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KategoriePressemitteilung

Luftverteidigungssystem „ARROW“ erhält zusätzlichen Standort in Bayern

Für das ARROW-Luftverteidigungssystem (AWS-G: Arrow Weapon System for Germany) wird im Großraum Kaufbeuren eine „Einsatzstellung Süd“ errichtet. In Ergänzung der Einsatzstellung am Standort Schönewalde (siehe PM 35/2025) wird damit das System für die Territoriale Flugkörperabwehr und die Luftverteidigungsarchitektur insgesamt gestärkt.

Die Entscheidung gaben heute der Hauptabteilungsleiter Aufwuchs im Bundesministerium der Verteidigung, Herr Ministerialdirektor Dr. Alexander Götz, Bayerns Ministerpräsident, Herr Dr. Markus Söder, sowie der Inspekteur der Luftwaffe, Herr Generalleutnant Holger Neumann, bekannt.

Bei der Standortsuche waren die sehr komplexen Anforderungen für das Waffensystem zu berücksichtigen. Umso erfreulicher ist, dass die Entscheidung nun durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowohl der bayrischen Staatsregierung, der Fachbehörden als auch der Vertreter der Bundeswehr und des BMVg getroffen und bekanntgegeben werden konnte.

„Wir danken Ministerpräsident Dr. Markus Söder und der Bayerischen Staatsregierung für ihre konstruktive Begleitung und Unterstützung. Bayern ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner der Bundeswehr; die enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und den beteiligten Behörden hat maßgeblich zum Gelingen dieses Projekts beigetragen“, so Generalleutnant Neumann.

Das ARROW-Luftverteidigungssystem ist ein rein defensives System und ermöglicht die frühzeitige Warnung und den Schutz der Bevölkerung, kritischer Infrastruktur und unserer Streitkräfte. Deutschland hat aufgrund der zentralen Lage in Europa eine besondere Rolle für die Aufnahme, den Transit und die Versorgung von alliierten Streitkräften im Falle eines Konfliktes an der Ostflanke des Bündnisses. Das ARROW-Luftverteidigungssystem schützt auch diese „logistische Drehscheibe“ als Basis der NATO-Verteidigungspläne. Die „Einsatzstellung Süd“ stärkt die Fähigkeit des ARROW-Luftverteidigungssystems, ballistische Raketen oberhalb von 100 km Höhe zu erkennen und durch kinetische Aufprallenergie abzuwehren.

Der Großraum Kaufbeuren bietet hierfür optimale geografische Bedingungen, um einen wirksamen Beitrag zum Gesamtschutz des Bundesgebiets zu leisten und erfüllt gleichzeitig die komplexen Anforderungen des Abwehrsystems.
Ein Vorhaben dieser Größenordnung gelingt nur gemeinsam, wenn alle Beteiligten – Kommunen, Fachbehörden, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, Ministerium, Bundeswehr und weitere Partner – entschlossen und mit Blick auf das gemeinsame Ziel eng zusammenarbeiten.

Dies ist hier geschehen.

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