Hubschrauber vom Typ Tiger und NH-90 auf Flugplatz
© Bundeswehr/Marc Tessensohn
KategorieBericht

Acht Bundeswehr-Hubschrauber für VNVereinte Nationen-Mission in Mali

Sie sind da. Anfang April sind die letzten beiden Kampfhubschrauber vom Typ Tiger im malischen Gao im Norden des Landes eingetroffen. Die nunmehr vier Maschinen werden bei der VNVereinte Nationen-Mission MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali eingesetzt und dort Schutz-, Unterstützungs-, Überwachungs- und Aufklärungsaufgaben wahrnehmen. Weitere vier Hubschrauber vom Typ NHNATO Helicopter-90 gehören zur Helikopter-Flotte der Bundeswehr für den VNVereinte Nationen-Einsatz.

Ihre letzte Etappe mit rund 1.000 Kilometern hatten die ersten beiden Tiger bereits am 25. März zurückgelegt. Dabei waren sie von der Hauptstadt Bamako aufgebrochen und zuvor mit einem Transportflieger, der Antonov AN 124-100, von Leipzig aus nach Mali gebracht worden. Teile der Maschinen mussten eigens für die Verlegung an ihrem Heimatstandort Fritzlar demontiert werden.

Hubschrauber Tiger in der Luft

Die Kampfhubschrauber Tiger sollen in Mali für Schutz- und Unterstützungsaufgaben, Überwachen und Aufklären, das Zeigen von Präsenz sowie für die Luftnahunterstützung eingesetzt werden.

© Bundeswehr/Marc Tessensohn

Mammutaufgabe nach neuem Mandat

Für den Einsatz des Kampfhubschraubers in Afrika haben die Heeresflieger darüber hinaus insgesamt etwa 210 Tonnen Werkzeuge, Ersatzteile, Wartungs- und Klimageräte sowie weiteres Material verladen. Ziel dieses umfangreichen Vorhabens war es, dem Einsatzverband in Gao die uneingeschränkte Nutzung des Waffensystems zu ermöglichen.

Mit die Verlängerung und Anpassung des Mandates für MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali am 26. Januar 2017 war die Entscheidung getroffen worden, vier Tiger in diesen Einsatz zu schicken. Bis zum 1. Mai sollen sie volle Einsatzbereitschaft erreichen.

Raubkatze mit Biss

Der Tiger ist ein Waffensystem mit Biss: Vier Waffenstationen an den kurzen Flügeln stehen der Besatzung zur Verfügung. Sie können mit unterschiedlichen Waffen bestückt werden. In der Standardausführung ist ein schweres Maschinengewehr von 12,7 Millimetern mit bis zu 400 Patronen verbaut. Auf eine Entfernung von 1.500 Metern kann der Tiger damit weiche wie leicht gepanzerte Ziele bekämpfen.

Für schwer gepanzerte Ziele lassen sich die inneren Waffenstationen dagegen mit einem Abschussgerät für bis zu vier Panzerabwehrlenkflugkörpern ausstatten. Diese können gleichfalls gegen Lastkraftwagen und Bunker eingesetzt werden – bei einer Reichweite von bis zu fünf Kilometern.

Hubschrauber NH-90 in Mali

Die NHNATO Helicopter-90 werden primär zur Rettung von Verletzten und Verwundeten eingesetzt.

© Bundeswehr

Modulare Waffenausrüstung

Auf eine Entfernung von bis zu sechs Kilometern wiederum können ungelenkte Raketen mit einem Kaliber von 70 Millimeter eingesetzt werden. Derzeit sind  die äußeren Waffenstationen des Tigers mit infrarotgelenkten Lenkflugkörper vom Typ Stinger ausgerüstet.

In ihre Mission in Mali werden die Tiger mit dem Maschinengewehr, den Panzerabwehrlenkflugkörpern oder den ungelenkten Raketen gehen. Ein weiterer Vorteil der modularen Waffenausrüstung liegt in der Option, den Tiger mit einem Zusatztank zu versehen. Da die Maschinen paarweise fliegen, gleichen sie den Wegfall einer Waffenkonfiguration infolge einer derart besetzten Waffenstation wieder aus.

Bundeswehr schließt Fähigkeitslücken

Kanal_03-05-02_Hintergrund MINUSMANeben den vier Kampfhubschraubern befinden sich vier Transporthubschrauber vom Typ NHNATO Helicopter-90 vor Ort. Damit sind nun insgesamt acht deutsche Helikopter in Mali im Einsatz. Der NHNATO Helicopter-90 wird zur Rettung von Verwundeten und Verletzten aus der Gefahrenzone sowie zum zeitnahen Abtransport und weiteren medizinischen Versorgung genutzt. Daneben kommt er beim Personen- und Materialtransport zu Einsatz. Mit beiden Systemen schließt die Bundeswehr zwei Fähigkeitslücken, die durch den Abzug der niederländischen Kräfte entstehen würden.

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