Boris Pistorius spricht an einem Rednerpult im Bundestag.
© picture alliance/dpa/Britta Pedersen
KategorieMandatsverlängerung

Minister macht sich für Fortführung des Irak-Einsatzes der Bundeswehr stark

Die Bundeswehr soll sich am Kampf gegen den IS„Islamischer Staat“ („Islamischer Staat“) und am Fähigkeitsaufbau der irakischen Streit- und Sicherheitskräfte ein weiteres Jahr beteiligen. Dafür hat sich Verteidigungsminister Boris Pistorius bei der ersten Lesung im Bundestag stark gemacht. Der Einsatz dient dazu, den Irak zu sichern und die Versöhnung im Land zu fördern.

Verteidigungsminister Boris Pistorius dankte in seiner rund sechsminütigen Rede im Plenum den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr für ihren Einsatz im Irak. Dieser finde in einem besonders herausfordernden Umfeld statt. Der Minister wies auf die Erfolge des Engagements hin. Die Sicherheitslage im Irak sei gegenwärtig so stabil wie in den letzten 20 Jahren nicht. Es gelte nun, das Erreichte zu verstetigen und die Rolle des Iraks als Partner zu stärken, betonte Minister Pistorius im Deutschen Bundestag. 

Minister Pistorius hat im Deutschen Bundestag für die Fortführung des Einsatzes Counter Daesh/Capacity Building Iraq/NATONorth Atlantic Treaty Organization Mission Iraq geworben. Er machte bei der ersten Lesung deutlich, dieser Anti-IS„Islamischer Staat“-Einsatz der Bundeswehr sei weiter notwendig.

Daten und Fakten

Lage

Deutschlands und Europas Sicherheit ist verbunden mit der Stabilität anderer Weltregionen. Der Irak ist ein Schlüsselland im Nahen Osten. Nach der Regierungsbildung dort im Oktober 2022 hat sich die innenpolitische Lage beruhigt. Doch das Land steht weiterhin vor großen Herausforderungen. Dem Ziel, ein Wiedererstarken des IS„Islamischer Staat“ zu verhindern, ist die internationale Gemeinschaft in enger Kooperation mit der Regierung in Bagdad und der kurdischen Regionalregierung in Erbil stetig nähergekommen. Doch dieses Ziel ist noch nicht umfassend erreicht. Der IS„Islamischer Staat“ ist teilweise noch immer aktiv. Deshalb ist es notwendig, den Einsatz fortzuführen. Der Irak benötigt neben ziviler auch militärische Unterstützung. Darum hat die irakische Regierung gebeten.  

Auftrag

In der ersten Nationalen Sicherheitsstrategie Deutschlands hat sich die Bundesregierung dazu bekannt, die Ertüchtigung von wichtigen Partnern weiter zu stärken. Daher soll der Fähigkeitsaufbau im Irak fortgesetzt werden – und zwar durch die beiden internationalen Missionen Operation Inherent Resolve (OIROperation Inherent Resolve) der Anti-IS„Islamischer Staat“-Koalition und die NATONorth Atlantic Treaty Organization Mission Iraq. Ziel des deutschen Engagements ist und bleibt es, die irakischen Streitkräfte in die Lage zu versetzen, die Sicherheit ihres Landes selber zu gewährleisten. Nach den Fortschritten im Kampf gegen den IS„Islamischer Staat“ geht es unvermindert darum, die bisherigen Erfolge der Operation Inherent Resolve zu sichern, um ein Wiedererstarken des Terrors in der Region zu verhindern. 

Der Einsatz Counter Daesh/Capacity Building Iraq/NATONorth Atlantic Treaty Organization Mission Iraq (NMINATO Mission Iraq) soll wie bisher auf zwei Säulen basieren:

Die Beiträge der Bundeswehr bestehen im Wesentlichen aus: Beratungspersonal, Luftbetankung und -transport, Unterstützungsleistungen für multinationale Partner, die Option auf Beteiligung deutscher Soldatinnen und Soldaten an AWACSAirborne Early Warning and Control System-Luftraumüberwachungsflügen der NATONorth Atlantic Treaty Organization sowie Stabspersonal.

Ausblick

Die Bundeswehr unterstützt weiterhin den Fähigkeitsaufbau im Zentralirak von Bagdad aus und in der nordirakischen Region Kurdistan von Erbil aus. Insgesamt hat sich der Schwerpunkt des deutschen Beitrages von der taktischen Ausbildung hin zur Beratung auf institutioneller Ebene verlagert.

Wie geht’s weiter?

Nach der ersten Lesung wird der Deutsche Bundestag in zweiter Lesung abschließend beraten und über die Fortführung des Einsatzes abstimmen.

von Jörg Fleischer

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