Ein Mann steht an einem Rednerpult
© Bundeswehr/Tom Twardy
KategorieMandatsverlängerung

Hitschler macht sich für Verlängerung der EUEuropäische Union-Mittelmeermission Irini stark

Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Hitschler will, dass sich die Deutsche Marine weiter an der EUEuropäische Union-geführten Operation Irini zur Überwachung des Waffenembargos der Vereinten Nationen gegen Libyen beteiligt. Die Bundeswehr erfüllt ihren Einsatzauftrag derzeit durch luftgestützte Aufklärung.

Das Parlament hat über die Mandatsverlängerung für die EUEuropäische Union-geführte Operation Irini beraten. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Hitschler hat im Bundestag für die weitere Beteiligung der Deutschen Marine an der Mission im Mittelmeer geworben.

Vor dem Hintergrund der für den 23. Februar 2025 wahrscheinlichen Neuwahlen beabsichtigt die Bundesregierung, das zeitnah ablaufende Bundestagsmandat EUNAVFOREuropean Union Naval Force MEDMediterranean Irini noch vor den Neuwahlen durch eine vorgezogene Mandatierung zu verlängern.

Die Bundesregierung setze sich weiterhin dafür ein, dass im Rahmen der Operation die Kooperation von NATONorth Atlantic Treaty Organization und EUEuropäische Union vertieft werde, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Hitschler am 19. Dezember 2024 in seiner Rede im Bundestag. „Wir werden in unserem Engagement nicht nachlassen“, betonte er mit Blick auf die fragile Sicherheitslage in Libyen, denn politische Lösungen seien möglich. Zudem dankte der Staatssekretär den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz im Mittelmeerraum.

Daten und Fakten

Lage

Der UNUnited Nations-Sicherheitsrat hat ein Waffenembargo gegen Libyen verhängt. Dennoch bleibt die Sicherheitslage in dem nordafrikanischen Land fragil. Diese instabile Lage macht den Einsatz weiterhin erforderlich, da das Mittelmeer für Deutschland und die EUEuropäische Union von besonderer strategischer Bedeutung ist.  

Auftrag

Der Auftrag der Bundeswehr im Rahmen der EUEuropäische Union-Operation Irini soll unvermindert darin bestehen, zur Einhaltung des Waffenembargos gegen Libyen beizutragen. Hauptauftrag von EUNAVFOREuropean Union Naval Force MEDMediterranean Irini soll daher weiterhin der Beitrag zur Eindämmung des illegalen Waffenschmuggels aller Konfliktparteien und -akteure sein. Die Bundeswehr erfüllt ihren Einsatzauftrag derzeit durch luftgestützte Aufklärung. Der EUEuropäische Union-Einsatz soll die illegale Ausfuhr von Erdöl, einschließlich Rohöl und raffinierter Erdölerzeugnisse, aus Libyen verhindern. Er soll dazu beitragen, das Geschäftsmodell von Schleuser- und Menschenhändlernetzwerken zu bekämpfen. Irini gewinnt darüber relevante Informationen.

Ausblick

Die Bundeswehr soll als Teil der EUEuropäische Union-Operation EUNAVFOREuropean Union Naval Force MEDMediterranean Irini weiterhin im Einsatz sein. Deutsches Regierungshandeln leitet sich auch bei diesem Mandat aus der Nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesregierung und den Verteidigungspolitischen Richtlinien 2023 ab. Die Bundeswehr bleibt mit dieser Operation ein verlässlicher Partner bei der Weiterentwicklung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EUEuropäische Union (GSVPGemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik), die eng mit der NATONorth Atlantic Treaty Organization kooperiert. EUNAVFOREuropean Union Naval Force MEDMediterranean Irini wirkt im Mittelmeer ergänzend zum UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon-Flottenverband „Maritime Task Force“ vor der Küste des Libanons, zur NATONorth Atlantic Treaty Organization-Unterstützung Ägäis sowie zur NATONorth Atlantic Treaty Organization-geführten maritimen Sicherheitsoperation Sea Guardian im Mittelmeer.

Wie geht’s weiter?

Der Deutsche Bundestag wird in zweiter Lesung abschließend über das Mandat beraten und abstimmen.

von Redaktion der Bundeswehr  

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