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NATOBundeswehr beteiligt sich an Tank- und Transportflugzeugflotte
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Ursula von der Leyen und ihre norwegische Amtskollegin Ine Eriksen Søreide haben am Rande des NATO-Verteidigungsministertreffens am 29. Juni ein Memorandum of Understanding zur gemeinsamen Beschaffung und zum Betrieb einer multinationalen Tank- und Transportflugzeugflotte – „Multinational MRTT Fleet“ (MMF) – unterzeichnet. Mit dem Regierungsabkommen wird der europäische Pfeiler innerhalb der NATO weiter gestärkt.
Tankflugzeuge vom Typ A330 MRTT
Mit Zeichnung des Dokuments tritt eine Teilnahme an dem Europäischen Rüstungsprojekt in Kraft. Die Bundeswehr will in Zusammenarbeit mit den Niederlanden, Luxemburg, Norwegen und gegebenenfalls Belgien insgesamt bis zu acht Tankflugzeuge vom Typ A330 MRTT beschaffen.
Deutschland beteiligt sich mit rund 1,4 Milliarden Euro, zwei Drittel der Gesamtkosten, an dem Projekt für die Tankflugzeug-Flotte der NATO. Ihre Auslieferung ist im Zeitraum 2021 bis 2023 geplant.
Drei Maschinen in Deutschland geplant
Mit der gemeinsamen Flotte sollen die Fähigkeiten zur strategischen Luftbetankung sowie zum strategischen Lufttransport von Material und Personal, einschließlich Verwundeter (StratAirMedEvac) erhalten und verbessert werden. Die beteiligten Nationen betreiben den Verband mit eigenem Personal und können einen vorher angemeldeten Bedarf an Flugstunden abrufen.
Nach den derzeitigen Planungen sollen drei Maschinen von Köln/Wahn und vier vom niederländischen Eindhoven aus operieren. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat das Rüstungsprojekt am 21. Juni genehmigt.