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imago stock&peopleUnterstützung der Bundeswehr nach schwerem Erdbeben in Venezuela
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Im Juni haben zwei verheerende Erdbeben Venezuela erschüttert - mit Tausenden Toten und Verletzten. Das massive Ausmaß der Zerstörung wurde sehr schnell deutlich. Für das Verteidigungsministerium und die Bundesregierung insgesamt stand sofort fest, dass wir zügig und gezielt Hilfe leisten werden. Die Luftwaffe der Bundeswehr hat ab dem 26. Juni 2026 bis zu sechs Transportflugzeugen des Typs A400M bereitgestellt und vor Ort unterstützt.
Unmittelbar nach der koordinierenden Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung hat die Bundeswehr alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Betroffenen vor Ort schnellstmöglich Hilfe zukommen zu lassen. Es ist uns gelungen, bereits in den besonders kritischen ersten 72 Stunden unsere Hilfe zur Verfügung zu stellen.
Unsere Transportflugzeuge des Lufttransportgeschwaders 62 in Wunstorf konnten in den vergangenen Wochen einen sehr wichtigen Beitrag leisten. Bis zum heutigen Tag wurden insgesamt 63 Flüge und ca. 296 Flugstunden absolviert. So konnten wir rund 131 Tonnen Hilfsgüter und Einsatzmaterial, 300 Angehörige nationaler und internationaler Hilfskräfte sowie 19 Such- und Rettungshunde in das Katastrophengebiet fliegen. Außerdem stand zeitweise auch eine sog. A400M MedEvac zur Verfügung, die auf schnelle medizinische Evakuierungseinsätze spezialisiert ist.
Im engen Zusammenwirken mit dem Auswärtigen Amt, den zivilen Hilfs- und Katastrophenschutzorganisationen (u.a. dem THW; Johanniter-Unfall-Hilfe und dem DRK) und den ausländischen Partnern gelang es uns, die Hilfsgüter und das Einsatzmaterial mit kurzem Vorlauf aufzunehmen, schnell für den Flug vorzubereiten und nach Venezuela zu transportieren. In der Spitze waren bis zu 120 Soldatinnen und Soldaten an dieser Mission beteiligt.
Am heutigen Tag haben wir einen Großteil der Unterstützungskräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe zurück nach Wunstorf transportiert und Teile des Personals der litauischen Katastrophenhilfe zurück nach Vilnius geflogen.
Bis zum 17. Juli 2026 steht das Lufttransportgeschwaders 62 mit den skizzierten Unterstützungskräften im Stand-by-Modus, um bei Bedarf weiterhin Flüge anbieten zu können. Aktuell liegen uns jedoch keine weiteren Hilfsanträge vor.