologien wie Unterwasserschiffbau und Sensorik in Deutschland.

Partnerschaft ausbauen auf allen Ebenen

Grundlage für die bisherige Zusammenarbeit mit dem skandinavischen Partnerland war die „Declaration of Intent (DoI) on the further Enhancement of Politico-Military and Military Relations“ von 2011. Anlässlich des Baubeginns der neuen U-Boote haben die Verteidigungsminister beider Länder eine darüber hinaus gehende Absichtserklärung unterzeichnet. Darin wird die Langfristigkeit und die weitere Intensivierung der Partnerschaft betont. 

Dem deutschen Minister ist in diesem Zusammenhang die Fortsetzung der Aktivitäten auf Truppenebene wichtig. Hierfür stünden zahlreiche Ausbildungs- und Übungsvorhaben wie beispielsweise Noble Jump 2023 oder auch die einsatzgleiche Verpflichtung enhanced Forward Presence in Litauen. Als Beispiele für die strategische Partnerschaft jenseits der Marine nannte Pistorius die Beschaffung von Kampfpanzern Leopard 2 A7V NO durch die norwegischen Landstreitkräfte und die Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten bei Betrieb, Ausbildung und Übung mit dem Kampfjet F-35 beider Luftwaffen. 

von Johannes Friedemann

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