Minister Pistorius steht mit einem Mikro an einem weißen Tisch, um ihn herum stehen verschiedene Personen
© Bundeswehr/Tom Twardy
KategorieZukunftstag

Girls´ Day 2026 im Verteidigungsministerium

Über 40 Jugendliche haben beim diesjährigen Girls’ Day den Bendlerblock in Berlin besucht. Bei dem Aktionstag erhielten sie an verschiedenen Stationen intensive Einblicke in die vielfältigen Aufgabenbereiche im BMVg und in der Bundeswehr.

Zum Auftakt des Aktionstages empfing Verteidigungsminister Boris Pistorius die teilnehmenden jungen Frauen persönlich im Ministerium. Nach einem gemeinsamen Foto wünschte er den 15- bis 19-jährigen Jugendlichen einen spannenden 11. Girls’ Day im Ministerium mit Kameradinnen und zivilen Mitarbeiterinnen aus der Bundeswehr.

„Mit rund 280.000 Menschen ist die Bundeswehr eine der größten Arbeitgeberinnen in Deutschland – von technischen Berufen über Ingenieurinnen und Ingenieure bis hin zu Ärztinnen und Ärzten sowie Pädagoginnen und Pädagogen, die Bundeswehr bietet viele Möglichkeiten. Aber sie alle verbindet eine besondere Art: die Kameradschaft. Man kann sich in jeder Situation aufeinander verlassen. Damit werden Schwächen ausgeglichen und Stärken zusammenkommen“, beschrieb Pistorius die Besonderheit der Bundeswehr. 

Pistorius bot den Teilnehmerinnen an, ihm Fragen zu stellen: zur Bundeswehr, zum Ministerium oder auch zu seinem „Job“ als Verteidigungsminister. Und die jungen Frauen scheuten sich nicht, ihm auch aktuelle politische Fragen zu stellen, zum Beispiel zum Neuen Wehrdienst, zum personellen Aufwuchs oder zur Zukunft der NATO. Als es zu Fragen über eine mögliche Annexion Grönlands oder andererseits einen möglichen Ausstieg der USA aus der NATO kam, zeigte sich der Minister beeindruckt: „Das ist ja fast wie in einer Pressekonferenz.“ Bei der Frage über sportliche Eignungs- und Aufnahmetests übergab Pistorius die Teilnehmerinnen schließlich an die bereitstehenden Soldatinnen aus den verschiedenen Bereichen der Bundeswehr. 

Einblicke aus erster Hand

Die Soldatinnen und weitere zivile Mitarbeiterinnen stellten anschließend an verschiedenen Stationen ihre Berufswege und Tätigkeitsfelder vor. Präsentiert wurden unter anderem technische Aufgabenfelder, etwa bei der Wehrtechnischen Dienststelle 61 in Manching, Tätigkeiten aus der Informationsarbeit der Bundeswehr sowie aus dem protokollarischen Dienst des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung. Zudem stellten sich die Personenschützerinnen der Feldjägertruppe vor und erzählten aus ihrem Berufsalltag, genauso wie die Notfallsanitäterinnen, die Fragen zu ihrem speziellen Werdegang im Sanitätsdienst beantworteten. Die Teilnehmerinnen erhielten so einen vielfältigen und praxisnahen Einblick in berufliche Möglichkeiten im Geschäftsbereich des Verteidigungsministeriums.

Darüber hinaus wurde den jungen Frauen gezeigt, was in einem sogenannten EPa, also der Einpersonenpackung, an Lebensmitteln enthalten ist. Dieses Essenspaket nutzen Soldatinnen und Soldaten auf Übungen und im Einsatz, um sich für 24 Stunden autark ernähren zu können.

  • Boris Pistorius steht an einem Tisch mit einem Mikrofon in der Hand und spricht zu den Anwesenden.

    Verteidigungsminister Boris Pistorius begrüßt die 40 Teilnehmerinnen des Girls’ Day 2026 und stellt sich den Fragen der 15- bis 19-jährigen Jugendlichen

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Eine junge Frau sitzt in einem Auto und hält das Lenkrad, vor der geöffneten Tür steht eine Soldatin.

    An verschiedenen Stationen lernten die Teilnehmerinnen etwas über die Berufsfelder der Bundeswehr. Personenschützerinnen erklärten ihre Ausrüstung und wie ihre Fahrzeuge aufgebaut sind.

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Eine junge Frau setzt sich Kopfhörer auf und probiert Ausrüstung der Bundeswehr an.

    Die Soldatinnen des Wachbataillons hatten ihre Ausrüstung mitgebracht. Denn die Protokollsoldatinnen müssen nicht nur für repräsentative Aufgaben zur Verfügung stehen, sondern sind auch für den Schutz von Regierungsinfrastruktur zuständig.

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Eine Frau hält einen Roboterarm in der Hand und spricht zu jungen Frauen, die vor ihr stehen.

    Bei der Station der Wehrtechnischen Dienststelle 61 aus Manching tauchten die Teilnehmerinnen direkt in die Praxis ein. Neben der Präsentation eines Roboterarmes durften die Jugendlichen auch selbst kleine Dinge basteln.

    © Bundeswehr/Tom Twardy
  • Eine Frau in schwarz-weißem Kleid hält vor Publikum ein graues Päckchen hoch.

    Kurz vor Ende der Veranstaltung erklärt eine Mitarbeiterin des BMVg den Teilnehmerinnen noch den Inhalt einer Einpersonenpackung, mit der sich Soldatinnen und Soldaten im Einsatz oder auf Übungen für 24 Stunden ernähren können

    © Bundeswehr/Tom Twardy

Der Girls’ Day bietet jungen Menschen jedes Jahr die Gelegenheit, neue Berufsfelder kennenzulernen und mit den Beschäftigen direkt ins Gespräch zu kommen. Auch im Verteidigungsministerium standen die Einblicke für die Teilnehmerinnen und der Austausch im Mittelpunkt, wie auch heute in weiteren über 130 Dienststellen im nachgeordneten Geschäftsbereich des BMVg deutschlandweit.

von Janet Watson

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