Auf einem Feldanzug liegt das Veteranenabzeichen platziert.
© Bundeswehr/Torsten Kraatz
KategorieAktuelles

Nationaler Veteranentag in Deutschland: Würdigung von Soldatinnen und Soldaten

Am 25. April 2024 hat der Bundestag beschlossen, den 15. Juni zum jährlichen nationalen Veteranentag zu erklären. Damit sollen der Einsatz und der Dienst aktiver und ehemaliger Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr gewürdigt werden. Was ist der Zweck des deutschen Veteranentages und wer zählt überhaupt als Veteranin und Veteran?

Veteranin oder Veteran der Bundeswehr ist, wer als Soldatin oder Soldat im aktiven Dienst steht oder aus dem Dienstverhältnis ehrenhaft ausgeschieden ist, also den Dienstgrad nicht verloren hat. Nach dieser Definition zählt Deutschland rund zehn Millionen Veteraninnen und Veteranen. Die Einführung des nationalen Veteranentages durch den Bundestag ist ein wichtiges Zeichen: Er soll aktive und ehemalige Soldatinnen und Soldaten in der Gesellschaft sichtbarer machen. Auch in den Verteidigungspolitischen Richtlinien ist dieses Ziel verankert:

Die Bundeswehr wird […] den wechselseitigen und kontinuierlichen Austausch mit der Gesellschaft weiter pflegen und das Verständnis dafür fördern, dass Wehrhaftigkeit zum Schutz Deutschlands eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Eine aktive, auch von der Gesellschaft getragene Veteranen- und Gefallenenkultur ist eine stete Verpflichtung.
Verteidigungspolitische Richtlinien 2023

Der nationale Veteranentag soll nicht nur mehr Sichtbarkeit bringen, sondern auch mehr Verbundenheit mit der Gesellschaft schaffen. Er soll deutschlandweit zu einem Tag der Wertschätzung und Dankbarkeit werden. Wertschätzung und Dankbarkeit für den Einsatz und den Dienst von aktiven wie auch ehemaligen Soldatinnen und Soldaten.

Nationaler Veteranentag ist der 15. Juni jeden Jahres. An diesem Tag werden Dienstgebäude des Bundes beflaggt. Fällt der 15. Juni auf einen Werktag, werden die Feierlichkeiten zum Veteranentag an einem Tag des kalendarisch davor oder danach liegenden Wochenendes begangen. Die durch das Bundesministerium des Innern getroffene Regelung zur Beflaggung bleibt von dieser Regelung unberührt. Gestaltet wird der Tag von Verteidigungsausschuss, Veteranenverbänden, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden.

Als Bürger dieses Landes und Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt bitte ich Sie um Unterstützung des vorliegenden Antrages. Ein Antrag, der für Fürsorge, Respekt und Wertschätzung unseres Parlamentes und unserer Bürgerinnen und Bürger, die Sie vertreten, für unsere Veteranen und Veteraninnen steht.
Verteidigungsminister Boris Pistorius

Mit diesen Worten hatte der Verteidigungsminister im Rahmen der Bundestagsdebatte im April 2024 für den Antrag zum Veteranentag geworben. Der Antrag wurde mit einer überwältigen Mehrheit im Bundestag angenommen. „Die Einführung eines nationalen Veteranentages war längst überfällig“, sagte Verteidigungsminister Pistorius in seiner Rede zur Bundestagsdebatte. Der Veteranentag spiegele auch viele Wünsche aus der Veteranen-Community wider, „Wünsche, die in vielen Ländern bereits heute eine Selbstverständlichkeit sind“.

Die Gestaltung einer Veteranenkultur in Deutschland

Der Beschluss zum nationalen Veteranentag ist ein elementarer, aber nicht der erste Schritt zur Gestaltung einer sichtbaren Veteranenkultur in Deutschland. In der Vergangenheit wurden bereits grundlegende Veränderungen für die Betreuung und Fürsorge für Veteraninnen und Veteranen erwirkt. Beispielsweise nahm im Dezember 2023 das Veteranenbüro in Berlin seinen Dienst auf und ist unter anderem Ansprechstelle für alle Veteraninnen und Veteranen. Auch die Invictus Games 2023 standen im Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung der Leistungen derjenigen, die ihre Gesundheit und sogar ihr Leben für Frieden und Freiheit einsetzten. Darüber hinaus wurden wichtige gesetzliche Vorhaben vorangetrieben. Dazu zählt zum Beispiel das Soldatenentschädigungsgesetz, das mit Wirkung zum 1. Januar 2025 in Kraft tritt. Es schreibt eine bessere Versorgung ehemaliger Soldatinnen und Soldaten vor, unter anderem durch weniger Bürokratie und verbesserte finanzielle Leistungen.

von Redaktion der Bundeswehr 

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