Ein Stapel Zeitungen
© imago stock&people
KategoriePressemitteilung

Digitalisierung der Landstreitkräfte nimmt wichtigen Meilenstein

Die Einsatzprüfung 1 des Rüstungsprogramms Digitalisierung Landbasierte Operationen (D-LBO) wurde Ende dieser Woche abgeschlossen. Gemeinsam mit der Industrie und dem Heer wurde das Gesamtsystem „D-LBO basic“ im realitätsnahen, taktischen Einsatz die letzten Wochen in Munster geprüft. In der vergangenen Woche wurde bei der Einsatzprüfung auch scharf geschossen. 

Die Grundfunktionalität des Systems ist gegeben. Damit wird die der NATO zugesagte Forward Land Forces Brigade unter Führung der Panzergrenadierbrigade 37 mit Beginn des Auftrages im Januar 2027 digitalisiert führungsfähig sein.

Zur Entscheidung - der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Freuding:

„Wir können mit D-LBO basic fahren, funken, schießen – digital, störungssicherer und mit gesteigerter Reichweite. Das ist gut! Aufgrund der Testergebnisse haben wir uns entschieden, dass beide Panzergrenadierbataillone durch Verbände gestellt werden, die mit dem neuen, modernen und kampfstarken Schützenpanzer Puma ausgestattet sind.“

Der ursprünglich vorgesehene Marder-Verband wird zunächst nicht Teil der Forward Land Forces Brigade sein. 

Die technische Einsatzprüfung der letzten Wochen war ein fortlaufender Prozess, bei dem immer komplexere Szenarien in der Landkriegsführung geübt wurden. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden an Ort und Stelle direkt analysiert und flossen sofort in die weiteren Szenarien der Einsatzprüfung ein.

Nach einem Treffen mit Industrievertretern am vergangenen Montag zeigte sich der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, von der laufenden Einsatzprüfung und der deutlich verbesserten Sprachqualität beim Funken überzeugt. Gemeinsam mit Staatssekretär Plötner und dem Inspekteur des Heeres war er zuvor vor Ort in Munster.

Zur Forward Land Forces Brigade werden komplett auf D-LBO basic umgerüstete Fahrzeuge gehören, aber auch digitalisierte Fahrzeuge, deren analoge Technik mit Hilfe einer Schnittstelle im Rahmen von D-LBO angebunden werden. Dieser „Mischbetrieb“ erlaubt die digitale und verschlüsselte Einbindung noch nicht umgerüsteter oder nicht für die Umrüstung vorgesehener Fahrzeuge. Er wurde bereits beim Systemnachweis im Juli erfolgreich getestet.

Nach der digitalen Einsatzbereitschaft der Forward Land Forces Brigade unter Führung der Panzergrenadierbrigade 37 zum Jahresende ist das nächste Ziel die digitalisierte Panzerbrigade 45 in Litauen bis Mitte 2027. Anschließend wird D-LBO sukzessive auf den Rest der Landstreitkräfte ausgerollt werden.

Serienintegration:
Für die weitere Umrüstung der Fahrzeuge wird die Industrie die Serienintegration der neuen Technik konsequent vorantreiben. Aktuell liegen wir derzeit ca. 300 Fahrzeuge hinter dem selbstgesteckten Ziel. Der gemeinsam mit der Industrie beschlossene Aufholplan muss konsequent umgesetzt werden, um das von der Industrie zugesicherte Ziel von 2.700 an den Standorten und in den Werken umgerüsteten Fahrzeugen bis Ende 2026 zu erreichen. Aktuell sind bereits über 2000 Fahrzeuge auf „D-LBO basic“ umgerüstet.

„Zentrum Digitalisierung Land“:
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat zudem entschieden, das „Zentrum Digitalisierung Land“ in Munster zu stationieren. Mit der Aufstellung zum 1. Oktober 2026 dient es als zentrales Element zur Unterstützung der Digitalisierungsmaßnahmen für die Landstreitkräfte. Durch den unmittelbaren Anschluss an die Kampfverbände des Heeres, einem Truppenübungsplatz in unmittelbarer Nähe, durch die Koordinierung mit der Außenstelle des Zentrums Digitalisierung der Bundeswehr und den direkten Zugriff auf Digitalisierungsprojekte wie D-LBO werden in Munster entscheidende Kompetenzen zusammengeführt und Synergien genutzt.

Bedeutung D-LBO:
Die Umrüstung auf D-LBO ist eines der technologisch anspruchsvollsten Großprojekte in der Geschichte der Bundeswehr. Es handelt sich dabei um weit mehr als den Austausch von Funkgeräten: Die Landstreitkräfte vollziehen einen technologischen Quantensprung von vier Jahrzehnten in das digitale Zeitalter. Eigentlich würde dieses Digitalisierungs-Mammutprojekt 10-15 Jahre dauern. Das ist auch die Erfahrung in anderen Ländern, die ihre Teilstreitkräfte digitalisieren. Angesichts der Bedrohungslage soll das Projekt in weniger als der Hälfte der Zeit umgesetzt werden. Dafür werden Einrüstung in die Fahrzeuge, Erprobung, technische Weiterentwicklung und Truppeneinführung inkl. Ausbildung in großen Teilen parallel durchgeführt. Eine störfeste Kommunikation und Führungsfähigkeit bilden das Fundament, um in möglichen zukünftigen Landkriegsszenarien erfolgreich zu sein. 

Zurück zur Übersicht

Inhalte teilen via

Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo Bundesministerium der Verteidigung

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung